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Blitzschutz- und Erdungsanlagen

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Betreiberpflichten für Blitzschutz- und Erdungsanlagen

Betreiberpflichten für Blitzschutz- und Erdungsanlagen

Betreiberpflichten für Blitzschutz- und Erdungsanlagen anhand der genannten Regelwerke (insbesondere DIN VDE 0185-305-3 und VDMA 24186-5) fordern die vollständige, termingerechte und fachgerechte Durchführung aller Prüf- und Wartungsmaßnahmen durch qualifiziertes Personal. Die Dokumentation aller Arbeiten ist revisionssicher zu führen, und Mängel sind gemäß ihrer Klassifizierung unverzüglich zu beheben. Zusammengefasst fordern die Betreiberpflichten die umfassende, normgerechte Instandhaltung der Blitzschutzsysteme mit fortlaufender Kontrolle. Abweichungen sind gemäß Eskalationsmatrix zu korrigieren. Die Betreiberin/der Betreiber verpflichtet sich, alle Nachweise auf Verlangen vorzulegen, um den ordnungsgemäßen Zustand des Blitzschutzsystems dauerhaft sicherzustellen.

Ziel ist es, den sicheren, normgerechten und nachweisbar dokumentierten Betrieb aller Blitzschutzmaßnahmen und Erdungsanlagen zu gewährleisten.

Pflichten des Betreibers bei Blitz- und Erdungsschutz

Rechts- und Normenüberblick

Die Betreiberpflichten für Blitzschutz- und Erdungsanlagen gründen in verbindlichen Normen und Richtlinien. Wesentliche Grundlagen sind insbesondere die DIN VDE 0185-305-3 mit Abschnitt 7.3 (Prüfungen des Blitzschutzsystems) und Anhang E.7.3 (Wartung des Blitzschutzsystems) sowie das VDMA-Einheitsblatt 24186-5 für die systematische Instandhaltung elektrotechnischer Anlagen. Die Tabelle ordnet die genannten Regelwerke den jeweils abgeleiteten Betreiberpflichten zu. Zusätzliche Auflagen (z.B. aus Landesbauordnungen oder betriebsinternen Vorschriften) können ergänzend gelten und sind in der objektspezifischen Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen.

Kategorie

Regelwerk

Schutzstufe (KL)

Textstelle

Betreiberpflicht (Kurzbeschreibung)

DIN-VDE-Norm

DIN VDE 0185-305-3

KL2

Abschnitt 7.3

Durchführung von Prüfungen des Blitzschutzsystems (LPS)

DIN-VDE-Norm

DIN VDE 0185-305-3

KL2

Anhang E.7.3

Regelmäßige Wartung des LPS in festgelegten Umfängen/Intervallen

VDMA-Einheitsblatt

VDMA 24186-5

KL3

Pos. 1

Regelmäßiges Warten elektrotechnischer Geräte und Anlagen (Checklisten/Nachweise)

Begriffe, Systemabgrenzung und Komponenten

  • LPS (Lightning Protection System): Umfasst sowohl das äußere Blitzschutzsystem (Fangeinrichtungen, Ableitungen, Erdungsanlage) als auch das innere Blitzschutzsystem (Potenzialausgleichsmaßnahmen, Überspannungsschutz, Verbindung mit der Gebäudemasse).

  • Erdungsanlage: Beinhaltet alle leitfähigen Elemente und Verbindungen, die niederohmig ins Erdreich führen (z. B. Fundamenterder, Ringerder, Anschlussfahnen, Messpunkte, Verbindungsstücke).

  • Prüfarten (gemäß DIN VDE 0185-305-3): Erstprüfung, wiederkehrende Prüfungen (u. a. Sichtprüfung, Nahsichtprüfung, Kontinuitätsprüfung, Maßkontrollen, elektrische Messungen) sowie anlassbezogene Prüfungen (z. B. nach Umbauten oder einem Blitzeinschlag).

  • Schutzklassen/Exposition: Blitzschutzklasse (z. B. Klasse II) und Umgebungsbedingungen (Topografie, Gebäudehöhe, Korrosionsrisiko, Nutzung) bestimmen Anforderungen, Schutzmaßnahmen und Prüfintervalle.

