Leistungsverzeichnis Elektrotechnik
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Elektrotechnik: Leistungsverzeichnis für Technische Betriebsführung und Instandhaltung
100.001 – Montage einer elektrischen Niederspannungsanlage
• Beschreibung: Fachgerechte Montage einer neuen elektrischen Niederspannungsanlage am Einsatzort, einschließlich Aufbau von Schaltgerätekombinationen nach DIN EN 61439, Verlegung von Kabel- und Leitungsanlagen, Ausführung von Erdungs- und Potentialausgleichsleitern sowie Kennzeichnung aller Leiter, Betriebsmittel und Stromkreise. Durchführung der Erstprüfung gemäß DIN VDE 0100-600 (Sichtprüfung, Erprobung, Messungen) sowie betriebsbereite Übergabe der Anlage nach DIN VDE 0100, DIN VDE 0105-100 und DGUV Vorschrift 3.
• Einheit: Stück
• Menge: 1
• Hinweise: Ausführung ausschließlich durch Elektrofachkräfte gemäß DIN VDE 0105-100, betrsichv und DGUV-Vorschriften; Arbeiten nur an freigeschalteten, gegen Wiedereinschalten gesicherten Anlagen unter Beachtung der Fünf Sicherheitsregeln. Bauseits sind Befestigungsflächen, Durchbrüche und Trassenführungen bereitzustellen, sofern nicht anders beschrieben. Abnahmeprüfung erfolgt nach Fertigstellung gemäß DIN VDE 0100-600 und DGUV Vorschrift 3; Arbeiten unter erschwerten Bedingungen (beengte Platzverhältnisse, laufender Betrieb, Ex-Bereiche) sowie Einsatz von zusätzlichem Gerät (z.B. Hubarbeitsbühnen) sind gesondert zu vereinbaren.
Elektrotechnik: Leistungsverzeichnis Betrieb & Instandhaltung
- 100.002 – Demontage einer elektrischen Niederspannungsanlage
- Erstinbetriebnahme inkl. Gesetzlicher Prüfungen
- Wiederkehrende Prüfungen
- Wartung und Inspektion
- Instandhaltung und Reparaturleistungen
- Nachrüstungen und Modernisierungen
- Ersatzteilversorgung
- Schulung und Einweisung
- Ferndiagnose- und Remote-Serviceleistungen
- Abrechnungs- und Leistungsgrenzen
- Qualifikationen
100.002 – Demontage einer elektrischen Niederspannungsanlage
Beschreibung: Rückbau einer bestehenden elektrischen Niederspannungsanlage in der Betriebsumgebung, einschließlich Freischalten, Kennzeichnen und Prüfen der Spannungsfreiheit, Lösen und Ausbau von Verteilungen, Schalt- und Schutzgeräten, Kabel- und Leitungsanlagen sowie Steuerungen. Verbleibende Leitungen werden eindeutig gekennzeichnet und dauerhaft spannungsfrei gesichert; Bestandsunterlagen (z.B. Verteilungsspiegel, Stromlaufpläne) werden angepasst.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Demontage gemäß DIN VDE 0105-100 und DGUV Vorschrift 3 unter Beachtung der Fünf Sicherheitsregeln (freischalten, sichern, Spannungsfreiheit prüfen, erden/kurzschließen, benachbarte Teile abdecken). Beschädigungen an Bausubstanz und verbleibenden Anlagenteilen sind zu vermeiden. Entsorgung oder Verwertung der Komponenten nach elektrog, krwg und kommunalen Vorgaben ist nicht enthalten, kann aber optional beauftragt werden.
100.003 – Umbau/Versetzung einer elektrischen Niederspannungsanlage
Beschreibung: Änderung oder Versetzung einer bestehenden elektrischen Niederspannungsanlage, z.B. Anpassung von Verteilungen und Stromkreisen, Austausch von Schutz- und Schaltgeräten, Umrüstung auf energieeffizientere Komponenten (z.B. LED, drehzahlgeregelte Antriebe), Nachrüstung von Energiemessung sowie Versetzen von Unterverteilungen oder Anschlussstellen. Anpassung der Leitungswege und Kabeltragsysteme, anschließende Prüfung der Funktion und Sicherheit einschließlich Messungen gemäß DIN VDE 0100-600 und DGUV Vorschrift 3.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Planung auf Basis einer Bestandsaufnahme und elektrotechnischen Berechnung (z.B. Kurzschlussstrom, Selektivität, Spannungsfall) unter Berücksichtigung der Anforderungen aus DIN VDE und ggf. Herstellerfreigaben. Bei wesentlichen Änderungen oder Erweiterungen gilt der betroffene Anlagenteil als neu zu prüfen; vor Wiederinbetriebnahme ist eine Abnahmeprüfung gemäß DIN VDE 0100-600 und DGUV Vorschrift 3 durchzuführen (siehe Pos. 200.002). Aktualisierung der Anlagendokumentation ist Bestandteil der Leistung; Arbeiten unter laufendem Betrieb sind zu minimieren und gesondert zu vereinbaren.
200.001 – Gefährdungsbeurteilung elektrische Niederspannungsanlage (Erst‑GBU)
Beschreibung: Systematische Ermittlung und Bewertung aller Gefährdungen aus Planung, Errichtung und Betrieb der konkreten elektrischen Niederspannungsanlage inkl. Schaltanlagen, Kabel‑ und Leitungsanlagen, angeschlossener Betriebsmittel, Arbeitsumgebung, Betriebsarten (z. B. Normal‑, Not‑ und Wartungsbetrieb) sowie Schnittstellen zu anderen Anlagen (z. B. Hauptverteilung, USV, Notstrom, PV). Ableitung geeigneter technischer, organisatorischer und personenbezogener Schutzmaßnahmen sowie Festlegung von Prüf‑ und Wartungsintervallen (z. B. Nach DIN VDE 0105‑100 und DGUV Vorschrift 3).
Einheit: Stück (je elektrische Anlage/Anlagensystem)
Menge (Ansatz): 1
Bezug Betreiberpflicht(en): betrsichv § 3 (Gefährdungsbeurteilung vor Verwendung, laufende Fortschreibung), arbschg §§ 5 – 6, TRBS 1111 (Konkretisierung und Dokumentationspflicht) sowie TRBS 2131/1201 für elektrische Gefährdungen und Prüfungen.
Nachweis/Dokumentation: GBU‑Dokument, Maßnahmenplan, Prüffristenmatrix, Anlagenkataster der elektrischen Anlagen und Betriebsmittel.
Qualifikation: Fachkundig, in der Regel Elektrofachkraft mit Arbeitsschutz‑/sifa‑Kenntnissen bzw. Fachkraft für Arbeitssicherheit mit nachgewiesener elektrotechnischer Expertise.
Mitwirkung AG: Bereitstellung von Bestandsunterlagen (z. B. Schaltpläne, Verteiler‑ und Stromlaufpläne, Herstellerdokumentation, Altberichte) sowie Angaben zu Betriebs‑ und Nutzungskonzepten (z. B. Betriebszeiten, Wartungsfenster, Umgebungsbedingungen).
Abgrenzung: Messtechnische Prüfungen der Anlage (z. B. Nach DIN VDE 0100‑600/DIN VDE 0105‑100), Thermografie, Netzqualitätsmessungen und statische Berechnungen werden in separaten Positionen beauftragt.
200.002 – Abnahmeprüfung vor erster Inbetriebnahme
Beschreibung: Erforderliche Prüfung der elektrischen Niederspannungsanlage vor der ersten Inbetriebnahme gemäß betrsichv § 14, DGUV Vorschrift 3 sowie DIN VDE 0100‑600 und DIN VDE 0105‑100. Eine befähigte Elektrofachkraft oder ein unabhängiger Sachverständiger für Elektrotechnik führt eine vollständige Abnahmeprüfung der montierten Anlage durch. Die Prüfung umfasst u. a. Kontrolle der technischen Unterlagen, Sichtprüfung der Ausführung, messtechnische Überprüfung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen (z. B. Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, RCD‑Auslösung, Schutzleiterdurchgängigkeit) sowie Funktionsprüfungen aller sicherheitsrelevanten Einrichtungen (z. B. Not‑Aus, Verriegelungen, Umschalteinrichtungen, Meldungen). Bei erfolgreicher Prüfung wird die Anlage freigegeben; das Ergebnis wird im Prüfprotokoll dokumentiert, eine Prüfkennzeichnung angebracht und ein Eintrag im Anlagen‑ oder Prüfbuch vorgenommen.
Einheit: Stück (je elektrische Anlage/Anlagenteil)
Menge: 1
Hinweise: Der Auftragnehmer organisiert die Abnahme durch eine befähigte Elektrofachkraft oder einen geeigneten Sachverständigen. Die Abnahmeprüfung ist Voraussetzung für den ersten Betrieb der elektrischen Anlage und muss ebenso bei wesentlichen Änderungen oder Erweiterungen wiederholt werden (betrsichv § 14 i. V. m. DGUV V3). Sie sollte idealerweise im Anschluss an die technische Inbetriebnahme erfolgen, damit festgestellte Mängel sofort behoben werden können. Im Leistungsumfang enthalten sind das Prüfprotokoll, die Prüfkennzeichnung und die Übergabe aller Bescheinigungen/Zertifikate an den Betreiber. Festgestellte Mängel oder Auflagen sind umzusetzen; erforderliche Nacharbeiten oder erneute Prüfungen sind gesondert zu vereinbaren.
