Selbst erzeugte Stromversorgungssysteme
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Selbst erzeugte Stromversorgung
Eigenerzeugungsanlagen zur Stromversorgung von Gebäuden – insbesondere Netzersatzanlagen, Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher, Blockheizkraftwerke (BHKW), Hochspannungsanlagen sowie stationäre Batteriesysteme – sind sicherheitsrelevante technische Anlagen im Sinne des deutschen Bau-, Energie- und Arbeitsschutzrechts. Ihre Planung, Ausschreibung, Vergabe, Errichtung, Abnahme und ihr Betrieb unterliegen verbindlichen gesetzlichen und normativen Vorgaben, insbesondere der HOAI, der VOB/A 2019, der VgV, der DIN 18382 (VOB/C), den einschlägigen VDE-Regelwerken (u. a. VDE 0100, VDE 0105-100, VDE 0510-485-2) sowie den FM-Richtlinien DIN 32835-1, VDI-MT 3810-1 und VDI 6070-1. Betreiber tragen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht und Betreiberverantwortung die organisatorische und technische Gesamtverantwortung für den sicheren Betrieb dieser Anlagen. Daraus ergibt sich eine umfassende Dokumentationspflicht über den gesamten Lebenszyklus der Anlage – von der Planung bis zur Außerbetriebnahme. Eine strukturierte, vollständige und revisionssichere Dokumentation ist daher zwingende Voraussetzung für Rechtskonformität, Gewährleistungsdurchsetzung, Auditfähigkeit und Betriebssicherheit.
Dezentrale Energieerzeugung und Eigenverbrauch
- Abnahmeprotokoll – Hochspannungsanlagen
- Informationen zur Entsorgung und zum Recycling – Stationäre Batterien
- Angebot – Bauleistungen
- Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung
- Anlagenbuch
- Übersichtsplan – Elektrische Anlagen
- Anschlussliste – Montageplanung (LPH 7)
- Anschlussliste – Revisionsstand (LPH 8)
- Anschlussübersicht
- Antrag auf behördliche Genehmigung – Technische Ausrüstung
- Installations-, Betriebs- und Wartungsanleitung – Stationäre Batterien und Batteriesysteme
- Arbeitsanweisung – Arbeiten unter Spannung
- Montagezeichnung – Elektrische Systeme (LPH 7)
- Konstruktionszeichnung – Elektrische Systeme (LPH 8)
- Verzeichnis der Verjährungsfristen – Technische Ausrüstung
- Aufmaß / Mengenermittlung – Technische Ausrüstung
- Nachweis der Arbeitsvorbereitung – Komplexe Elektroarbeiten
- Prüf- und Wartungsnachweise – Sicherheitseinrichtungen
- Ausführungspläne (Anordnungspläne) – LPH 7
- Ausführungspläne (Anordnungspläne) – Revisionsstand (LPH 8)
- Ausschreibungszeichnungen – Technische Ausrüstung
- Ausführungs- und Konstruktionspläne – Technische Ausrüstung
- Betriebs- und Nutzerhandbuch – Elektrische Anlagen
- VdS-Prüfbericht
- Bestellung einer verantwortlichen Elektrofachkraft (vEFK)
- Benutzerinformation – Maschinen
- Berechnung und Auslegung – LPH 3 Entwurfsplanung
- Berechnung und Auslegung – LPH 5 Ausführungsplanung
- Berechnung und Auslegung – LPH 7 Vergabeergebnis
- Lebenszykluskostenberechnung
- Berechtigungsausweis für Arbeiten unter Spannung (AuS) – elektrische Anlagen
- Prüfbescheinigung der Abgasanlage – KÜO
- Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Nachrechnung – Technische Anlagen
- Bestandspläne – Elektrische Anlagen
- Bestätigung der Registrierung einer EEG-Anlage im MaStRV
- Betriebs- und Wartungsanleitung – Stromerzeugungseinheiten
- Betriebsanleitung – Maschinen
- Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen – Elektrische Betriebsmittel
- Betriebstagebuch / Anlagenlogbuch
- Sicherheitstechnische Bewertung – Überwachungsbedürftige Anlagen
- Betriebsanleitung (interdisziplinär) – Technische Anlagen
- Betriebstagebuch
- Betriebskostenberechnung – Technische Anlagen
- Brandschutzmatrix / Brandfallsteuerungsmatrix
- Darstellungen der Lösung – LPH 5 Ausführungsplanung
- Lösungsbeschreibung – LPH 7 Vergabeergebnis
- Datenerfassung, Analyse- und Optimierungsdokumentation
- Datenpunkt- / Funktionsliste – Montageplanung (LPH 7+)
- Datenpunkt- / Funktionsliste – Ausführung (LPH 8)
- Wartungsdokumentation
- Dokumentation Dämm- und Brandschutzarbeiten (TGA)
- Baudokumentation / Bautagebuch – Technische Anlagen
- Vergabedokumentation – Technische Anlagen
- Eignungsnachweis – Bauleistungsanbieter
- Einbauerklärung – Unvollständige Maschine
- Einsatz- und Betriebskonzept – Notstromanlagen
- Mengen- und Massenermittlung – Technische Anlagen
- Installationsbestätigung – Elektrische Anlagen
- Errichtererklärung – Elektrische Systeme
- Ersatzteilliste / Stückliste – Elektrische Systeme
- Ersatzteilliste – Nieder- und Mittelspannungsanlagen bis 36 kV
- Feuerstättenbescheid
- Funktions- und Strangschema – LPH 3 Entwurfsplanung
- Funktions- und Strangschema – LPH 5 Ausführungsplanung
- Funktions- und Strangschema – LPH 7 Vergabeergebnis
- Funktionsbeschreibung – Elektrische Systeme (LPH 8 Ausführung)
- Prinzipschaltbild – LPH 2 Vorplanung
- Gebrauchsanleitung – Produkte
- Gewerke-Beziehungsmatrix
- Wartungsbericht
- Instandhaltungsplan
- Instandhaltungsplan – Elektrische Systeme
- Wartungsplan / Wartungskalender
- Anlageninventarliste
- Kehrbuch / Feuerstättenbuch
- Aufgabenklärung – Technische Ausrüstung (Ergebnisse)
- EU-Konformitätserklärung / Leistungserklärung – Maschinen
- Kostenberechnung (Ergebnis)
- Kostenfeststellung (Ergebnis)
- Instandhaltungsbericht
- Kostenberechnung (Ergebnis) – Technische Ausrüstung
- Leistungs- und Funktionsprüfungen (Ergebnisse) – Technische Ausrüstung
- Messprotokoll – Elektrische Systeme
- Montageanleitung – Unvollständige Maschine
- Nachweis der Kehrarbeiten – Feuerstätten
- Bauphysikalische und statische Nachweise – Dämm- und Brandschutzarbeiten