A = accountable, R = verantwortlich, C = einzubeziehen, I = informiert.

Aufgabe

Betreiber

Anlagenverantw

Fachfirma Blitzschutz

Elektro/GA

FM/CAFM

Jahres-/Prüfplanung (gem. VDE 0185-305-3)

A

R

C

C

C

Durchführung Prüfungen (Abschnitt 7.3)

C

C

R

C

I

Wartungen (Anhang E.7.3 / VDMA 24186-5)

C

C

R

C

I

Mängelbeseitigung & Nachprüfung

A

R

R

C

I

Dokumentation & Nachweisführung

A

R

R

C

R

Rollen, Verantwortlichkeiten, Qualifikationen (RACI)

Die Aufgabenverteilung erfolgt nach dem RACI-Prinzip (Responsible, Accountable, Consulted, Informed). In Tabelle 2 sind die Rollen und ihre Verantwortlichkeiten für Planung, Durchführung, Dokumentation und Nachverfolgung dargestellt. Die Betreiberin/der Betreiber trägt die Gesamtverantwortung (Accountable) für die fristgerechte Umsetzung aller Prüf- und Wartungsaufgaben. Der Anlagenverantwortliche koordiniert vor Ort und steuert die Abläufe (Responsible).

Blitzschutz-Fachfirmen führen die Prüfungen und Wartungen fachgerecht durch (Responsible), während Elektro- und GA-Fachkräfte unterstützend beraten (Consulted). Die FM-/CAFM-Abteilung übernimmt die Terminplanung, pflegt die Dokumentation und informiert alle Beteiligten über den Arbeitsfortschritt (Informed).

Prüfpflichten

  • Der Betreiber stellt sicher, dass alle erforderlichen Prüfungen des Blitzschutzsystems gemäß DIN VDE 0185-305-3 festgelegt, terminiert und fristgerecht durchgeführt werden. Dazu gehören mindestens Sichtprüfungen, Kontinuitätsnachweise, Maßkontrollen und elektrische Messungen (z. B. Erdungswiderstand, Schleifenwiderstand). Ebenfalls erfolgt ein Abgleich mit vorhandenen Plänen und Dokumentationen.

  • Die Art und Häufigkeit der Prüfungen richtet sich nach Blitzschutzklasse, Exposition, Material und Umgebungsbedingungen des Objektes. Wiederkehrende Sicht- und Nahsichtprüfungen erfolgen typischerweise jährlich oder nach einem objektspezifischen Intervall, umfassende Prüfungen können in größeren Abständen vorgesehen sein (gemäß Gefährdungsbeurteilung).

  • Festgestellte Mängel werden dokumentiert, klassifiziert und sofort behoben oder mit festen Fristen belegt. Anlassbezogene Prüfungen (z. B. nach Umbaumaßnahmen oder einem Blitzeinschlag) sind ebenfalls Teil des Prüfplans.

Ein detaillierter Prüfplan sollte alle prüfpflichtigen Komponenten, Prüfarten und Intervalle umfassen. Tabelle 3 zeigt ein beispielhaftes Gerüst eines Prüfplans gemäß Abschnitt 7.3 der DIN VDE 0185-305-3. Die konkreten Inhalte und Fristen müssen objektspezifisch festgelegt werden (z. B. in der Gefährdungsbeurteilung).

Prüffeld

Prüfart

Mindestinhalt

Auslöser/Intervall

Akzeptanzkriterium

Nachweis

Luftleitungsnetz (Dach)

Sicht / nahsichtig / umfassend

Befestigungen, Korrosion, Leiterquerschnitt, Trassenführung

gemäß Norm / Gefährdungsbeurteilung

unbeschädigt, durchgängig

Prüfprotokoll + Fotodokumentation

Ableitungen (Führung)