200.003 – Inbetriebnahme der elektrischen Niederspannungsanlage (Erstinbetriebnahme)
Beschreibung: Fachkundige Erstinbetriebnahme einer neu montierten elektrischen Niederspannungsanlage. Umfasst schrittweise Zuschaltung der Einspeisungen, Funktionsprüfung aller Stromkreise, Verbraucher und Steuerungen, Parametrierung von Schutz‑ und Schaltgeräten (z. B. Leistungsschalter, Motorschutz, RCD), Kontrolle der Drehrichtung von Motoren sowie Prüfung von Not‑/Ersatzstromversorgungen und sicherheitsrelevanten Funktionen. Alle Komponenten (Schaltgeräte, Schutzorgane, Steuerungen, USV/Notstrom, Melde‑ und Anzeigeeinrichtungen) werden im vorgesehenen Betriebszustand getestet und bei Bedarf nachjustiert.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Die Inbetriebnahme erfolgt nach abgeschlossener Montage (Pos. 100.001) und vor der formellen Abnahmeprüfung. Sie stellt die technische Betriebsbereitschaft sicher und ermöglicht letzte Anpassungen. Betriebspersonal kann anwesend sein, um eine erste Einweisung in die Funktionen zu erhalten (eine ausführliche Schulung ist unter Pos. 800.001 vorgesehen). Voraussetzung ist, dass die Einspeiseanschlüsse bauseits fertiggestellt und freigegeben sind. Die gesetzlich/normativ geforderte Abnahmeprüfung ist nicht Teil dieser Position (siehe Pos. 200.002).
200.004 – Abnahmeprüfung vor erster Inbetriebnahme
Beschreibung: Sachverständigen‑/Sachkundigenprüfung der elektrischen Niederspannungsanlage vor Erstbetrieb, einschließlich Funktions‑ und Sicherheitsprüfung sowie messtechnischer Überprüfung der Schutzmaßnahmen (z. B. Isolations‑ und Schleifenmessungen, RCD‑Prüfung, Schutzleiterdurchgängigkeit); Erstellung des Prüfprotokolls, Anbringen einer Prüfkennzeichnung und Eintrag in das Anlagen‑ bzw. Prüfbuch.
Einheit: Stück (je elektrische Anlage)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): betrsichv § 14 (Prüfung vor erster Inbetriebnahme und nach Änderungen), arbschg §§ 5 – 6, DGUV Vorschrift 3 (elektrische Anlagen und Betriebsmittel); Ablauf konkretisiert in DIN VDE 0100‑600, DIN VDE 0105‑100 und TRBS 1201.
Qualifikation: Befähigte Elektrofachkraft oder Sachverständiger für Elektrotechnik gemäß TRBS 1203 mit Erfahrung in der Prüfung von elektrischen Anlagen.
Mitwirkung AG: Montage abgeschlossen, Anlage eindeutig identifiziert, notwendige Medien und Betriebsmittel verfügbar, Zutritt zu allen zu prüfenden Bereichen gewährleistet sowie relevante Unterlagen (Schaltpläne, Dokumentation) bereitgestellt.
200.005 – Wiederkehrende Prüfung elektrischer Niederspannungsanlagen
Beschreibung: Gesetzlich vorgeschriebene periodische Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3, DIN VDE 0105‑100 und betrsichv § 14. Umfasst Sicht‑, Funktions‑ und Messprüfungen der bestehenden Niederspannungsanlage und angeschlossener Betriebsmittel zur Feststellung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen (z. B. Isolationswiderstände, Schleifenimpedanzen, Auslöseströme/‑zeiten von rcds, Schutzleiterprüfung) sowie der ordnungsgemäßen Kennzeichnung, Dokumentation und des allgemeinen Zustands. Festlegung der Prüffristen entsprechend der Gefährdungsbeurteilung, Erstellung des Prüfprotokolls, Aktualisierung des Prüfbuches und Anbringen von Prüfplaketten.
Einheit: Stück (je elektrische Anlage/Prüflos)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): betrsichv § 14 (wiederkehrende Prüfungen), DGUV Vorschrift 3, DIN VDE 0105‑100 (Wiederholungsprüfungen) sowie TRBS 1201 (Prüfungen und Kontrollen).
Nachweis/Dokumentation: Prüfprotokoll, Prüfplakette, aktualisiertes Prüfbuch/Anlagenkataster.
Qualifikation: Befähigte Elektrofachkraft mit Erfahrung in der Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel gemäß TRBS 1203..
Mitwirkung AG: Zugang zu den zu prüfenden Anlagen und Betriebsmitteln, Bereitstellung aller relevanten Unterlagen (vorherige Prüfberichte, Stromlaufpläne), ggf. Unterstützung bei der Herstellung von Freischaltungen.
Abgrenzung: Reparaturen, Instandsetzungen und Nachrüstungen, die sich aus der Prüfung ergeben, sind nicht Bestandteil dieser Position und werden separat angeboten.
200.006 – Thermografische Inspektion und Netzqualitätsmessung
Beschreibung: Zustandsbewertung elektrischer Verteilungen, Schaltgeräte und Anschlusspunkte mittels infrarotthermografischer Untersuchung zur frühzeitigen Erkennung von Hot‑Spots, Kontaktproblemen und Überlastungen sowie Durchführung von Netzqualitätsmessungen (z. B. Spannungseinbrüche, Oberschwingungen, Flicker) zur Bewertung der Netzqualität nach DIN EN 50160. Erstellung eines Prüfberichts mit Handlungsempfehlungen (z. B. Austausch von Komponenten, Lastverteilung, Filtermaßnahmen).
Einheit: Stück (je Untersuchung)
Menge: 1
Hinweise: Messungen werden bei laufendem Betrieb durchgeführt; Zugänglichkeit der Verteilungen muss gewährleistet sein. Thermografie erfordert ungestörte Sicht auf die Messobjekte. Netzqualitätsmessungen sollten über einen repräsentativen Zeitraum stattfinden (z. B. 7 Tage). Die Ergebnisse dienen als Grundlage für Instandhaltungs‑ oder Investitionsentscheidungen.
Qualifikation: Fachkundige Elektrofachkraft mit Zusatzqualifikation Thermografie (z. B. Stufe 1 nach DIN EN ISO 9712) und Erfahrung in Netzqualitätsmessungen.
Abgrenzung: Beseitigung festgestellter Mängel, Nachrüstungen und Umbauten sind nicht Bestandteil dieser Position.
300.001 – Jährliche Sicherheitsprüfung elektrischer Niederspannungsanlage (UVV‑Prüfung)
Beschreibung: Wiederkehrende Prüfung einer elektrischen Niederspannungsanlage gemäß den gesetzlichen Vorgaben – in der Regel mindestens einmal jährlich durchzuführen. Eine zur Prüfung befähigte Person überprüft die gesamte Anlage auf ihren sicheren Zustand. Der Prüfumfang umfasst eine gründliche Sicht‑, Funktions‑ und Messprüfung aller für die Sicherheit bedeutsamen Komponenten: Schaltgeräte, Haupt‑ und Unterverteilungen, Kabel‑ und Leitungsanlagen, Schutz‑ und Schaltgeräte (u. a. Leistungsschalter, rcds, Motorschutzschalter), Erdungs‑ und Potentialausgleichsverbindungen sowie Schutzmechanismen (Not‑Aus, Verriegelungen) werden auf Verschleiß, Beschädigungen und korrekte Funktion geprüft. Zusätzlich werden angeschlossene Betriebsmittel (z. B. Maschinenanschlüsse, Steckdosenverteilungen) sowie Sicherheits‑ und Notstromsysteme einbezogen. Die befähigte Person kann Funktionsprüfungen unter realen Belastungen durchführen, um die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen zu verifizieren. Abschließend wird ein Prüfprotokoll gemäß DGUV‑Vorgaben erstellt, eine Prüfplakette angebracht und ein Eintrag im Prüfbuch vorgenommen.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Diese Prüfung ist gesetzlich mindestens einmal pro Jahr vorgeschrieben. Sie muss durch eine vom Arbeitgeber benannte befähigte Elektrofachkraft gemäß TRBS 1203 durchgeführt werden. Die Prüffristen können je nach Einsatzbedingungen kürzer sein – bei intensiver oder außergewöhnlicher Beanspruchung kann eine häufigere Prüfung erforderlich werden (der Betreiber legt die Prüffrist im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung fest). Zusätzlich zur jährlichen Regelprüfung sind außerordentliche Prüfungen durchzuführen, z. B. Nach reparaturbedürftigen Schäden, Unfällen oder ungewöhnlichen Vorkommnissen, und bei umfangreichen Instandsetzungen oder Umbauten kann eine Sonderprüfung durch einen Sachverständigen erforderlich werden. Die Position beinhaltet keine Wartungsarbeiten – es handelt sich um eine reine Zustandsprüfung; festgestellte Mängel sind umgehend zu beheben (siehe Instandsetzung Pos. 500.002).
300.002 – Prüfbuchführung je elektrische Anlage (Führen, Pflegen, Nachweise)
Beschreibung: Einrichtung und fortlaufende Führung des Prüfbuchs für jede elektrische Anlage (digital oder physisch). Dazu gehören die Eintragung aller durchgeführten Prüfungen und Inspektionen nach § 14 betrsichv und DGUV V3, die Verfolgung erkannter Mängel und Maßnahmen, die Archivierung von Prüfprotokollen und Zertifikaten sowie die jederzeitige Vorlagefähigkeit gegenüber Aufsichtsbehörden.
Einheit: Jahrespauschale (je elektrische Anlage)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): DGUV Vorschrift 3 § 5 und § 6 sowie betrsichv § 14 (Führen und Vorlegen von Prüfunterlagen), Muster nach DGUV Grundsatz 309‑003.
300.003 – Prüf‑ & Fristenmanagement für elektrische Anlagen
Beschreibung: Pflege eines Fristenkalenders für alle elektrotechnischen Prüfungen und Inspektionen am Standort (z. B. DGUV V3‑Prüfungen, RCD‑Tests, E‑Ladestationen, Notstromsysteme, Blitzschutz, Personenschutzschalter), Terminierung und Recall‑Management gegenüber den verantwortlichen Stellen, Überwachung der Einhaltung gesetzlicher und betrieblich festgelegter Fristen, sowie Erstellung regelmäßiger KPI‑Reports zur Compliance‑Quote und zu bevorstehenden Prüfungen.