- Notfallplan – Elektrische Anlagen
- Objektbegehungsbericht – Technische Anlagen
- Anschlusspläne für gelieferte Maschinen und Anlagen
- Wartungsbericht
- Raumbuch – Technischer Teil (LPH 2 Vorplanung)
- Raumbuch – Technischer Teil (LPH 3 Entwurfsplanung)
- Auditunterlagen
- Emissionsberechnung
- Schlitz- und Durchbruchpläne – LPH 5 Ausführungsplanung
- Schlitz- und Durchbruchpläne – LPH 7 Vergabeergebnis
- Schnittstellenkatalog
- Softwaredokumentation – Elektrische Systeme
- Stromlaufpläne
- Stromlaufpläne – Montageplanung (LPH 7+)
- Stromlaufpläne – Elektrische Systeme (LPH 8 Ausführung)
- Stromlaufpläne – Technische Ausrüstung (LPH 5 Ausführungsplanung)
- Übersichtsschaltplan
- Übersichtsschaltplan – Montageplanung (LPH 7+)
- Übersichtsschaltplan – Revisionsstand (LPH 8)
- Besondere technische Unterlagen – Unvollständige Maschine
- Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung
- Vergabevorschlag – Technische Anlagen
- Wartungsanleitung – Elektrische Systeme
- Wartungsdokumentation – VDMA 24186
- Instandhaltungsplanung und -organisation – Technische Ausrüstung
- Werk- und Prüfbescheinigungen – Elektrische Systeme
- Wirtschaftlichkeitsnachweis – Technische Ausrüstung
- Grafische Darstellung – Technische Ausrüstung (LPH 3 Entwurfsplanung)
- Grafische Darstellung – Technische Ausrüstung (LPH 5 Ausführungsplanung)
- Grafische Darstellung – Technische Ausrüstung (LPH 7 Vergabeergebnis)
- Stromlaufpläne – Elektrische Systeme (LPH 8 Ausführung)
- Stromlaufpläne – Technische Ausrüstung (LPH 5 Ausführungsplanung)
- Übersichtsschaltplan
- Übersichtsschaltplan – Montageplanung (LPH 7+)
- Übersichtsschaltplan – Revisionsstand (LPH 8)
- Besondere technische Unterlagen – Unvollständige Maschine
- Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung
- Vergabevorschlag – Technische Anlagen
- Wartungsanleitung – Elektrische Systeme
- Wartungsdokumentation – VDMA 24186
Abnahmeprotokoll – Hochspannungsanlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Abnahme- und Prüfprotokoll Hochspannungsanlage |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis der vertragsgemäßen und technischen Abnahme |
| Rechtsgrundlagen | HOAI Leistungsphase 8; VDE 0105-100; DIN VDE 0413-100 |
| Wesentliche Inhalte | • Prüf- und Messergebnisse |
| Verantwortlich | Vertragsparteien (Planer, Errichter, Bauherr) |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für Inbetriebnahme und Gewährleistungsbeginn |
Erläuterung
Die Abnahme von Hochspannungsanlagen erfolgt im Rahmen der Objektüberwachung gemäß HOAI Leistungsphase 8 und stellt einen rechtlich maßgeblichen Meilenstein dar. Im Zuge der Abnahme sind alle sicherheitsrelevanten Prüfungen nach den anerkannten Regeln der Technik, insbesondere gemäß VDE 0105-100 und DIN VDE 0413-100, durchzuführen und zu dokumentieren. Dazu gehören Isolationsmessungen, Erdungsmessungen, Schutzrelaisprüfungen sowie Funktionsprüfungen der Schalt- und Schutztechnik. Das Protokoll dokumentiert die vertragsgerechte Herstellung der Anlage und dient als formaler Nachweis gegenüber dem Bauherrn sowie gegebenenfalls gegenüber Aufsichtsbehörden oder Versicherern. Mit der Unterzeichnung beginnt regelmäßig die Gewährleistungsfrist nach VOB/B, weshalb das Dokument aus haftungsrechtlicher Sicht von zentraler Bedeutung ist.
Informationen zur Entsorgung und zum Recycling – Stationäre Batterien
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Entsorgungs- und Recyclinginformation |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherstellung fachgerechter Entsorgung |
| Rechtsgrundlagen | VDE 0510-485-2; Kreislaufwirtschaftsgesetz; Batteriegesetz |
| Wesentliche Inhalte | • Batterieart |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisrelevanz | Relevanz bei Austausch und Außerbetriebnahme |
Erläuterung
Stationäre Batteriesysteme unterliegen besonderen Anforderungen hinsichtlich Umwelt-, Brand- und Arbeitsschutz. Die VDE 0510-485-2 definiert technische Anforderungen an Aufstellung, Betrieb und Außerbetriebnahme solcher Systeme. Ergänzend regeln das Kreislaufwirtschaftsgesetz und das Batteriegesetz die ordnungsgemäße Rücknahme und Verwertung. Die Entsorgungsdokumentation muss detaillierte Angaben zu chemischer Zusammensetzung, Gefährdungspotenzial und Transportbedingungen enthalten. Für das Facility Management ist diese Dokumentation insbesondere bei Modernisierungen, Austauschmaßnahmen oder im Schadensfall zwingend vorzuhalten.
Angebot – Bauleistungen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Angebots- und Vergabeunterlagen |
| Zweck & Anwendungsbereich | Wirtschaftliche und rechtskonforme Vergabe |
| Rechtsgrundlagen | VOB/A 2019; VgV |
| Wesentliche Inhalte | • Leistungsbeschreibung |
| Verantwortlich | Bieter |
| Praxisrelevanz | Grundlage der Vertragsbildung |
Erläuterung
Die Vergabe von Bauleistungen für Eigenerzeugungsanlagen hat unter Beachtung der vergaberechtlichen Grundsätze von Transparenz, Gleichbehandlung und Wettbewerb zu erfolgen. Die VOB/A 2019 sowie bei öffentlichen Auftraggebern die VgV definieren die formalen Anforderungen an Ausschreibung und Angebotswertung. Das Angebot bildet die Grundlage für die spätere Vertragsgestaltung und muss eindeutig auf die Leistungsbeschreibung Bezug nehmen. Technische Spezifikationen, Schutzkonzepte, Schnittstellen und Wartungsanforderungen sind vollständig zu berücksichtigen. Eine sorgfältige Angebotsprüfung ist aus FM-Sicht wesentlich, um spätere Nachträge und technische Risiken zu vermeiden.
Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Anlagenbeschreibung TGA |
| Zweck & Anwendungsbereich | Technische Gesamtdarstellung der Eigenerzeugungsanlage |
| Rechtsgrundlagen | HOAI Leistungsphasen 2–5 |
| Wesentliche Inhalte | • Systemaufbau |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Bestandteil der Planungs- und Revisionsunterlagen |
Erläuterung
Die Anlagenbeschreibung dokumentiert das technische Gesamtkonzept der Eigenerzeugungsanlage in strukturierter Form. Sie entsteht im Rahmen der Planungsphasen nach HOAI und beschreibt Aufbau, Dimensionierung und Betriebsweise. Wesentliche Inhalte sind das Schutzkonzept, die Selektivitätsbetrachtung sowie das Netzanschluss- und Einspeisemanagement. Das Dokument dient als Grundlage für Genehmigungen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Versicherungsbewertungen. Für das Facility Management stellt es die technische Referenz für Betrieb, Wartung und spätere Erweiterungen dar.
Anlagenbuch
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Anlagenbuch |
| Zweck & Anwendungsbereich | Lebenszyklusdokumentation |
| Rechtsgrundlagen | DIN 32835-1; VDI-MT 3810-1; VDI 6070-1 |
| Wesentliche Inhalte | • Technische Daten |
| Verantwortlich | Betreiber |
| Praxisrelevanz | Zentrale FM-Dokumentation |
Erläuterung
Das Anlagenbuch ist das zentrale Dokument der technischen Betreiberorganisation. Es enthält sämtliche Informationen zum Betrieb, zur Wartung, zur Inspektion sowie zu Änderungen und Instandsetzungen. Die DIN 32835-1 sowie VDI-MT 3810-1 definieren Anforderungen an Struktur und Inhalte. Das Dokument ist fortlaufend zu aktualisieren und revisionssicher zu führen. Es bildet die Grundlage für Haftungsnachweise, interne Audits und Zertifizierungsverfahren.
Übersichtsplan – Elektrische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Layout-/Übersichtsplan |
| Zweck & Anwendungsbereich | Darstellung der elektrischen Gesamtstruktur |
| Rechtsgrundlagen | DIN EN 61082; VDE 0100 |
| Wesentliche Inhalte | • Netzstruktur |
| Verantwortlich | Planer/Errichter |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Wartung und Störungsanalyse |
Erläuterung
Der Übersichtsplan stellt die gesamte elektrische Infrastruktur grafisch dar. Er zeigt Einspeisepunkte, Verteiler, Schutzgeräte und wesentliche Leitungsführungen. Die Erstellung erfolgt gemäß den Dokumentationsanforderungen der DIN EN 61082. Für den Betreiber ermöglicht der Plan eine schnelle Orientierung bei Störungen oder Umbauten. Eine Aktualisierung im Revisionsstand ist zwingend erforderlich.
Anschlussliste – Montageplanung (LPH 7)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Anschlussliste / Klemmenplan (Montageplanung) |
| Zweck & Anwendungsbereich | Detailplanung elektrischer Anschlüsse |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Wesentliche Inhalte | • Klemmenbezeichnung |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Grundlage der Installation |
Erläuterung
Die Anschlussliste konkretisiert sämtliche elektrischen Verbindungen auf Bauteilebene. Sie wird im Rahmen der Ausführungsplanung erstellt und dient der eindeutigen Zuordnung aller Leiter. Grundlage ist die DIN 18382 für Niederspannungsanlagen. Die korrekte Dokumentation ist Voraussetzung für eine normkonforme Installation. Fehlerhafte oder unvollständige Anschlusslisten führen regelmäßig zu Inbetriebnahmeverzögerungen.
Anschlussliste – Revisionsstand (LPH 8)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Revisions-Anschlussplan |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation des tatsächlichen Ausführungsstandes |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Wesentliche Inhalte | • Ist-Zustand |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Bestandteil der Revisionsunterlagen |
Erläuterung
Der Revisions-Anschlussplan dokumentiert den tatsächlichen Zustand nach Fertigstellung der Anlage. Alle Abweichungen von der ursprünglichen Planung sind eindeutig kenntlich zu machen. Diese Dokumentation ist integraler Bestandteil der Revisionsunterlagen. Sie dient als Grundlage für Wartung, Umbauten und Erweiterungen. Aus haftungsrechtlicher Sicht ist der Revisionsstand von besonderer Bedeutung.
Anschlussübersicht
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Anschlussübersicht |
| Zweck & Anwendungsbereich | Übersicht aller elektrischen Verbindungen |
| Rechtsgrundlagen | DIN EN 61082; VDE 0100 |
| Wesentliche Inhalte | • Stromkreise |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Störungs- und Wartungsunterstützung |
Erläuterung
Die Anschlussübersicht fasst alle elektrischen Verbindungen tabellarisch zusammen. Sie ergänzt die Detailpläne um eine strukturierte Gesamtübersicht. Stromkreise, Absicherungen und Schutzleiterführungen sind eindeutig zugeordnet. Diese Übersicht erleichtert Fehlersuche und Instandhaltungsmaßnahmen erheblich. Sie ist Bestandteil der vollständigen elektrotechnischen Dokumentation.
Antrag auf behördliche Genehmigung – Technische Ausrüstung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Genehmigungsantrag |
| Zweck & Anwendungsbereich | Bau- und anlagenrechtliche Genehmigung |
| Rechtsgrundlagen | HOAI Leistungsphase 4; Landesbauordnungen; ggf. BImSchG |
| Wesentliche Inhalte | • Technische Beschreibung |
| Verantwortlich | TGA-Planer / Bauherr |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für Errichtung |
Erläuterung
Je nach Anlagentyp können bauordnungsrechtliche, immissionsschutzrechtliche oder energierechtliche Genehmigungen erforderlich sein. Der Genehmigungsantrag wird im Rahmen der HOAI Leistungsphase 4 erstellt. Er umfasst technische Beschreibungen, statische und elektrotechnische Berechnungen sowie Sicherheitsnachweise. Eine vollständige und prüffähige Einreichung ist Voraussetzung für die Erteilung der Genehmigung. Ohne rechtskräftige Genehmigung darf die Anlage nicht errichtet oder betrieben werden.