Sicht / Kontinuitätstest

Mechanische Unversehrtheit, Verbindungen, Durchgängigkeit

gemäß Norm / Gefährdungsbeurteilung

lückenlos, sicher befestigt

Prüfprotokoll

Erdungsanlage

Messung / Inspektion

Messpunkte, Anschlussklemmen, Widerstandsmessung (falls zulässig)

gemäß Norm / Gefährdungsbeurteilung

im Regelfall normkonform

Messprotokoll

Innerer Potenzialausgleich

Sicht / Funktionstest

PA-Leiter, Anschlussklemmen, Dokumentation

gemäß Norm / Gefährdungsbeurteilung

wirksam, klar gekennzeichnet

Prüfprotokoll

Dokumentation

Abgleich

Pläne, Aktualisierungen, Materiallisten

jährlich / anlassbezogen

konsistent mit dem Ist-Zustand

Abgleich-Checkliste

Wartungspflichten

  • Neben den Prüfungen muss der Betreiber regelmäßige Wartungen der Blitzschutz- und Erdungsanlagen sicherstellen. Die Wartungen dienen der Instandhaltung und Funktionssicherheit.

  • Wartung umfasst alle notwendigen Pflege- und Reparaturarbeiten: Entfernung von Korrosionsbelägen oder Verschmutzungen, Nachziehen oder Ersetzen loser Verbindungen, Freihalten der Leiterwege und Wiederherstellung beschädigter Komponenten.

  • Gefundene Mängel oder Verschlechterungen (z. B. Korrosion an Ableitungen, lockere Befestigungen) werden sofort behoben oder mit klaren Fristen zur Beseitigung versehen. Die Wartungsarbeiten sind schriftlich zu dokumentieren (z. B. Wartungsberichte mit Fotodokumentation).

Komponentenfeld

Wartungsinhalt

Auslöser/Intervall

Qualitätskriterium

Nachweis

Luftleitungsnetz

Befestigungen nachziehen, Korrosionsschutz prüfen/erneuern

planmäßig / anlassbez.

standfest, korrosionsfrei

Wartungsbericht

Ableitungen / Trassen

Halterungen kontrollieren, Freihaltung, auf Schäden prüfen

planmäßig / anlassbez.

durchgängig, unversehrt

Protokoll / Fotos

Erdungsanlage

Messstellen freilegen (falls vorhanden), Verbinder prüfen

planmäßig / anlassbez.

sichere elektrische Verbindung

Mess- / Wartungsprotokoll

Potenzialausgleich

Anschlüsse und Schraubverbindungen prüfen

planmäßig / anlassbez.

dauerhaft leitfähig

Protokoll

Dachdurchdringungen

Abdichtungen und Abschottungen auf Dichtheit prüfen

planmäßig / anlassbez.

dicht, intakt

Checkliste

VDMA 24186-5 – Integration in das Wartungssystem

  • Umsetzung der normativen Wartungsvorgaben über VDMA-konforme Checklisten, Positionskataloge und formale Abnahmeprozesse.

  • Verbindliche Inhalte: Sicht- und Funktionsprüfungen, mechanische Kontrollen, elektrische Messungen (sofern anwendbar), Reinigungs- und Schutzmaßnahmen sowie systematische Mängelerfassung mit Fristen.

  • In der Praxis werden Wartungsprozesse oft per CAFM gesteuert, wobei die Prüf- und Wartungsinhalte aus VDMA-Positionslisten abgeleitet werden. Tabelle 5 zeigt beispielhaft eine Struktur von Wartungspunkten nach VDMA 24186-5.

Bauteil/Ort

Tätigkeit

Intervall

Akzeptanz

Nachweis

Luftleitungsnetz

Sichtprüfung, Befestigungs- und Korrosionskontrolle

gemäß Plan

i.O. / Abweichung

Checkliste

Ableitung Nord/West

Nahsichtprüfung, Kontinuitätstest

gemäß Plan

i.O. / Abweichung

Prüfprotokoll

Erdungsmessstelle M1

Anschlussprüfung, Widerstandsmessung

gemäß Plan

i.O. / Abweichung

Messprotokoll

Interne PA-Sammelschiene

Klemmenprüfung

gemäß Plan

i.O. / Abweichung

Protokoll

Gefährdungsbeurteilung, Intervallstrategie und Änderungsmanagement

  • Erstellung/Update einer objektspezifischen Gefährdungsbeurteilung Blitzschutz/Erdung, die Schutzklasse, Exposition, Materialsysteme, Umgebungs- und Nutzungsbedingungen sowie Risiken durch Umbauten, Nachbarbebauung, Dachaufbauten (PV, Antennen, RLT) und Leitungsführungen berücksichtigt.