Einheit: Jahrespauschale (Standort)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): TRBS 1201 (Festlegung und Überwachung von Prüffristen, Höchstfristen nach Anhang 3 BetrSichV) sowie betrsichv § 14.
300.004 – Jährliche Sicherheitsprüfung elektrischer Niederspannungsanlage (Kurzfassung)
Beschreibung: Sicht‑, Funktions‑ und Messprüfung aller sicherheitsrelevanten Komponenten inkl. Probebetrieb; Überprüfung der Dokumentation; Erstellung eines Prüfberichts, Anbringung einer Prüfplakette und Eintrag im Prüfbuch.
Einheit: Stück (je Anlage/Termin)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): betrsichv § 14 & Anhang 3 (elektrische Anlagen); Prüffristenfestlegung nach TRBS 1201.
Qualifikation: Zur Prüfung befähigte Elektrofachkraft gemäß TRBS 1203.
300.005 – Außerordentliche Prüfung elektrischer Anlage nach Ereignissen/Schäden/Stillstand
Beschreibung: Anlassbezogene Prüfung einer elektrischen Anlage nach Unfällen, Schäden, längerem Stillstand, Umrüstungen oder anderen außergewöhnlichen Ereignissen. Der Prüfumfang richtet sich nach Art und Schwere des Ereignisses und umfasst eine gezielte Sicht‑, Funktions‑ und Messprüfung der betroffenen Komponenten sowie eine Bewertung von Restgefahren. Nach erfolgreicher Prüfung wird die Anlage wieder freigegeben; ein Prüfbericht dokumentiert den Zustand und ggf. Empfohlene Maßnahmen.
Einheit: Stück (je Anlass/Anlage)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): betrsichv Anhang 3 Abschnitt 1 Nr. 3.4 (Prüfung nach außergewöhnlichen Ereignissen/Änderungen).
300.006 – Sachverständigenprüfung elektrischer Spezialanlagen
Beschreibung: Wiederkehrende Prüfung durch einen Sachverständigen bei elektrischen Spezialanlagen mit besonderen Anforderungen (z. B. Mittelspannungsanlagen, Stromerzeugungsaggregate, Netzersatzanlagen, Ex‑geschützte Bereiche). Enthält eine umfassende Dokumentenprüfung, Sicht‑ und Funktionsprüfung der Schaltgeräte, Schutzsysteme und Sicherheitsfunktionen sowie gegebenenfalls Last‑ und Kurzschlussprüfungen entsprechend den speziellen Vorgaben. Nach Abschluss wird ein Prüfbericht erstellt und die Anlage freigegeben.
Einheit: Stück (je Anlage/Termin)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): betrsichv § 14 sowie DGUV Vorschrift 3; besondere Fristen und Prüfanforderungen richten sich nach der jeweiligen Anlagengattung (z. B. DIN VDE 0105‑100, DIN VDE 0101).
300.007 – Wiederholungsprüfung Elektrik (DGUV V3)
Beschreibung: Wiederkehrende Prüfung der elektrischen Ausrüstung und Betriebsmittel nach DGUV V3 und der einschlägigen Normen (z. B. DIN EN 60204‑1/-32). Umfasst Sichtprüfung, Messungen (Isolationswiderstände, Schleifenimpedanzen, RCD‑Auslösezeit/Auslösestrom, Schutzleiterdurchgängigkeit) sowie Funktionsprüfung der Schutz‑ und Abschalteinrichtungen; Erstellung eines Prüfprotokolls und Vorschlag zur Prüffrist.
Einheit: Stück (je Anlage/Termin)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): DGUV V3 – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel (Wiederholungsprüfungen; Fristenfestlegung), Normbezug DIN EN 60204‑1/-32.
300.008 – Jährliche Prüfung elektrischer Arbeitsmittel und Betriebsmittel
Beschreibung: Sicht‑ und Funktionsprüfung ortsveränderlicher elektrischer Arbeitsmittel (z. B. Verlängerungsleitungen, Handwerkzeuge, Baustromverteiler) sowie ortsfester Betriebsmittel (z. B. Maschinenanschlüsse) auf äußere Schäden, korrekte Kennzeichnung, Schutzleiterwiderstand und sichere Funktion. Ermittlung der Ablegereife, Nachkennzeichnung fehlender Angaben und Erstellung eines Prüfprotokolls.
Einheit: Stück (je definiertem Los/Bestand)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): DGUV Regel 100‑500 und DGUV Information 203‑070 (Prüfung von elektrischen Geräten).
400.001 – Wartung und Inspektion der elektrischen Niederspannungsanlage
Beschreibung: Regelmäßige vorbeugende Wartung und Inspektion einer elektrischen Niederspannungsanlage nach Herstellervorgaben und Gefährdungsbeurteilung. Der Service umfasst eine umfassende Durchsicht der Anlage: Alle Schaltanlagen und Verteilungen (z. B. NSHV, UV, Steuerverteilungen), Schalt- und Schutzgeräte (z. B. Leitungsschutzschalter, RCD, Motorschutz, Leistungsschalter), Klemmen, Kabel- und Leitungsanlagen sowie Erdungs- und Potentialausgleichsverbindungen werden auf festen Sitz, Erwärmungsspuren, Verschmutzung, Korrosion und mechanische Beschädigungen geprüft, gereinigt und bei Bedarf nachgezogen bzw. Nachjustiert. Kennzeichnungen, Beschriftungen und Warnhinweise werden kontrolliert und ergänzt. Zusätzlich erfolgt eine Funktionsprüfung wesentlicher Sicherheits- und Meldefunktionen (z. B. Not-Aus-Kreise, Verriegelungen, Türkontaktschalter, Meldungen, Überwachungs-/Fernwirktechnik), um sicherzustellen, dass die Anlage ordnungsgemäß reagiert. Kleinere Auffälligkeiten (z. B. Lose Klemmstellen, schwergängige Schaltmechanismen) werden im Rahmen des Einsatzes behoben, soweit ohne größeren Aufwand möglich. Abschließend wird ein Wartungsprotokoll erstellt, in dem durchgeführte Arbeiten, festgestellte Mängel und empfohlene Maßnahmen dokumentiert werden. Die vorbeugende Wartung erhöht die Betriebssicherheit und minimiert ungeplante Stillstände.
Einheit: Pauschale (pro Wartungseinsatz)
Menge: 1
Hinweise: Empfohlene Intervalle: in der Regel jährlich in Kombination mit der wiederkehrenden elektrischen Prüfung (z. B. DGUV-V3-Prüfung, Pos. 300.001/310.001) oder häufiger gemäß Herstellervorgaben und Nutzungsgrad (z. B. Halbjährlich bei hoher Beanspruchung oder kritischen Anlagen). Die Wartung wird geplant und mit dem Betreiber abgestimmt, um Produktions- oder Betriebsabläufe möglichst wenig zu beeinflussen. Durchführung ausschließlich durch Elektrofachkräfte gemäß DIN VDE 0105-100; es werden nur geeignete, vom Hersteller freigegebene Ersatz- und Verschleißteile eingesetzt. Die Position umfasst keine umfangreichen Reparaturen und keinen Austausch größerer Komponenten – festgestellte Defekte, die über Einstell- und Kleinreparaturen hinausgehen, werden dem Betreiber gemeldet (separate Beauftragung zur Instandsetzung, z. B. Pos. 500.002). Eine Kombination mit der jährlichen DGUV-V3-Prüfung ist möglich, um Stillstandzeiten zu reduzieren.
400.002 – Ölwechsel an Getrieben elektrischer Antriebe
Beschreibung: Wechsel des Getriebeöls in einem elektrischen Antriebsgetriebe (z. B. Getriebemotor einer Förderanlage, eines Hubwerks oder eines Torantriebs) gemäß Wartungs- und Herstellervorschrift. Ablassen des Altöls, fachgerechte Sammlung und Übergabe zur Entsorgung als ölhaltiger Betriebsstoff sowie Befüllung mit neuem, vom Hersteller freigegebenem Getriebeöl in der vorgeschriebenen Viskosität und Menge. Im Zuge des Ölwechsels werden der Allgemeinzustand des Getriebes (z. B. Zustand von Ölpeilstab/Magnet, Sichtkontrolle auf Späne/Verunreinigungen, Dichtungen, Entlüftung) überprüft und auffällige Undichtigkeiten oder Geräusche dokumentiert. Sicherstellung der korrekten Ölmenge und -qualität zur Gewährleistung eines langlebigen und sicheren Antriebsbetriebs.
Description: Replacement of gearbox oil in an electric drive gearbox (e.g. Gear motor of a conveyor, hoist or door drive) in accordance with maintenance and manufacturer instructions. Draining the used oil, properly collecting it and handing it over for disposal as oil-containing operating material, followed by filling with new gearbox oil approved by the manufacturer in the specified viscosity and quantity. During the oil change, the general condition of the gearbox (e.g. Condition of dipstick/magnet, visual inspection for particles/contamination, seals, breather) is checked and any noticeable leaks or abnormal noises are documented. Correct oil quantity and quality are ensured to guarantee long-term and safe operation of the drive.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Diese Leistung ist optional und wird durchgeführt, wenn sie in den Wartungsunterlagen des Herstellers oder aufgrund einer Öl-/Zustandsanalyse vorgesehen ist (typischer Wechselzyklus z. B. Alle 5 Jahre oder nach einer bestimmten Betriebsstundenzahl bzw. Schalthäufigkeit). Sie kann im Zuge einer regulären Wartung (Pos. 400.001) mit ausgeführt werden, sofern die Ölwechselintervalle mit den Wartungsintervallen zusammenfallen. Der Betreiber stellt sicher, dass der betreffende Antrieb während des Ölwechsels spannungsfrei geschaltet, gegen Wiedereinschalten gesichert und mechanisch stillgesetzt ist (LOTO-Verfahren nach DIN VDE 0105-100). Nach dem Ölwechsel ist ein kurzer Probelauf des Antriebs empfehlenswert, um Dichtheit und Funktion zu prüfen; Auffälligkeiten werden protokollier
400.003 – Gefährdungsbeurteilung elektrische Anlage (Erst-GBU)
Beschreibung: Systematische Ermittlung und Bewertung aller Gefährdungen aus Planung, Errichtung und Betrieb der konkreten elektrischen Anlage (z. B. Niederspannungsanlage, Verteilungen, elektrische Verbraucher, Notstrom-/USV-Anlagen) einschließlich Arbeitsumgebung, Betriebsarten (Normal-, Not-, Wartungsbetrieb) und Schnittstellen zu anderen Systemen. Auf Basis der Analyse werden geeignete technische, organisatorische und personenbezogene Schutzmaßnahmen (z. B. Schutzmaßnahmen nach DIN VDE, Zugangsregelungen, Freischaltverfahren, Unterweisungen) abgeleitet sowie Prüf- und Wartungsfristen festgelegt.