Installations-, Betriebs- und Wartungsanleitung – Stationäre Batterien und Batteriesysteme
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Installations-, Betriebs- und Wartungsanleitung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherer Einbau, Betrieb und Instandhaltung stationärer Batteriesysteme |
| Rechtsgrundlagen | VDE 0510-485-2 |
| Wesentliche Inhalte | • Technische Kenndaten |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Gefährdungsbeurteilung und Wartungsplanung |
Erläuterung
Die Installations-, Betriebs- und Wartungsanleitung ist gemäß VDE 0510-485-2 zwingend vom Hersteller bereitzustellen. Sie beschreibt die technischen Rahmenbedingungen für die sichere Aufstellung und Integration stationärer Batteriesysteme in elektrische Anlagen. Darüber hinaus enthält sie verbindliche Angaben zu Schutzmaßnahmen, Lüftungskonzepten und betrieblichen Grenzwerten. Für das Facility Management bildet dieses Dokument die Grundlage für die Gefährdungsbeurteilung sowie für die Erstellung von Wartungs- und Instandhaltungsplänen. Ohne diese Dokumentation ist ein normkonformer und haftungssicherer Betrieb nicht gewährleistet.
Arbeitsanweisung – Arbeiten unter Spannung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Arbeitsanweisung für Arbeiten unter Spannung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Regelung sicherer Arbeitsverfahren |
| Rechtsgrundlagen | DGUV Regel 103-011 |
| Wesentliche Inhalte | • Gefährdungsbeurteilung |
| Verantwortlich | Arbeitgeber |
| Praxisrelevanz | Pflicht bei Wartungsarbeiten an unter Spannung stehenden Teilen |
Erläuterung
Arbeiten unter Spannung sind nach DGUV Regel 103-011 nur unter streng geregelten Bedingungen zulässig. Die Arbeitsanweisung legt verbindlich fest, unter welchen technischen und organisatorischen Voraussetzungen solche Tätigkeiten durchgeführt werden dürfen. Sie definiert Qualifikationsanforderungen an das Personal sowie notwendige persönliche Schutzausrüstungen. Darüber hinaus regelt sie den konkreten Arbeitsablauf einschließlich Freigabe- und Kontrollverfahren. Im Rahmen des Facility Managements ist sie Bestandteil des Arbeitsschutzmanagementsystems und bei Prüfungen vorzulegen.
Montagezeichnung – Elektrische Systeme (LPH 7)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Montagezeichnung (Ausführungsplanung) |
| Zweck & Anwendungsbereich | Detaillierte Darstellung für Installation |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Wesentliche Inhalte | • Leitungsführung |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Grundlage für fachgerechte Montage |
Erläuterung
Die Montagezeichnung konkretisiert die Ausführungsplanung gemäß DIN 18382. Sie stellt alle relevanten Leitungsführungen, Schutzorgane und Installationsorte detailliert dar. Dadurch wird sichergestellt, dass die Montage entsprechend den anerkannten Regeln der Technik erfolgt. Fehlerhafte oder unvollständige Ausführungsunterlagen können zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen. Im Facility Management dient die Montagezeichnung zudem als Referenzdokument für spätere Anpassungen.
Konstruktionszeichnung – Elektrische Systeme (LPH 8)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Revisionszeichnung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation des tatsächlichen Ausführungsstandes |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 |
| Wesentliche Inhalte | • Ist-Zustand |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Bestandteil der Revisionsunterlagen |
Erläuterung
Die Revisionszeichnung dokumentiert den tatsächlich ausgeführten Zustand der elektrischen Anlage. Sie enthält sämtliche Abweichungen gegenüber der ursprünglichen Planung. Dieses Dokument ist Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Abnahme gemäß VOB/C. Für das Facility Management stellt es die zentrale Grundlage für Wartung, Störungsbeseitigung und Umbauten dar. Fehlende Revisionsunterlagen führen regelmäßig zu erhöhten Betriebsrisiken und Haftungsfragen.
Verzeichnis der Verjährungsfristen – Technische Ausrüstung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Übersicht Gewährleistungsfristen |
| Zweck & Anwendungsbereich | Steuerung von Mängelansprüchen |
| Rechtsgrundlagen | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Vertragsgrundlage |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Gewährleistungsmanagement |
Erläuterung
Das Verzeichnis der Verjährungsfristen dient der systematischen Verwaltung von Gewährleistungsansprüchen. Es dokumentiert Fristbeginn, Fristdauer und vertragliche Grundlagen. Dadurch können Mängel rechtzeitig angezeigt und verfolgt werden. Die strukturierte Erfassung verhindert den Verlust berechtigter Ansprüche. Für Betreiber ist dieses Dokument wirtschaftlich von erheblicher Bedeutung.
Aufmaß / Mengenermittlung – Technische Ausrüstung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Aufmaß- und Mengenermittlungsdokument |
| Zweck & Anwendungsbereich | Grundlage für Abrechnung und Dokumentation |
| Rechtsgrundlagen | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Bauteillisten |
| Verantwortlich | TGA-Planer |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Kostenkontrolle |
Erläuterung
Das Aufmaß dokumentiert die tatsächlich ausgeführten Mengen und Leistungen. Es bildet die Grundlage für eine prüfbare Abrechnung gemäß Vertragsrecht. Gleichzeitig dient es der Kostenkontrolle und Budgetüberwachung. Für das Facility Management ermöglicht es eine transparente Nachverfolgung von Investitionskosten. Zudem ist es Grundlage für spätere Erweiterungs- oder Ersatzmaßnahmen.
Nachweis der Arbeitsvorbereitung – Komplexe Elektroarbeiten
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Dokumentierte Arbeitsvorbereitung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherstellung sicherer Durchführung komplexer Arbeiten |
| Rechtsgrundlagen | VDE 0105-100 |
| Wesentliche Inhalte | • Arbeitsfreigabe |
| Verantwortlich | Anlagen- und Arbeitsverantwortlicher |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für sichere Schalthandlungen |
Erläuterung
Die dokumentierte Arbeitsvorbereitung ist nach VDE 0105-100 für komplexe Arbeiten erforderlich. Sie stellt sicher, dass alle sicherheitsrelevanten Maßnahmen vor Arbeitsbeginn festgelegt werden. Hierzu gehören Freischaltanweisungen und Verantwortlichkeitsregelungen. Durch die strukturierte Dokumentation werden Fehlhandlungen vermieden. Sie ist zentraler Bestandteil der Betreiberverantwortung.