  • Prüf- und Wartungsintervalle werden aus der Gefährdungsbeurteilung abgeleitet und verbindlich festgelegt. Höhere Exposition oder korrosivere Bedingungen erfordern kürzere Intervalle.

  • Änderungen am Gebäude (z. B. zusätzliche Dachaufbauten, neue leitende Durchdringungen, Austausch von Bauteilen) sind vor Umsetzung zu prüfen und freizugeben. Die As-Built-Dokumentation ist danach zeitnah zu aktualisieren.

Kriterium

Niedrig

Mittel

Hoch

Intervalltendenz*

Exposition (Topografie/Höhe)

gering

moderat

exponiert

kürzere Intervalle bei hohem Risiko

Materialzustand / Alter

neu

mäßig

korrosionsgefährdet

kürzere Intervalle bei Verschleiß

Nutzungsänderungen / Dachaufbauten

keine

begrenzt

häufig / umfangreich

kürzere Intervalle bzw. Zusatzprüfungen

Dokumentation, Nachweise, CAFM/Logbuchführung

  • Sämtliche Prüf- und Wartungsergebnisse sind lückenlos zu dokumentieren. Dazu gehören Prüf- und Wartungsprotokolle, Messprotokolle, Fotodokumentation, Mängelberichte mit Fristen und Abnahmevermerke.

  • Integration ins CAFM-System: Terminplanung, Maßnahmenverfolgung, KPI-Reporting und Versionsverwaltung der Unterlagen.

  • Aufbewahrung: Die Nachweise sind revisionssicher und gemäß den geltenden Fristen aufzubewahren. Im CAFM oder Archiv wird für jedes Ereignis ein vollständiger Nachweis vorgehalten.

Dokument

Mindestinhalt

Verantwortlich

Aufbewahrung

Prüfprotokoll LPS

Prüfart, Umfang, Ergebnisse

Fachfirma Blitzschutz

CAFM / Logbuch

Erdungsmessprotokoll

Messverfahren, Messwerte, Bewertung

Fachfirma Blitzschutz

CAFM

Mängelbericht

Klassifizierung, Frist, Maßnahme

Anlagenverantwortung

CAFM

As-Built-Pläne

Lageplan, Verbindungswege, Messpunkte

Betreiber/Planung

Doku-Archiv

Mängelklassifizierung, Fristen und Eskalation

Gefundene Mängel werden nach Schweregrad bewertet. Die Tabelle definiert beispielhaft drei Klassen: P1 – Kritisch (Funktionseinschränkung des LPS), P2 – Wesentlich (Reduzierung der Sicherheitsreserven) und P3 – Geringfügig (z. B. Dokumentations- oder Markierungsfehler). Zu jeder Klasse sind typische Beispiele, erforderliche Maßnahmen und Reaktionsfristen festgelegt. Kritische Mängel erfordern sofortige Behebung, während weniger gravierende Abweichungen innerhalb gestaffelter Fristen bearbeitet werden

Klasse

Beschreibung

Beispiel

Maßnahme

Frist / Eskalation

P1 – Kritisch

Funktion des LPS beeinträchtigt

gelöste Ableitung, unterbrochene Verbindung

Bereich sichern, Sofortreparatur

sofort / Leitung

P2 – Wesentlich

Reduzierte Funktionsreserve

Korrosion an Klemmen, lockere Halterung

Instandsetzung planen & durchführen

≤ 14 Tage / Anlagenverantwortlicher

P3 – Geringfügig

Dokumentations-/Kennzeichnungsfehler

fehlende Plakette

Nachbesserung (Dokumentation)

≤ 30 Tage / FM

Prüf- und Wartungskalender (Jahresgerüst)

Ein Jahresplan dient der Planung und Kontrolle aller wiederkehrenden Prüf- und Wartungstermine. In einem Gantt-ähnlichen Raster werden die Maßnahmen nach Quartalen aufgeführt. Die Tabelle zeigt ein beispielhaftes Quartalsraster für Prüfungen, Wartungen, Dokumentations- und Planungsaktivitäten. Besondere Rahmenbedingungen (z. B. Witterungsfenster, Baustellenaktivitäten) werden vermerkt, um die Termintreue sicherzustellen.