Einheit: Stück (je elektrische Anlage/Anlagensystem)
Menge (Ansatz): 1
Bezug Betreiberpflicht(en): betrsichv § 3 (Gefährdungsbeurteilung vor Verwendung und laufende Fortschreibung), arbschg §§ 5–6, TRBS 1111 (Konkretisierung und Dokumentationspflicht) sowie TRBS 2131/1201 für elektrische Gefährdungen und Prüfungen.
Nachweis/Dokumentation: GBU-Dokument inkl. Anlagengrenzen und Tätigkeiten, Maßnahmenplan, Prüffristenmatrix, Anlagen-/Betriebsmittelkatalog.
Qualifikation: Fachkundig, in der Regel Elektrofachkraft bzw. Fachkraft für Arbeitssicherheit mit nachgewiesener elektrotechnischer Expertise.
Mitwirkung AG: Bereitstellung von Herstellerunterlagen, Bestandsplänen, früheren Prüfberichten und Betriebsdaten (z. B. Lastprofile, Betriebszeiten, Umgebungsbedingungen) sowie Informationen zu organisatorischen Abläufen.
Abgrenzung: Konkrete messtechnische Prüfungen (z. B. Nach DIN VDE 0100-600/DIN VDE 0105-100), Netzqualitätsmessungen und statische Berechnungen werden in separaten Positionen beauftragt.
400.004 – Fortschreibung Gefährdungsbeurteilung elektrische Anlage (anlass-/jährlich)
Beschreibung: Regelmäßige bzw. Anlassbezogene Fortschreibung der Gefährdungsbeurteilung elektrischer Anlagen, z. B. Nach Änderungen der Anlage (Erweiterung, Umbau), Betriebsweisen, relevanten Ereignissen (Beinaheunfälle, Störungen) oder in festgelegten Abständen (z. B. Jährlich). Überprüfung der Wirksamkeit bestehender Schutzmaßnahmen, Anpassung der Maßnahmen und Prüffristen sowie Aktualisierung der Dokumentation.
Einheit: Stück (je elektrische Anlage)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): betrsichv § 3 Abs. 3 (Anpassung der Gefährdungsbeurteilung bei Änderungen) sowie TRBS 1111 (Anlässe, Überprüfung und Fortschreibung, Dokumentation).
400.005 – Prüfung nach prüfpflichtiger Änderung/Modernisierung elektrischer Anlagen
Beschreibung: Prüfung einer elektrischen Anlage nach prüfpflichtiger Änderung oder Modernisierung analog der Prüfung vor Erstinbetriebnahme. Je nach Umfang der Änderung umfasst die Leistung Planung der Prüfinhalte, Sichtprüfung, Funktionsprüfung und messtechnische Prüfung der betroffenen Anlagenteile (z. B. Nach DIN VDE 0100-600 und DIN VDE 0105-100), Dokumentation der Ergebnisse und formale Freigabe zur Wiederinbetriebnahme.
Einheit: Stück
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): betrsichv § 14 (Prüfung vor Wiederinbetriebnahme nach Änderungen) i. V. M. DGUV Vorschrift 3 sowie TRBS 1201 (Prüfungen und Kontrollen).
400.006– Planmäßige Wartung & Inspektion elektrischer Anlagen (nach Hersteller/GBU)
Beschreibung: Präventive, planmäßige Wartung elektrischer Anlagen gemäß Herstellervorgaben und Gefährdungsbeurteilung, inkl. Abgleich mit dem Wartungs-/Schmierplan (z. B. Für elektrische Antriebe), Durchführung notwendiger Justagen (z. B. Ansprechwerte von Schutzgeräten, Verriegelungen), Funktionsprüfung von Schutz- und Sicherheitseinrichtungen sowie Erstellung einer Mängelliste und eines Wartungsprotokolls.
Einheit: Pauschale je Wartungseinsatz (je Anlage)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): Instandhaltungspflichten aus Gefährdungsbeurteilung und Betrieb nach betrsichv § 3; Organisation und Durchführung der Instandhaltung gemäß TRBS 1112.
400.007 – Öl-/Getriebeservice an elektrischen Antrieben (falls fällig)
Beschreibung: Durchführung eines Öl-/Getriebeservice an elektrischen Antrieben (z. B. Getriebemotoren von Förder-, Hebe- oder Toranlagen) gemäß Herstellervorgaben. Beinhaltet Ölwechsel bzw. Nachfüllen, Sichtprüfung von Dichtungen und Gehäuse, Dichtheits- und Funktionskontrolle sowie Dokumentation des Serviceumfangs.
Einheit: Stück (je Getriebe)
Menge: n. B.
Bezug Betreiberpflicht(en): Erhalt eines sicheren Betriebszustands gemäß betrsichv und Gefährdungsbeurteilung; Umsetzung der vom Hersteller vorgegebenen Pflege- und Wartungspläne.
400.008 – Intervall-Inspektion zwischen Jahresprüfungen elektrischer Anlagen (z. B. Halbjährlich)
Beschreibung: Ergänzende Zustandsinspektion elektrischer Anlagen in den Zwischenintervallen zur jährlichen Hauptprüfung. Fokus auf kritische Komponenten wie Schaltanlagen, Sammelschienen, End- und Positionsschalter, Energiezuführungssysteme, Steckdosenkreise, Schutz- und Meldeeinrichtungen. Ziel ist die frühzeitige Erkennung von Mängeln (z. B. Erwärmungen, lose Verbindungen, Beschädigungen, fehlende Kennzeichnungen) und die Ableitung notwendiger Maßnahmen; die Ergebnisse werden in einem Kurzbericht festgehalten.
Einheit: Stück (je Anlage/Termin)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): Prüffristen risikobasiert festlegen und überprüfen nach TRBS 1201; Ergebnisse sind im Prüfbuch bzw. Anlagenkataster zu dokumentieren.
500.001 – Störungsbeseitigung / Notfalleinsatz Elektrische Anlage
Beschreibung: Sofortiger Serviceeinsatz zur Beseitigung einer akuten Störung oder eines Ausfalls einer elektrischen Anlage bzw. Eines elektrischen Betriebsmittels (z. B. Niederspannungsverteilung, Maschinenzuleitung, USV-/Notstromanlage, Ladeinfrastruktur). Eine Elektrofachkraft fährt schnellstmöglich zum Einsatzort, führt eine strukturierte Fehlerdiagnose (Sichtprüfung, Messungen, Auslesen von Störmeldungen/Fehlercodes an Schutz- und Steuergeräten, SPS/Leitsystem) durch und stellt – soweit möglich – die Betriebsbereitschaft der Anlage wieder her. Typische Tätigkeiten: Lokalisieren von Isolations- oder Kurzschlussfehlern, Überprüfung von Schalt- und Schutzgeräten, Behebung loser oder beschädigter Klemmstellen, Austausch kleinerer defekter Komponenten, Rücksetzen/Parametrieren von Schutz- und Steuergeräten sowie Einrichtung eines sicheren Notbetriebs oder Sicherstillstands. Ziel des Notfalleinsatzes ist es, Stillstandszeiten zu minimieren und einen sicheren Anlagenzustand schnell wiederherzustellen.
Einheit: Pauschale (pro Einsatz)
Menge: 1
Hinweise: Die Pauschale umfasst die Bereitstellung einer Elektrofachkraft im Notfall, inkl. Einsatzbereitschaft außerhalb üblicher Arbeitszeiten (24/7-Notdienst nach Vereinbarung). Anfahrt innerhalb der definierten Region und eine begrenzte Einsatzdauer vor Ort (z. B. Bis zu 2 Stunden) sind enthalten; weiterer Aufwand wird über Pos. 500.002 abgerechnet. Der Auftragnehmer hält eine Rufbereitschaft und ein geeignetes Mess- und Serviceequipment vor, um kurze Reaktionszeiten zu gewährleisten. Ersatzteile werden nach Möglichkeit aus einem Standardlager bereitgestellt; nicht verfügbare Teile werden kurzfristig beschafft. Kann die Störung nicht abschließend behoben werden, wird die Anlage in einen sicheren Zustand (Sicherstillstand) versetzt, gegen Wiedereinschalten gesichert und eine Folgereparatur geplant. Arbeiten erfolgen gemäß DIN VDE 0105-100 (Arbeiten an und in der Nähe elektrischer Anlagen) und DGUV Vorschrift 3.
500.002 – Reparatur- Und Instandsetzungsarbeiten Elektrotechnik
Beschreibung: Durchführung von Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln auf Regie-Basis. Die Elektrofachkraft behebt festgestellte Mängel oder Defekte fachgerecht; hierzu zählen u. A. Der Austausch oder die Instandsetzung von Schalt- und Schutzgeräten (z. B. LS-Schalter, RCD, Leistungsschalter, Schütze, Motorschutz), Steuerungs- und Automatisierungskomponenten (z. B. SPS-Module, Frequenzumrichter, Netzteile), Kabel- und Leitungsanlagen (z. B. Beseitigung von Kabelbrüchen, Neuverdrahtung), Klemmen und Anschlusskästen sowie Fehlerbehebung an Steuerstromkreisen, Feldbussystemen und Visualisierungen. Auch der Tausch kompletter Baugruppen (z. B. Kompletter Verteilerfelder, Antriebseinheiten) ist eingeschlossen. Nach Abschluss der Arbeiten erfolgt eine Funktions- und Sicherheitsprüfung (z. B. Messungen nach DIN VDE 0100-600/DIN VDE 0105-100, DGUV V3), bevor die Anlage dem Betrieb übergeben wird.