Prüf- und Wartungsnachweise – Sicherheitseinrichtungen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Wartungs- und Funktionsprüfprotokoll |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis der Funktionsfähigkeit von Sicherheitseinrichtungen |
| Rechtsgrundlagen | Arbeitsstättenverordnung |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfumfang |
| Verantwortlich | Arbeitgeber |
| Praxisrelevanz | Arbeitsschutzkontrolle |
Erläuterung
Prüf- und Wartungsnachweise dokumentieren die ordnungsgemäße Funktion sicherheitsrelevanter Einrichtungen. Sie sind gemäß Arbeitsstättenverordnung regelmäßig zu führen. Die Protokolle enthalten Prüfumfang, Ergebnisse und festgelegte Maßnahmen. Dadurch wird die dauerhafte Betriebssicherheit gewährleistet. Bei behördlichen Kontrollen dienen sie als rechtlicher Nachweis.
Ausführungspläne (Anordnungspläne) – LPH 7
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Ausführungsplan Montage |
| Zweck & Anwendungsbereich | Koordination aller elektrischen Komponenten |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 |
| Wesentliche Inhalte | • Geräteanordnung |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Montagekoordination |
Erläuterung
Ausführungspläne koordinieren die Anordnung sämtlicher elektrischer Komponenten. Sie gewährleisten die Einhaltung technischer und brandschutzrechtlicher Vorgaben. Zudem vermeiden sie Schnittstellenkonflikte zwischen Gewerken. Eine präzise Planung reduziert Installationsfehler erheblich. Für das Facility Management sind sie ein wichtiges Koordinationsinstrument.
Ausführungspläne (Anordnungspläne) – Revisionsstand (LPH 8)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Revisions-Anordnungsplan |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation des tatsächlichen Endzustandes |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 |
| Wesentliche Inhalte | • Ist-Anordnung |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Betrieb und Wartung |
Erläuterung
Revisions-Anordnungspläne dokumentieren den finalen Ausführungsstand der Anlage. Sie bilden die Grundlage für Wartung, Instandsetzung und Erweiterungen. Alle Änderungen gegenüber der Planung werden nachvollziehbar dargestellt. Dadurch wird Transparenz im Anlagenbestand geschaffen. Sie sind dauerhaft aufzubewahren und Bestandteil der Betreiberpflichten.
Ausschreibungszeichnungen – Technische Ausrüstung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Ausschreibungszeichnungen |
| Zweck & Geltungsbereich | Darstellung der technischen Lösung zur Angebotsabgabe |
| Rechtsgrundlage | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Lagepläne |
| Verantwortlich | TGA-Fachplaner |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Vergabeentscheidung |
Erläuterung
Ausschreibungszeichnungen dienen der eindeutigen und vollständigen Beschreibung der geplanten technischen Lösung gemäß HOAI-Leistungsphasen. Sie stellen sicher, dass alle Bieter eine identische Planungsgrundlage erhalten und vergleichbare Angebote erstellen können. Bei Eigenerzeugungsanlagen müssen insbesondere Netzersatzkonzepte, Einspeisepunkte und brandschutztechnische Anforderungen klar definiert werden. Für das Facility Management bilden diese Unterlagen die Grundlage zur späteren Nachvollziehbarkeit der technischen Systemarchitektur. Eine unvollständige oder unpräzise Ausschreibungsplanung führt regelmäßig zu Mehrkosten, Nachträgen und betrieblichen Risiken.
Ausführungs- und Konstruktionspläne – Technische Ausrüstung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Ausführungspläne |
| Zweck & Geltungsbereich | Detailplanung für Bauausführung |
| Rechtsgrundlage | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Kabeltrassenpläne |
| Verantwortlich | Zeichner / TGA-Fachplaner |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Montage und Abnahme |
Erläuterung
Die Ausführungsplanung konkretisiert sämtliche sicherheitsrelevanten Details der elektrischen Anlage. Sie enthält verbindliche Angaben zur Leitungsdimensionierung, Schutztechnik und Erdungsstruktur nach DIN VDE-Vorgaben. Für Eigenerzeugungsanlagen ist insbesondere die selektive Schutzkoordination von zentraler Bedeutung. Diese Pläne bilden die Grundlage für die fachgerechte Montage und die spätere Abnahmeprüfung. Ohne vollständige Ausführungsunterlagen kann weder eine normkonforme Errichtung noch eine rechtssichere Inbetriebnahme erfolgen.
Betriebs- und Nutzerhandbuch – Elektrische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Betriebs- und Nutzerhandbuch |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherstellung des bestimmungsgemäßen Betriebs |
| Rechtsgrundlage | DIN 18382; VDI 6026-1 |
| Wesentliche Inhalte | • Bedienungsanweisungen |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praxisrelevanz | Pflichtbestandteil der Anlagendokumentation |
VdS-Prüfbericht
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | VdS-Prüfbericht |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis versicherungstechnischer Sicherheit |
| Rechtsgrundlage | VdS-Richtlinien (z. B. VdS 2871) |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfumfang |
| Verantwortlich | VdS-anerkannter Sachverständiger |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für Versicherungsschutz |
Erläuterung
Der VdS-Prüfbericht dokumentiert die Einhaltung versicherungstechnischer Anforderungen. Er bewertet insbesondere brandschutztechnische und elektrotechnische Sicherheitsaspekte der Anlage. Versicherer machen die Anerkennung des Versicherungsschutzes regelmäßig von dieser Prüfung abhängig. Für den Facility Manager ist der Bericht Teil des technischen Risikomanagements. Festgestellte Mängel müssen fristgerecht beseitigt und dokumentiert werden.
Bestellung einer verantwortlichen Elektrofachkraft (vEFK)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Schriftliche Bestellung vEFK |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherstellung elektrotechnischer Verantwortung |
| Rechtsgrundlage | DIN VDE 1000-10 |
| Wesentliche Inhalte | • Aufgabenübertragung |
| Verantwortlich | Arbeitgeber |
| Praxisrelevanz | Zentrale Betreiberpflicht |
Erläuterung
Die Bestellung einer verantwortlichen Elektrofachkraft ist eine organisatorische Pflichtmaßnahme des Betreibers. Sie dient der rechtskonformen Delegation elektrotechnischer Verantwortung gemäß DIN VDE 1000-10. Die Bestellung muss schriftlich erfolgen und Aufgaben sowie Befugnisse klar definieren. Dadurch wird eine ordnungsgemäße Prüf- und Instandhaltungsorganisation sichergestellt. Im Facility Management stellt die vEFK eine zentrale Rolle zur Wahrnehmung der Betreiberverantwortung dar.