Quartal

Prüfungen (Abschnitt 7.3)

Wartungen (Anhang E.7.3)

Dokumentation / Planung

Besonderheiten

Q1

Sichtprüfung Dach / Fangeinrichtung

Korrosionsschutz, Nachziehen der Befestigungen

Dokumentationsreview

Wetterfenster Winter

Q2

Nahsichtprüfung ausgewählter Bereiche

Befestigungen nachsetzen

Plan-Update (As-Built-Dokumente)

Bauarbeiten Dach

Q3

Erdungsmessung / Schleifenmessung

Reinigung, Entfernung von Bewuchs

Maßnahmen-Abschluss

Vegetationsperiode

Q4

Umfassende Systemprüfung

Restarbeiten, Abschlussprüfungen

Jahresreport / KPI

Budgetplanung

Qualitäts- und Freigabemanagement

  • Prüf- und Wartungsarbeiten dürfen nur durch qualifizierte Blitzschutz-Fachkräfte mit geeignetem, kalibriertem Prüf- und Messgerät ausgeführt werden.

  • Arbeitsgenehmigungen für Tätigkeiten auf Dächern/Fassaden müssen vorliegen (PSA, Absturzsicherung). Bei kritischen Befunden oder größeren Reparaturen ist eine Freigabe durch die Bau- oder Sicherheitsleitung erforderlich.

  • Abnahmeprozess: Nach Abschluss der Arbeiten ist eine formelle Abnahme je Ereignis durch die zuständigen Verantwortlichen durchzuführen und zu dokumentieren. Erst danach gilt die Maßnahme als erfolgreich abgeschlossen.

Schnittstellenmanagement

  • Blitzschutz und Erdung stehen in engem Zusammenhang mit anderen Gewerken: Dachdecker/Metallbau (Dachdurchdringungen, Korrosionsschutz), Elektro/GA (Potenzialausgleich, Systemerweiterungen), PV/Antennen/RLT (neue leitende Komponenten), Brandschutz (Abschottungen), Arbeitssicherheit (Zugang, PSA).

  • Schnittstellen und Zuständigkeiten sollten in einem Schnittstellenplan dokumentiert werden. Größere Änderungen (z. B. Nachrüstung von PV-Anlagen) erfordern die Koordination und Freigabe durch alle betroffenen Stellen, da sie das Blitzschutzkonzept beeinflussen können.

Prozess

Lead

Beteiligte

Input / Output

Meilenstein

PV-Nachrüstung

Betreiber

Elektro, Blitzschutz, Dachdecker

Aktualisierte GBU, Planunterlagen

Freigabe / Abnahme

Fassadenumbau

Betreiber

Bauunternehmen, Blitzschutz

technische Details, Befestigungspläne

Bauabnahme

KPIs, Reporting und Reviews

Kennzahlen (KPIs) ermöglichen eine transparente Bewertung der Betreiberleistungen. Typische KPIs sind z. B. der Anteil fristgerecht durchgeführter Prüfungen, die fristgerechte Behebung von P1-Mängeln und die Vollständigkeit der Dokumentation. Die Tabelle listet exemplarisch solche KPIs, Zielwerte und Maßnahmen bei Abweichungen auf.

Regelmäßige Reports (monatlich oder quartalsweise) und Review-Meetings unterstützen die kontinuierliche Verbesserung und die frühzeitige Eskalation bei Problemen.

KPI

Zielwert

Intervall

Quelle

Maßnahme bei Abweichung

Fristgerechte Prüfungen (% bestanden)

≥ 98 %

monatlich

CAFM-System

Nachsteuerung / Eskalation

P1-Mängel termingerecht behoben (%)

100 %