Einheit: Stunde
Menge: 8
Hinweise: Der Stundenverrechnungssatz umfasst die Arbeitszeit einer qualifizierten Elektrofachkraft vor Ort. Fahrtkosten, etwaige Zuschläge für Überstunden/Nacht- und Wochenendarbeit sowie benötigte Ersatzteile oder Verbrauchsmaterialien sind nicht enthalten und werden separat nachvertraglich abgerechnet (z. B. Über Position Ersatzteilversorgung). Der tatsächliche Aufwand richtet sich nach Schadensbild und Komplexität – auf Wunsch wird vor umfangreicheren Reparaturen ein Kostenvoranschlag erstellt. Während der Instandsetzung sind die betreffenden Anlagenteile spannungsfrei zu schalten und gegen Wiedereinschalten zu sichern; bei sicherheitsrelevanten Komponenten kann nach Abschluss der Arbeiten eine außerordentliche Prüfung gemäß betrsichv § 14 und DGUV V3 erforderlich sein. Die durchgeführten Arbeiten werden in einem Reparaturbericht dokumentiert; relevante Prüfungen werden im Prüfbuch/Anlagenkataster nachgeführt.
500.003 – Störungsbeseitigung / Notfalleinsatz Inkl. Erstdiagnose
Beschreibung: Soforteinsatz einer Elektrofachkraft bei Störungen an elektrischen Anlagen, Durchführung einer Erstdiagnose (Sichtprüfung, Messungen, Auslesen von Meldungen), erste Fehlerbehebung soweit möglich sowie Übergabe der Anlage entweder im sicheren Notbetrieb oder im gesicherten Stillstand. Erstellung eines kurzen Einsatzberichts mit Empfehlung für weitere Maßnahmen.
Einheit: Pauschale pro Einsatz (inkl. X h vor Ort)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): Sicherer Betrieb bzw. Stillsetzung bei Mängeln gemäß betrsichv § 4 und § 14, DGUV Vorschrift 3 und DIN VDE 0105-100 (Mängel unverzüglich beheben oder Anlage außer Betrieb setzen).
500.004 – Instandsetzung Auf Regie (Elektro/Steuerung)
Beschreibung: Austausch oder Justage defekter elektrotechnischer Komponenten (z. B. Schalt- und Schutzgeräte, Klemmen, Leitungen, Steuerungs- und Antriebskomponenten), Wiederinbetriebnahme der betroffenen Anlagenteile einschließlich Funktions- und Sicherheitsprüfung; Erstellung eines Reparaturberichts und Eintrag der relevanten Maßnahmen/Prüfergebnisse im Prüfbuch.
Einheit: Stunde (Techniker)
Menge: n. B.
Bezug Betreiberpflicht(en): Wiederherstellung eines sicheren Zustands gemäß Gefährdungsbeurteilung und Prüfbericht nach betrsichv § 3 und § 14 sowie DGUV Vorschrift 3 (Instandhaltung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel).
600.001 – Nachrüstung Eines Frequenzumrichters
Beschreibung: Nachträglicher Einbau eines Frequenzumrichters zur drehzahlvariablen Steuerung eines Drehstromantriebs (z. B. Lüfter-, Pumpen-, Förder- oder Hubantrieb) in einer bestehenden elektrischen Anlage. Leistung umfasst die Auswahl und Lieferung eines geeigneten Frequenzumrichters, die mechanische Montage (z. B. Im Schaltschrank nach DIN EN 61439), die Leistungs- und Steuerverdrahtung, Einbindung in die vorhandene Steuerung (z. B. Digitale/analoge Signale, Feldbus) sowie Parametrierung der Antriebsdaten und Fahrprofile (Hochlauf-/Bremsrampen, Grenzdrehzahlen, Drehmomentbegrenzungen). Anschließend erfolgen Funktions- und Sicherheitsprüfungen (u. A. Drehrichtung, Not-Aus-Kette, STO falls vorhanden) sowie die Optimierung des Betriebsverhaltens.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Voraussetzung sind ausreichender Platz und zulässige Verlustleistung im Schaltschrank sowie die Eignung des Motors für Umrichterbetrieb (Isolationsklasse, Temperaturklasse, ggf. Motortausch oder Filter/du/dt-Drossel erforderlich). Schutz- und Schaltorgane (Leitungsschutz, Motorschutz, RCD) werden auf Kompatibilität mit dem Umrichterbetrieb überprüft und bei Bedarf angepasst. Netzrückwirkungen (Oberschwingungen, EMV) werden berücksichtigt; es werden nur normgerechte, EMV-geprüfte Geräte gemäß DIN EN 61800-3 eingesetzt. Die Umrüstung erfolgt nach DIN EN 60204-1 (Sicherheit von Maschinen – Elektrische Ausrüstung) bzw. Relevanten Spezialnormen; die Anlagendokumentation (Schaltplan, Beschriftung, Betriebsanleitung) wird aktualisiert und eine ggf. Erforderliche Wiederholungsprüfung nach DIN VDE 0100-600/DIN VDE 0105-100 durchgeführt.
600.002 – Nachrüstung Einer Funkfernsteuerung
Beschreibung: Ausrüstung einer elektrischen Maschine oder Anlage (z. B. Kran-, Tor-, Förder- oder Hubanlage) mit einer Funkfernsteuerung zur kabellosen Bedienung. Leistung umfasst die Lieferung und Montage des Funkempfängers inkl. Anschluss an die vorhandene Steuerung, Integration in die Sicherheitskette (z. B. Not-Aus, Zustimmtaster), Bereitstellung und Inbetriebnahme der Handsender sowie Anpassung der vorhandenen Befehlsgeräte (Kabelsteuerung/Bedienpult) zur wahlweisen Funk- oder Kabelbedienung. Nach Einbau werden Reichweite, Störsicherheit und die korrekte Ausführung aller Befehle und Sicherheitsfunktionen getestet und protokolliert.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Das Funksteuerungssystem erfüllt die einschlägigen Funk- und Sicherheitsnormen (z. B. ETSI EN 300 220/301 489, Funkanlagenrichtlinie, CE-Kennzeichnung, DIN EN 60204-1, ggf. DIN EN ISO 13849-1 für sicherheitsbezogene Steuerfunktionen). Vor der Nachrüstung ist zu prüfen, ob vor Ort Frequenzkonflikte oder besondere EMV-Anforderungen bestehen. Bediener sind in der sicheren Handhabung der Funksteuerung zu unterweisen (siehe Pos. 800.001); Batterien/Akkus und Ladegerät für die Handsender sind vorzusehen. Sender sollen mindestens Schutzart IP65 oder höher aufweisen, um den Einsatz in industrieller Umgebung zu gewährleisten. Nach der Umrüstung sind Betriebsanleitung, Schaltpläne und Gefährdungsbeurteilung zu aktualisieren; bei sicherheitsrelevanten Änderungen ist ggf. Eine ergänzende Prüfung bzw. Abnahme erforderlich.
600.003 – Nachrüstung Weiterer Komponenten / Modernisierung
Beschreibung: Modernisierungsmaßnahmen zur Aufrüstung bestehender elektrischer Anlagen mit zusätzlichen Komponenten, Sicherheits- oder Funktionsupgrades. Die Position kann u. A. Folgende Leistungen umfassen: Nachrüstung von zusätzlichen Endschaltern und Positionsüberwachungen, Installation von Sicherheitsfunktionen wie „Safe Torque Off“ (STO) an Antrieben, Ergänzung von Not-Aus-Kreisen oder Schutztürüberwachungen, Einbau von Energiemessgeräten und digitalen Last-/Betriebsstundenzählern, Nachrüstung von Fehlerstrom-Überwachungsgeräten, Überspannungsschutz oder Zustandsüberwachung (z. B. Thermografie-Sensorik). Ebenfalls möglich ist der Austausch veralteter Schalt- und Steuerungskomponenten durch moderne, normkonforme Geräte (z. B. Austausch kompletter Verteilungsschienen oder Steuerungen). Die jeweiligen Komponenten werden geliefert, fachgerecht eingebaut, elektrisch eingebunden, parametriert und in Betrieb genommen.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Diese Position dient als Sammelposition für verschiedene Nachrüst- und Modernisierungsleistungen; Art und Umfang der nachzurüstenden Komponenten sind bei Beauftragung konkret zu spezifizieren (z. B. Stückliste, Funktionsbeschreibung). Alle Nachrüstungen erfolgen herstellerneutral auf Basis kompatibler, normgerechter Komponenten. Vor Ausführung ist zu prüfen, ob die Modernisierung als wesentliche Änderung im Sinne der betrsichv gilt und damit eine erneute Prüfung/Abnahme (z. B. Nach DIN VDE 0100-600, DIN VDE 0105-100, DGUV V3) sowie eine Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung erforderlich macht. Nach Abschluss der Arbeiten werden Funktions- und Sicherheitsprüfungen durchgeführt; Schaltpläne, Stücklisten, Betriebsanleitungen und Prüfbücher werden entsprechend aktualisiert.
600.004 – Nachrüstung Energiemessung / Last- Und Verbrauchserfassung
Beschreibung: Einbau von Energiemessgeräten (z. B. MID-konforme Energiezähler, Multifunktionsmessgeräte) in bestehenden Verteilungen zur Erfassung von Energieverbrauch, Strömen, Spannungen und Leistungsfaktoren einzelner Abgänge oder Anlagen. Inkl. Verdrahtung der Messwandler, Parametrierung der Messgeräte sowie optionaler Anbindung an ein Gebäude-/Energiemanagementsystem (z. B. Über Modbus, bacnet, Ethernet).