Benutzerinformation – Maschinen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Benutzerinformation Maschinenkomponenten |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherer Umgang mit Generatoren, Motoren etc. |
| Rechtsgrundlage | DIN EN ISO 12100 |
| Wesentliche Inhalte | • Gefahrenanalyse |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisrelevanz | Bestandteil CE-Dokumentation |
Erläuterung
Eigenerzeugungsanlagen enthalten Maschinen im Sinne der europäischen Maschinenverordnung. Die Benutzerinformation ist integraler Bestandteil der CE-Dokumentation. Sie muss eine Risikobeurteilung sowie Hinweise zu Restrisiken enthalten. Zudem sind Wartungs- und Sicherheitshinweise verbindlich vorzugeben. Der Betreiber ist verpflichtet, diese Unterlagen dauerhaft aufzubewahren und zugänglich zu halten.
Berechnung und Auslegung – LPH 3 Entwurfsplanung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Technische Entwurfsberechnung |
| Rechtsgrundlage | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Leistungsbedarf |
| Verantwortlich | TGA-Planer |
| Praxis | Entscheidungsgrundlage |
Erläuterung
In der Entwurfsplanung werden die grundlegenden technischen Parameter der Eigenerzeugungsanlage definiert. Hierzu gehören die Ermittlung des Gesamtleistungsbedarfs und die Definition kritischer Verbraucher. Die Kurzschlussberechnung dient der Dimensionierung von Schutzorganen. Das Netzersatzkonzept legt die Betriebsstrategie fest. Diese Unterlagen bilden die Grundlage für Investitionsentscheidungen.
Berechnung und Auslegung – LPH 5 Ausführungsplanung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Detailberechnung |
| Rechtsgrundlage | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Selektivitätsnachweis |
| Verantwortlich | TGA-Planer |
| Praxis | Voraussetzung für Errichtung |
Erläuterung
In dieser Phase erfolgt die detaillierte elektrotechnische Berechnung. Der Selektivitätsnachweis stellt sicher, dass Schutzorgane abgestuft auslösen. Die Schutzberechnung dient dem Personen- und Anlagenschutz. Eine Lastflussanalyse überprüft das Verhalten im Netzparallelbetrieb. Diese Dokumentation ist zwingende Voraussetzung für eine normgerechte Errichtung.
Berechnung und Auslegung – LPH 7 Vergabeergebnis
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Vergabeprotokoll |
| Rechtsgrundlage | DIN 18379; HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Angebotsauswertung |
| Verantwortlich | Planer / Bauherr |
| Praxis | Vertragsgrundlage |
Erläuterung
Das Vergabeprotokoll dokumentiert die formale und technische Angebotsprüfung. Es stellt Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Vergabeprozesses sicher. Die Wirtschaftlichkeitsprüfung berücksichtigt sowohl Investitions- als auch Betriebskosten. Diese Dokumentation dient als Grundlage für die Vertragsgestaltung. Für das Facility Management ist sie bei späteren Gewährleistungsfragen relevant.
Lebenszykluskostenberechnung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | LCC-Berechnung |
| Zweck & Geltungsbereich | Wirtschaftlichkeitsbewertung |
| Rechtsgrundlage | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Investitionskosten |
| Verantwortlich | TGA-Planer |
| Praxisrelevanz | Grundlage für strategisches FM |
Erläuterung
Die Lebenszykluskostenberechnung bewertet die Wirtschaftlichkeit der Anlage über die gesamte Nutzungsdauer. Sie umfasst Investitions-, Betriebs- und Instandhaltungskosten. Auch Energieerträge und Ersatzinvestitionen werden berücksichtigt. Diese Betrachtung ermöglicht eine fundierte Budgetplanung. Für das strategische Facility Management ist sie ein wesentliches Steuerungsinstrument.
Berechtigungsausweis für Arbeiten unter Spannung (AuS) – elektrische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | AuS-Berechtigungsausweis |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis der Qualifikation für Arbeiten unter Spannung |
| Rechtsgrundlagen | DGUV-Regel 103-011 |
| Wesentliche Inhalte | • Nachweis spezieller AuS-Schulung |
| Verantwortlich | Arbeitgeber |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für rechtssichere Durchführung von AuS |
Erläuterung
Arbeiten unter Spannung sind gemäß DGUV-Regel 103-011 nur zulässig, wenn sie aus technischen oder betrieblichen Gründen zwingend erforderlich sind. In Eigenerzeugungsanlagen treten solche Situationen beispielsweise bei Umschalteinrichtungen von Netzersatzanlagen, Generatoranschlüssen oder bei Wartungsarbeiten an unterbrechungsrelevanten Versorgungseinheiten auf.
Der AuS-Berechtigungsausweis ist personenbezogen und setzt eine erfolgreich absolvierte Spezialausbildung voraus. Die Berechtigung ist zeitlich befristet und regelmäßig zu erneuern. Ohne gültigen Nachweis dürfen entsprechende Arbeiten nicht durchgeführt werden. Für das Facility Management ist sicherzustellen, dass nur entsprechend qualifiziertes Personal eingesetzt wird und die Nachweise zentral dokumentiert sind.
Prüfbescheinigung der Abgasanlage – KÜO
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Bescheinigung über Prüf- und Messergebnisse |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis ordnungsgemäßer Abgasführung und Emission |
| Rechtsgrundlagen | Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) |
| Wesentliche Inhalte | • Messergebnisse |
| Verantwortlich | Bezirksschornsteinfeger |
| Praxisrelevanz | Pflichtnachweis bei Feuerungsanlagen |
Erläuterung
Bei BHKW, stationären Verbrennungsmotoren und brennstoffbetriebenen Anlagen sind wiederkehrende Überprüfungen der Abgasanlage vorgeschrieben. Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger führt Messungen und sicherheitstechnische Prüfungen durch.
Die ausgestellte Prüfbescheinigung dokumentiert Emissionswerte, den baulichen Zustand der Abgasanlage sowie etwaige Mängel. Festgestellte Abweichungen sind innerhalb der vorgegebenen Fristen zu beheben. Im Facility Management ist die Bescheinigung Bestandteil der technischen Betreiberakte und dient als Nachweis gegenüber Behörden und Versicherern.
Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Nachrechnung – Technische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Bestands- und Nachrechnungsunterlagen |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation der technischen Auslegung |
| Rechtsgrundlagen | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Leistungsdaten |
| Verantwortlich | TGA-Planer |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Erweiterungen und Umbauten |
Erläuterung
Gemäß HOAI sind in der Leistungsphase 9 (Objektbetreuung) vollständige Bestandsunterlagen zu übergeben. Diese umfassen Leistungsdaten der Anlage, elektrische Berechnungen (z. B. Kurzschlussstrom, Selektivität), hydraulische Nachweise sowie das Netzersatzkonzept.
Im laufenden Betrieb dienen diese Unterlagen als Grundlage für Umbauten, Erweiterungen oder Leistungsanpassungen. Für das Facility Management stellen sie ein zentrales Instrument zur Sicherstellung der technischen Nachvollziehbarkeit und Betriebssicherheit dar.
Bestandspläne – Elektrische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Revisions- und Bestandspläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation der elektrischen Installation |
| Rechtsgrundlagen | VDI 6026-1; DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Wesentliche Inhalte | • Stromlaufpläne |
| Verantwortlich | Fachunternehmer / Elektroinstallateur |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Wartung und Störungsbehebung |
Erläuterung
Revisionspläne bilden den tatsächlich ausgeführten Zustand der elektrischen Anlage ab. Sie sind Voraussetzung für eine fachgerechte Wartung, Fehlersuche und Erweiterung.
Gemäß VDI 6026-1 ist eine strukturierte, gewerkeübergreifende Dokumentation sicherzustellen. Abweichungen zwischen Planung und Ausführung sind nachvollziehbar darzustellen. Fehlende oder veraltete Bestandspläne stellen ein erhebliches Haftungs- und Sicherheitsrisiko dar.
Bestätigung der Registrierung einer EEG-Anlage im MaStRV
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Registrierungsbestätigung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis energierechtlicher Registrierung |
| Rechtsgrundlagen | Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) |
| Wesentliche Inhalte | • Registrierungsnummer |
| Verantwortlich | Bundesnetzagentur |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für EEG-Vergütung |
Erläuterung
Stromerzeugungsanlagen sind vor Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister zu registrieren. Die Bestätigung enthält eine eindeutige Registrierungsnummer, welche für energiewirtschaftliche Abrechnungsprozesse erforderlich ist.
Ohne fristgerechte Registrierung kann der Anspruch auf EEG-Vergütung oder KWK-Zuschläge entfallen. Das Facility Management hat sicherzustellen, dass Registrierungsdaten korrekt hinterlegt und Änderungen (z. B. Betreiberwechsel) unverzüglich gemeldet werden.
Betriebs- und Wartungsanleitung – Stromerzeugungseinheiten
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Betriebs- und Wartungsanleitung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherer Betrieb von Generatoraggregaten |
| Rechtsgrundlagen | DIN EN ISO 8528-13 |
| Wesentliche Inhalte | • Betriebsgrenzen |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Instandhaltungsverträge |
Erläuterung
Die Norm DIN EN ISO 8528-13 legt Anforderungen an die Dokumentation von Stromerzeugungsaggregaten fest. Die Betriebsanleitung muss klare Angaben zu Betriebsparametern, Wartungsintervallen, Schmierstoffanforderungen und Notabschaltungen enthalten.
Im Facility Management bildet sie die Grundlage für Wartungsverträge, Prüfpläne und Instandhaltungsstrategien. Abweichungen vom Herstellerkonzept können Gewährleistungs- und Haftungsfragen auslösen.
Betriebsanleitung – Maschinen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Maschinenbetriebsanleitung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis bestimmungsgemäßer Verwendung |
| Rechtsgrundlagen | 9. ProdSV; RL 2006/42/EG; VO (EU) 2023/1230; DIN EN ISO 12100; DIN EN 809; DIN EN 1012-1; DIN EN 12693; VDI 6026-1 |
| Wesentliche Inhalte | • Gefährdungsanalyse |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisrelevanz | Grundlage der Gefährdungsbeurteilung |
Erläuterung
Maschinen im Sinne der 9. ProdSV müssen mit einer CE-Kennzeichnung und einer vollständigen Betriebsanleitung ausgeliefert werden. Diese enthält die Risikobeurteilung gemäß DIN EN ISO 12100, Hinweise zu Restrisiken sowie Vorgaben zur sicheren Verwendung. Für Betreiber ist die Betriebsanleitung Grundlage der Gefährdungsbeurteilung nach BetrSichV. Ohne diese Dokumente ist eine rechtssichere Inbetriebnahme nicht möglich.
Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen – Elektrische Betriebsmittel
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Elektrische Betriebsanleitung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherer Betrieb elektrischer Komponenten |
| Rechtsgrundlagen | 1. ProdSV; RL 2014/35/EU |
| Wesentliche Inhalte | • CE-Kennzeichnung |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für Inbetriebnahme |
Fachliche Erläuterung
Elektrische Betriebsmittel müssen den Anforderungen der Niederspannungsverordnung entsprechen. Die Betriebsanleitung enthält Angaben zu Schutzklassen, Isolationsanforderungen, Anschlussbedingungen und Sicherheitswarnungen. Das Facility Management hat sicherzustellen, dass Montage und Betrieb ausschließlich gemäß Herstellerangaben erfolgen, um Konformität und Haftungssicherheit zu gewährleisten.
Betriebstagebuch / Anlagenlogbuch
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Betriebstagebuch |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation von Betrieb, Störungen, Wartung |
| Rechtsgrundlagen | DIN EN ISO 8528-13; HOAI (Betriebsphase) |
| Wesentliche Inhalte | • Laufzeiten |
| Verantwortlich | Betreiber |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Effizienz- und Störungsanalyse |
Erläuterung
Das Betriebstagebuch dokumentiert alle relevanten Betriebszustände und Ereignisse. Es dient der Nachvollziehbarkeit von Wartungsmaßnahmen, der Analyse von Störungen und der Bewertung der Energieeffizienz.
In Audits oder Schadensfällen stellt es ein zentrales Nachweisdokument dar. Die Führung kann digital erfolgen, muss jedoch revisionssicher sein.