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Ausführung gemäß DIN EN 62053/DIN EN 61557 und DIN EN 61439; Kurzschlussfestigkeit und thermische Belastbarkeit der Schaltanlage sind zu berücksichtigen. Die Installation kann als Grundlage für Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 dienen. Dokumentation (Zählpunktliste, Messkonzept, Kommunikationsadressen) wird aktualisiert.
600.005 – Nachrüstung Usv-/Notstrom-Anbindung Für Kritische Lasten
Beschreibung: Nachrüstung oder Erweiterung einer USV- oder Notstromumschaltung zur Absicherung kritischer elektrischer Verbraucher (z. B. IT-Infrastruktur, sicherheitsrelevante Steuerungen, Beleuchtung). Umfasst Planung des Versorgungs- und Umschaltkonzepts, Lieferung und Einbau der Umschalteinrichtung (z. B. Netz/USV/NEA-Umschalter), Anpassung der Verteilung, Anschluss der USV-Anlage bzw. Des Notstromaggregats sowie Funktionsprüfung der Umschaltung unter Last.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Ausführung nach DIN VDE 0100-551, DIN VDE 0100-560 und Herstellervorgaben der USV/NEA; Selektivität und Kurzschlussfestigkeit der Schutzorgane sind zu prüfen. Betriebs- und Wartungskonzepte (z. B. Regelmäßige Probeläufe der USV/NEA) sind in der Gefährdungsbeurteilung und im Betriebshandbuch zu ergänzen; entsprechende Einträge im Prüfbuch sind vorzusehen.
700.001 – Ersatzteilrecherche, -Beschaffung Und -Logistik
Beschreibung: Bereitstellung von Ersatzteilen für elektrische Anlagen und Betriebsmittel nach Bedarf. Der Auftragnehmer identifiziert das erforderliche Ersatzteil anhand der Fehlerbeschreibung, Typenschilder, Fotos oder einer vorangegangenen Inspektion (z. B. Leitungsschutzschalter, Leistungsschalter, Schütz, Frequenzumrichter, Sensor, Klemmen, Kabelsatz) – herstellerneutral und auch für unterschiedliche Fabrikate. Anschließend erfolgt die Beschaffung über Lagerbestände, Hersteller oder Fachhandel, inkl. Bestellabwicklung und Wareneingangskontrolle. Das Ersatzteil wird standardmäßig verpackt, gekennzeichnet und per Regellieferung an den Kunden versandt oder zur Abholung bereitgestellt; auf Wunsch erfolgt eine Zuordnung zur Anlagen-/Teilekennzeichnung (z. B. Laut Schaltplan).
Einheit: Stück (je Teilvorgang)
Menge: n. B.
Hinweise: Diese Position umfasst ausschließlich den Service für Recherche, Beschaffung, Lagerhandling und Bereitstellung; die Materialkosten der Ersatzteile werden separat ausgewiesen oder nach Nachweis abgerechnet. Es werden bevorzugt Originalteile oder vom Hersteller freigegebene gleichwertige Teile eingesetzt, um Funktions- und Gewährleistungssicherheit zu gewährleisten. Gängige Verschleiß- und Ersatzteile (z. B. Standard-Schutzgeräte, Klemmen, Sicherungen) werden nach Möglichkeit vorrätig gehalten, seltene Komponenten werden kurzfristig beschafft. Standardversand (Paketdienst/Spedition) ist enthalten; Express- bzw. Kurierlieferungen werden über Pos. 700.002 abgedeckt.
Bezug Betreiberpflicht(en): Sicherstellung der Instandhaltbarkeit und Verfügbarkeit sicherheitsrelevanter Teile gemäß Gefährdungsbeurteilung und betrsichv (Dokumentation in Prüfbuch/Anlagenakte).
700.002 – Express- Und Kurierlieferung Für Ersatzteile
Beschreibung: Zusätzliche Serviceleistung für besonders eilige Ersatzteillieferungen zur Minimierung von Stillstandszeiten kritischer elektrischer Anlagen. Bei dringendem Bedarf wird eine beschleunigte Lieferung organisiert (z. B. Direktkurier, Nacht-Express, Same-Day- oder On-Board-Kurier). Die Zustellung erfolgt – je nach Verfügbarkeit und Entfernung – innerhalb weniger Stunden oder über Nacht; Versandstatus und voraussichtliche Ankunftszeit werden dem Kunden mitgeteilt.
Einheit: Pauschale (pro Lieferung)
Menge: 2
Hinweise: Diese Position ist optional und wird nur berechnet, wenn vom Betreiber ausdrücklich eine Express- oder Kurierlieferung angefordert wird oder die Dringlichkeit der Störungsbeseitigung dies erfordert. Sie wird zusätzlich zur Ersatzteilbeschaffung nach Pos. 700.001 angesetzt, da Sondertransportkosten (Kurier, Expressdienst, ggf. Flugtransport) anfallen. Das konkrete Transportmittel (Overnight-Express, Direktkurier etc.) Und die voraussichtlichen Kosten werden vor Beauftragung mit dem Kunden abgestimmt.
700.003 – Ersatzteil- Und Obsolezenzmanagement (Jahresleistung)
Beschreibung: Aufbau und laufende Pflege eines strukturierten Ersatzteil- und Obsoleszenzmanagements für elektrische Anlagen. Umfasst die Erstellung und Aktualisierung einer Ersatzteilliste/Spare-Part-Matrix je Anlage (inkl. Kritische Komponenten, Normteile, empfohlene Mindestbestände), Bewertung von Lieferzeiten und Ausfallrisiken, Definition von Mindestlagerbeständen, sowie Überwachung von Abkündigungen/Produktänderungen seitens der Hersteller (Obsoleszenzmonitoring) und Vorschlag geeigneter Alternativprodukte oder Umrüstkonzepte. Regelmäßiges Reporting an den Betreiber (z. B. Jährlich) mit Maßnahmenempfehlungen.
Einheit: Jahrespauschale (Standort)
Menge: 1
Hinweise: Die Leistung wird auf Basis der vorhandenen Anlagendokumentation (Stücklisten, Schaltpläne, Herstellerdaten) erbracht und kann mit einem digitalen Anlagen-/Ersatzteilkataster (z. B. CAFM/ERP) gekoppelt werden. Anpassungen an geänderte Betriebsbedingungen (z. B. Neue Produktionslinien, geänderte Kritikalität) werden im Rahmen der jährlichen Überprüfung berücksichtigt. Das Ersatzteilkonzept unterstützt die Umsetzung der aus der Gefährdungsbeurteilung resultierenden Instandhaltungsstrategie und reduziert ungeplante Stillstände durch fehlende Teile.
800.001 – Schulung Und Einweisung Des Bedienpersonals
Beschreibung: Durchführung einer Schulung und Einweisung für das Bedienpersonal elektrischer Anlagen und Maschinen (z. B. Schaltanlagen, Maschinenbedienpulte, Ladeinfrastruktur, USV-/Notstromanlagen). Die Schulung vermittelt die notwendigen theoretischen und praktischen Kenntnisse, um elektrische Anlagen sicher und bestimmungsgemäß zu bedienen. Theorieteil: Grundlagen der elektrischen Gefährdungen, rechtliche Grundlagen und Sicherheitsvorschriften (arbschg, betrsichv, DGUV Vorschriften, DIN VDE 0105-100 – Fünf Sicherheitsregeln), Pflichten der Bedienpersonen, Erläuterung von Warnhinweisen, Kennzeichnungen und Bedienungsanleitungen der konkreten Anlage. Praktischer Teil: Einweisung an der Anlage vor Ort – Durchführung der Sicht- und Funktionskontrollen vor Betriebsbeginn (z. B. Kontrolle von Anzeigen, Störmeldungen, Not-Halt, Verriegelungen), sicheres Bedienen der Steuerung (Taster, Schalter, Touchpanel, ggf. Fernbedienung), korrektes Verhalten bei Störungen (Meldung, sicheres Abschalten, keine eigenmächtigen Eingriffe in die Elektrik) sowie Übungen zu Notfall- und Abschaltmaßnahmen. Nach Abschluss sollen die Bediener die Anlage sicher und normgerecht bedienen können.
Einheit: Pauschale (pro Schulung/Termin)
Menge: 1
Hinweise: Die Schulung richtet sich an Bedienpersonen ohne oder mit geringer Erfahrung sowie als Auffrischung für erfahrene Mitarbeiter. Der Arbeitgeber darf nur unterwiesene und geeignete Personen an elektrischen Anlagen tätig werden lassen; regelmäßige Unterweisungen (mindestens jährlich) sind nach arbschg § 12 und DGUV Vorschrift 1 vorgeschrieben. Die Position umfasst eine Schulung für eine definierte Gruppe (z. B. Bis 8–10 Teilnehmer, genaue Zahl nach Absprache). Jeder Teilnehmer erhält bei erfolgreicher Teilnahme eine Teilnahmebestätigung bzw. Einen Unterweisungsnachweis. Der Betreiber stellt für den Praxisteil geeignete Anlagenbereiche bereit und sorgt für einen sicheren Schulungsrahmen. Schulungsunterlagen und ggf. Audiovisuelle Medien werden vom Auftragnehmer gestellt; Inhalte und Dauer (typisch 1 Tag) können an Vorkenntnisse und Anlagentyp angepasst werden.
800.002 – Schulung Und Einweisung Des Instandhaltungspersonals
Beschreibung: Spezielle Schulung für betriebseigene Elektrofachkräfte und elektrotechnisch unterwiesene Personen (EUP) mit Fokus auf die Instandhaltung elektrischer Anlagen. Vermittelt werden vertiefte Kenntnisse, um regelmäßige Wartungen, Fehlersuche und kleinere Instandsetzungen sicher und normgerecht durchzuführen. Inhalte (theoretisch und praktisch): Aufbau und Funktionsweise der vorhandenen Schaltanlagen und Steuerungen, Arbeiten an elektrischen Anlagen nach DIN VDE 0105-100 (Fünf Sicherheitsregeln, Freischalten und Sicherung gegen Wiedereinschalten, Prüfungen der Spannungsfreiheit), typische Wartungsarbeiten (z. B. Sichtkontrollen, Nachziehen von Klemmen, Funktionsprüfungen von Schutz- und Abschaltgeräten), Erkennen von Gefährdungen und Verschleiß, systematische Fehlersuche (Messmethoden, Auswertung von Fehlercodes/Diagnosesystemen) sowie sicherer Austausch von Standardkomponenten (z. B. Schutzgeräte, Sicherungen, Klemmleisten, Sensoren, kleinere Antriebseinheiten). Zudem werden Grenzen der Eigeninstandhaltung und die Notwendigkeit der Hinzuziehung externer Sachkundiger oder Sachverständiger erläutert.
Einheit: Pauschale (pro Schulung/Termin)
Menge: 1
Hinweise: Die Schulung wird auf die im Betrieb vorhandenen elektrischen Anlagen (z. B. NSHV, Unterverteilungen, Maschinensteuerungen, USV/Notstrom) und den Wissensstand der Teilnehmer abgestimmt. Sie eignet sich insbesondere für Personal, das regelmäßig Wartungsarbeiten (Pos. 400.001) durchführt oder bei Störungen Erstmaßnahmen ergreift. Die Weiterbildung erhöht die Anlagensicherheit und reduziert externe Serviceeinsätze. Die Teilnehmer erhalten Schulungsunterlagen, Checklisten (z. B. Für Wartungs- und Prüfaufgaben) und Hinweise zur Dokumentation in Prüfbuch/Anlagenakte. Eine Wiederholung in mehrjährigen Abständen oder bei wesentlichen Anlagenerneuerungen wird empfohlen.
800.003 – Betriebsanweisung Je Elektrische Anlage (Erstellung/Aktualisierung + Aushang)
Beschreibung: Erstellung oder Aktualisierung einer anlagenspezifischen Betriebsanweisung für elektrische Anlagen (z. B. Verteilungen, Maschinen, Ladeinfrastruktur, USV/Notstrom). Die Betriebsanweisung beschreibt in verständlicher Form Gefahren (elektrischer Schlag, Lichtbogen, Brandgefahr), erforderliche persönliche Schutzausrüstung (PSA), zulässige Tätigkeiten für Elektrofachkräfte/EUP/Nicht-Elektrofachkräfte, Verhaltensregeln bei Bedienung und Störungen, Meldewege, Maßnahmen bei Unfällen und Bränden sowie Not-Halt-/Abschaltmöglichkeiten. Ausgabe der Betriebsanweisung an die Beschäftigten und Aushang an geeigneter Stelle im Bereich der Anlage; Integration der Inhalte in die Unterweisungen nach arbschg.
Einheit: Stück (je elektrische Anlage)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): Unterweisungs- und Informationspflicht gemäß arbschg § 12, betrsichv §§ 3, 12; inhaltliche Leitlinien aus DGUV Vorschrift 1 und DGUV Information 203-001/203-070 für sicheres Arbeiten an elektrischen Anlagen.
800.004 – Jährliche Unterweisung Elektrofachkräfte & Eup (Mit Nachweis)
Beschreibung: Durchführung einer jährlichen Sicherheitsunterweisung für Elektrofachkräfte und elektrotechnisch unterwiesene Personen (EUP) mit Theorie- und kurzem Praxisteil. Inhalte u. A.: Wiederholung der Grundlagen zu elektrischen Gefährdungen, Fünf Sicherheitsregeln nach DIN VDE 0105-100, Erfahrungen aus Unfällen/Beinaheereignissen im Betrieb, richtige Anwendung von Arbeitsmitteln und PSA, organisatorische Abläufe (Arbeitsfreigabe, Schaltanweisungen, LOTO-Verfahren), Verhalten bei Störungen und Unfällen. Optionaler Praxisteil mit Beispielen vor Ort (z. B. Freischalten und Prüfen, Kontrolle von RCD-Prüftasten). Dokumentation über Teilnehmerliste und kurzen Wissenscheck/Test.
Einheit: Pauschale je Termin (bis X Teilnehmer)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): Unterweisungspflicht gemäß arbschg § 12 und betrsichv § 12; Erhalt der Fachkunde und Aktualisierung des Sicherheitswissens gemäß DGUV Vorschrift 1 und DGUV Vorschrift 3.
800.005 – Betriebsregel Schalthandlungen / Arbeiten An Elektrischen Anlagen Inkl. Einweisung
Beschreibung: Erarbeitung und Implementierung einer betrieblichen Regelung für Schalthandlungen und Arbeiten an elektrischen Anlagen (z. B. NSHV, Unterverteilungen, Maschinensteuerungen), inkl. Rollen- und Verantwortlichkeitsdefinition (Schaltberechtigte, Arbeitsverantwortliche), Ablauf von Arbeitsfreigabe, Schalt- und Rückschaltprozeduren, Kommunikations- und Freigaberegeln. Erstellung eines schriftlichen Betriebsablaufs (z. B. Schaltanweisung/Arbeitsablaufplan) und Einweisung der betroffenen Personen; bei Bedarf Ausarbeitung eines Handzeichen-/Kommunikationsplans für Teamarbeiten.
Einheit: Pauschale (je Schalt- bzw. Arbeitsszenario/Arbeitsbereich)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): betrsichv §§ 3, 4 und 10 (Organisation des sicheren Betriebs); DIN VDE 0105-100 (Organisation von Schalthandlungen und Arbeiten an elektrischen Anlagen); DGUV Vorschrift 3 und DGUV Regel 103-011 für den Betrieb elektrischer Anlagen.
800.006 – Tägliche/Regelmässige Sicht- & Funktionskontroll-Checklisten (Bereitstellung + Training)
Beschreibung: Erstellung und Bereitstellung standardisierter Checklisten für tägliche bzw. Regelmäßige Sicht- und Funktionskontrollen bestimmter elektrischer Anlagen (z. B. Maschinen, Schaltanlagen, Ladepunkte) durch Bedienpersonal und Instandhaltung. Inhalte der Checklisten u. A.: Kontrolle von sichtbaren Schäden, ungewöhnlichen Geräuschen/Gerüchen, freien Lüftungsöffnungen, korrektem Sitz von Abdeckungen/Türen, Prüfungen von Not-Halt, Meldeleuchten, Anzeigen. Kurze Schulung der Bediener zur Anwendung der Checklisten und zur ordnungsgemäßen Dokumentation (z. B. Im Prüfbuch oder digitalen System).
Description: Preparation and provision of standardised checklists for daily or regular visual and functional checks of certain electrical installations (e.g. Machines, switchgear, charging points) by operators and maintenance staff. Checklist items include: checking for visible damage, unusual noises/smells, unobstructed ventilation openings, correct fit of covers/doors, testing of emergency stop, indicator lights and displays. A short training session instructs operators how to use the checklists and document results correctly (e.g. In the inspection logbook or a digital system).
Einheit: Pauschale (Einrichtung je Anlage)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): DGUV Vorschrift 3 und DIN VDE 0105-100 (Pflicht zu Kontrollen und sicherem Betriebsverhalten), arbschg § 12 (Unterweisung und Information über Gefahren und Schutzmaßnahmen).
800.007 – Schulung Elektrofachkräfte/Eup (Grund-/Auffrischung)
Beschreibung: Kombinierte Grund- bzw. Auffrischungsschulung für Elektrofachkräfte und elektrotechnisch unterwiesene Personen mit Theorie- und Praxisteil (Rechtsgrundlagen, technische Grundlagen, Fünf Sicherheitsregeln, sichere Schalthandlungen, Arbeiten an/mit elektrischen Betriebsmitteln). Abschluss mit Befähigungs- bzw. Unterweisungsnachweis.
Einheit: Pauschale je Schulungstermin
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): Nachweis der Fachkunde und Unterweisung gemäß arbschg § 12, betrsichv § 12, DGUV Vorschrift 1 und DGUV Vorschrift 3.
900.001 – Ferndiagnose Und Telefonsupport
Beschreibung: Remote-Service zur Unterstützung bei technischen Fragen oder Störungen an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln (z. B. Schaltanlagen, Maschinensteuerungen, Ladeinfrastruktur, USV-/Notstromanlagen), ohne dass sofort ein Techniker vor Ort sein muss. Eine Elektrofachkraft unterstützt das Bedien- oder Instandhaltungspersonal per Telefon oder Videoanruf durch strukturierte Fragen und Anweisungen bei der Ferndiagnose: Auslesen von Fehlermeldungen an Anzeigen/Bedienpanels, Unterstützung bei einfachen Prüfungen (z. B. Sicherungs- und Schalterstellung, Statusanzeigen, RCD-Testtaste), Schritt-für-Schritt-Anleitungen für sichere Rücksetzungen von Steuerungen und Schutzgeräten sowie Eingrenzung des Fehlerortes. Bei vorhandenen Fernzugriffsmöglichkeiten (z. B. VPN-Verbindung auf Leitsystem/Steuerung) können Diagnosedaten online ausgelesen und bewertet werden. Ziel ist die schnelle Eingrenzung oder Behebung von Störungen zur Reduzierung von Ausfallzeiten.
Einheit: Stunde
Menge: 5
Hinweise: Support üblicherweise werktags während der Betriebszeiten, erweiterte Erreichbarkeit nach Vereinbarung; für akute Notfälle außerhalb dieser Zeiten steht der Notdienst (Pos. 500.001) zur Verfügung. Voraussetzung ist geschultes Personal vor Ort (mindestens elektrotechnisch unterwiesene Person), das die Anweisungen der Elektrofachkraft sicher umsetzen kann. Etwaige Telefon-/Datenverbindungskosten trägt der Betreiber. Bei Online-Zugriffen werden IT-Sicherheits- und Datenschutzanforderungen (z. B. Verschlüsselte Verbindungen, freigegebene VPN-Zugänge) eingehalten, der Zugriff erfolgt nur mit Zustimmung des Betreibers. Lässt sich die Störung nicht per Fernhilfe beheben, werden die gewonnenen Diagnoseinformationen für einen gezielten Vor-Ort-Einsatz dokumentiert.
900.002 – Ar-Basierter Live-Support (Augmented Reality)
Beschreibung: Live-Fernunterstützung mittels Augmented-Reality-Technologie bei komplexen Störungen oder Instandhaltungsaufgaben an elektrischen Anlagen. Das Instandhaltungspersonal nutzt ein Smartphone/Tablet oder eine AR-Brille, um Live-Bilder von Schaltanlagen, Steuerungen oder Komponenten zu übertragen. Ein remote zugeschalteter Elektro-Experte sieht in Echtzeit die Situation vor Ort und kann über AR-Einblendungen (Markierungen, Pfeile, Text-Hinweise im Kamerabild) sowie mündliche Anweisungen das Personal schrittweise durch Sichtprüfungen, Messungen und einfache Instandsetzungsarbeiten führen. So können z. B. Klemmenreihen identifiziert, Messpunkte markiert oder Schaltgeräte eindeutig benannt werden. Viele Fehlerursachen lassen sich dadurch schneller finden und beheben, ohne dass ein Servicetechniker anreisen muss..
Einheit: Stunde
Menge: 2
Hinweise: Voraussetzung ist geeignete Hardware beim Kunden (Smartphone/Tablet mit Kamera und AR-Support-App oder AR-Brille) sowie eine stabile Datenverbindung für Videostreaming. Der Service kann vertraglich (z. B. Im Wartungsvertrag) mit definierten Verfügbarkeitszeiten und Reaktionszeiten geregelt werden. AR-Unterstützung ersetzt nicht die Einhaltung der elektrotechnischen Sicherheitsregeln: Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen nur von befähigten Personen durchgeführt werden; bei Eingriffen an sicherheitsrelevanten oder hochgefährlichen Teilen (z. B. In NSHV, Schaltfeldern, Ex-Bereichen) sind die Grenzen des Remote-Supports zu beachten und ggf. Nachgelagerte Prüfungen/Abnahmen zu veranlassen.
900.003 – Ferndiagnose/Telefonsupport (helpdesk)
Beschreibung: Allgemeiner Helpdesk für Fernunterstützung bei Störungen und Bedienfragen an elektrischen Anlagen: Annahme der Störmeldung, strukturierte Abfrage der Symptome, Unterstützung beim Auslesen von Fehlercodes und Meldungen, Anleitungen zu sicheren Rücksetzversuchen und ersten Prüfungen, Dokumentation der Maßnahmen in einem Ticketsystem.
Einheit: Stunde
Menge: n. B.
Bezug Betreiberpflicht(en): Unterstützung der organisatorischen Pflicht zur schnellen Gefahrenabwehr und Sicherstellung eines sicheren Betriebs gemäß betrsichv und arbschg (z. B. Rasche Bewertung von Störungen, Festlegung „weiter betreiben“ vs. „sicher abschalten“); nachvollziehbare Dokumentation im Prüfbuch bzw. Der Anlagenakte.
900.003 – REMOTE-MONITORING UND CONDITION MONITORING ELEKTRISCHER ANLAGEN
Beschreibung: Einrichtung und Betrieb eines kontinuierlichen Remote-Monitorings für ausgewählte elektrische Anlagen (z. B. Hauptverteilungen, kritische Antriebe, USV-/Notstromanlagen) über vorhandene Leitsysteme oder iot-Plattformen. Überwachung typischer Messgrößen (Ströme, Spannungen, Temperaturen, Schaltspiele, Störmeldungen), automatische Alarmierung bei Grenzwertüberschreitungen und regelmäßige Bereitstellung von Zustandsberichten zur frühzeitigen Erkennung von Störungen und Verschleiß.
Einheit: Jahrespauschale (je Anlage/Monitoringpunkt)
Menge: 1
Hinweise: Anbindung und Auswertung erfolgen gemäß Herstellerangaben und einschlägigen Normen (z. B. DIN EN 61557, DIN EN 62020); Datensicherheit (z. B. Verschlüsselte Verbindungen, rollenbasierte Zugriffe) ist sicherzustellen. Die Monitoring-Ergebnisse können in die Gefährdungsbeurteilung und Instandhaltungsplanung einfließen (z. B. Zustandsorientierte Wartung).
Abrechnungs- und Leistungsgrenzen (für alle Positionen – Standardklauseln)
Enthaltene Nachweise: Prüf-/Mess- und Wartungsprotokoll gemäß DIN VDE 0100-600 / DIN VDE 0105-100 / DGUV Vorschrift 3, Eintrag bzw. Update des Prüfbuchs bzw. Anlagenkatasters je Position mit Prüfcharakter, Anbringen bzw. Aktualisierung von Prüfkennzeichnungen/Plaketten sowie ein Fristvorschlag für Wiederholungsprüfungen nach TRBS 1201; auf Wunsch digitale Bereitstellung der Dokumentation (PDF/Dateiablage).
Qualifikation Prüfpersonal: Zur Prüfung befähigte Person im Sinne der TRBS 1203 (Elektrofachkraft mit Prüferfahrung) bzw. Sachverständige für Elektrotechnik (z. B. Für Mittelspannungsanlagen, Ex-Bereiche oder komplexe Schutzsysteme), abhängig von Anlagentyp, Spannungsebene und Prüfart.
Mitwirkung Auftraggeber: Sicherstellung von Zugang und Absperrung der Arbeitsbereiche, Herstellung der erforderlichen Freischaltung und Freigabe der Anlagen (gemäß interner Schaltorganisation), Bereitstellung notwendiger Medien (z. B. Hilfsenergie, Beleuchtung), Bereitstellung von Lasten/Lastsimulation oder Prüfeinrichtungen, Hersteller- und Bestandsdokumente (Schaltpläne, Bedienungsanleitungen, frühere Prüfberichte), Benennung eines Anlagenverantwortlichen sowie Verfügbarkeit von Bedien- bzw. Instandhaltungspersonal als Ansprechpartner.
Nicht enthalten (sofern nicht ausdrücklich beauftragt): Materialkosten für Ersatzteile und Verbrauchsstoffe, Miete oder Bereitstellung von zusätzlichem Arbeits- und Hebezeug (z. B. Gerüste, Hubarbeitsbühnen, Spezialmessgeräte), Erstellung von statischen Berechnungen oder Selektivitäts-/Kurzschlussstudien, umfassende CAE-/Planungsleistungen (Neuaufbau von Schaltplänen, digitale Zwillinge), bauliche Anpassungen (Kernbohrungen, Kabeltrassenbau) sowie gutachterliche Stellungnahmen außerhalb der regulären Prüfberichte.
Elektrotechnik: Qualifikationen und Stundenverrechnungssätze
| Berufsgruppe / Rolle | Typische Tätigkeiten | Relevante Qualifikationen (Praxis) | Stundenverrechnungssatz (Range) |
|---|---|---|---|
| Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik | Installation, Wartung und Instandsetzung elektrischer Anlagen in Gebäuden (Niederspannungsverteilungen, Beleuchtung, Steckdosen, Kabeltrassen) | Ausbildung Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik; Kenntnisse DIN VDE-Normen | 70–100 €/h |
| Elektroniker für Betriebstechnik | Wartung und Prüfung von elektrischen Anlagen, Energieverteilungen, Schaltanlagen, Motoren und technischen Anlagen | Ausbildung Elektroniker Betriebstechnik; Erfahrung mit Industrie- und Gebäudetechnik | 80–110 €/h |
| Elektrofachkraft (EFK) / Prüftechniker | Durchführung gesetzlicher Prüfungen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel (z. B. DGUV-Prüfungen), Messungen und Dokumentation | Qualifikation Elektrofachkraft nach DIN VDE; Kenntnisse DGUV-Vorschriften und Prüftechnik | 90–120 €/h |
| MSR-Techniker / Gebäudeautomation | Installation, Parametrierung und Wartung von Gebäudeautomation, Sensorik, Aktorik, GLT-Systemen | Ausbildung Elektrotechnik / Automatisierungstechnik; Kenntnisse Gebäudeleittechnik und Bussysteme (z. B. BACnet, KNX) | 95–140 €/h |
| Meister / Projektleiter Elektrotechnik | Planung, Bauüberwachung, technische Koordination, Abnahmen und Betreiberberatung | Elektromeister oder staatlich geprüfter Techniker Elektrotechnik; Erfahrung Projektmanagement | 110–160 €/h |
| Ingenieur Elektrotechnik / TGA-Planer | Planung elektrischer Infrastruktur (Versorgung, Netzersatzanlagen, USV, Beleuchtungssysteme), Energiekonzepte | Ingenieur Elektrotechnik / TGA; Kenntnisse Normen (DIN VDE, DIN EN) und HOAI-Planungsprozesse | 130–190 €/h |
| Elektrohelfer | Kabelziehen, Vorbereitung von Kabeltrassen, Unterstützung bei Installationsarbeiten | Erfahrung als Helfer bei Elektroinstallationen | 40–60 €/h |
| Installationshelfer | Unterstützung bei Montage von Leuchten, Schaltern und Steckdosen | Grundlegende praktische Erfahrung auf Baustellen oder bei technischen Installationen | 40–60 €/h |
| Reinigungsmitarbeiter Technikräume | Reinigung von Elektroverteilungen, Kabelkellern und Technikräumen | Erfahrung in der Reinigung technischer Anlagenbereiche unter Einhaltung von Sicherheitsregeln | 35–55 €/h |