Sicherheitstechnische Bewertung – Überwachungsbedürftige Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Sicherheitstechnische Bewertung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Prüfung der Betriebssicherheit |
| Rechtsgrundlagen | Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfumfang |
| Verantwortlich | Zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für Weiterbetrieb |
Erläuterung
Bestimmte Anlagenbestandteile können als überwachungsbedürftige Anlagen im Sinne der BetrSichV eingestuft werden. Hierzu zählen beispielsweise Druckanlagen oder explosionsgefährdete Bereiche.
Die sicherheitstechnische Bewertung durch eine zugelassene Überwachungsstelle ist Voraussetzung für den rechtskonformen Weiterbetrieb. Festgestellte Mängel sind fristgerecht zu beheben und zu dokumentieren.
Betriebsanleitung (interdisziplinär) – Technische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Interdisziplinäre Betriebsanleitung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Ganzheitliche Beschreibung des Betriebs der Eigenstromanlage einschließlich Schnittstellen zu TGA und Brandschutz |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (02.2_667) |
| Wesentliche Inhalte | • Anlagenbeschreibung |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Betreiber- und Bedienerschulung |
Erläuterung
Die interdisziplinäre Betriebsanleitung beschreibt den sicheren und bestimmungsgemäßen Betrieb der Eigenstromanlage. Sie bündelt alle technischen, sicherheitsrelevanten und organisatorischen Informationen in einem strukturierten Dokument. Gemäß HOAI ist sie Bestandteil der Leistungsphasen 8 und 9 und dient als Übergabedokument an den Betreiber. Die Anleitung enthält klare Anweisungen für Normalbetrieb, Störungsbetrieb und Notfallsituationen. Sie bildet die Grundlage für Unterweisungen, Gefährdungsbeurteilungen und die rechtssichere Wahrnehmung der Betreiberpflichten.
Betriebstagebuch
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Betriebstagebuch |
| Zweck & Anwendungsbereich | Laufende Dokumentation von Betriebszuständen und Ereignissen |
| Rechtsgrundlagen | VDI-MT 3810-1 (32.1_6604) |
| Wesentliche Inhalte | • Betriebsstunden |
| Verantwortlich | Betreiber / Facility Manager |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Instandhaltungs- und Optimierungsstrategien |
Erläuterung
Das Betriebstagebuch dokumentiert sämtliche Betriebszustände der Eigenstromanlage fortlaufend und nachvollziehbar. Es dient als Nachweis für ordnungsgemäßen Betrieb gegenüber Behörden, Sachverständigen und Versicherern. Alle Störungen, Eingriffe und Wartungsmaßnahmen werden chronologisch erfasst. Die Dokumentation ermöglicht eine Analyse von Ausfallursachen und Optimierungspotenzialen. Damit stellt das Betriebstagebuch ein zentrales Instrument des technischen Anlagenmanagements dar.
Betriebskostenberechnung – Technische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Betriebskostenberechnung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Wirtschaftlichkeitsnachweis der Eigenstromanlage |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (02.2_667) |
| Wesentliche Inhalte | • Investitionskosten |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Entscheidungsgrundlage für Betreiber |
Erläuterung
Die Betriebskostenberechnung stellt eine systematische Lebenszyklusbetrachtung der Eigenstromanlage dar. Sie berücksichtigt Investitions-, Betriebs- und Instandhaltungskosten über den geplanten Nutzungszeitraum. Grundlage bilden die in der HOAI geforderten Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen technischer Anlagen. Zusätzlich werden Erlöse aus Einspeisung oder Eigenverbrauch bewertet. Die Berechnung dient als Entscheidungsgrundlage für Investitionen und Optimierungsmaßnahmen.
Brandschutzmatrix / Brandfallsteuerungsmatrix
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Brandschutz- bzw. Steuerungsmatrix |
| Zweck & Anwendungsbereich | Festlegung der Schalt- und Steuerfunktionen im Brandfall |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (02.2_667); VDI 3819-3 (32.1_5798) |
| Wesentliche Inhalte | • Schaltfolgen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA / Brandschutzplaner |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Brandfallprüfung und Feuerwehrabstimmung |
Erläuterung
Die Brandschutzmatrix definiert die technischen Reaktionen der Eigenstromanlage im Ereignisfall. Sie beschreibt eindeutig alle Schalt- und Steuerfolgen bei Brandmeldung. Grundlage bilden die brandschutztechnischen Anforderungen der Bauordnung und die Vorgaben der VDI 3819-3. Die Matrix stellt sicher, dass sicherheitsrelevante Verbraucher priorisiert versorgt werden. Sie dient als verbindliche Grundlage für Prüfungen und Abstimmungen mit der Feuerwehr.
Darstellungen der Lösung – LPH 5 Ausführungsplanung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Ausführungspläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Technische Detailplanung der Eigenstromversorgungsanlage |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (02.2_667) |
| Wesentliche Inhalte | • Stromlaufpläne |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Montage, Prüfung und Revision |
Erläuterung
Die Ausführungsplanung konkretisiert die genehmigte Entwurfsplanung und bildet die Grundlage für die technische Umsetzung der Anlage. Sie enthält sämtliche erforderlichen Detailzeichnungen und technischen Spezifikationen zur normgerechten Installation. Gemäß HOAI ist sie Bestandteil der Leistungsphase 5 und dient der vollständigen Durcharbeitung aller technischen Anforderungen. Die Pläne müssen eindeutig, maßstäblich und gewerkeübergreifend abgestimmt sein. Für das Facility Management stellen sie die Grundlage für spätere Anpassungen, Erweiterungen und Revisionsunterlagen dar.
Lösungsbeschreibung – LPH 7 Vergabeergebnis
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Technische Lösungsbeschreibung nach Vergabe |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation der beauftragten technischen Lösung |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18379; DIN 18381; HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Leistungsumfang |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Vertrags- und Abnahmegrundlage |
Erläuterung
Nach Abschluss des Vergabeverfahrens ist die beauftragte technische Lösung eindeutig zu dokumentieren. Diese Beschreibung dient der transparenten Darstellung des vertraglich vereinbarten Leistungsumfangs. Grundlage bilden die technischen Vertragsbedingungen der VOB/C sowie die HOAI-Vorgaben. Sie umfasst Herstellerdaten, Systemkonfigurationen und wesentliche technische Kenndaten. Für den Betreiber bildet sie die Grundlage für Abnahme, Gewährleistungsverfolgung und spätere Systemanpassungen.
Datenerfassung, Analyse- und Optimierungsdokumentation
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Analyse- und Optimierungsberichte |
| Zweck & Anwendungsbereich | Bewertung von Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit |
| Rechtsgrundlagen | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Lastgänge |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Bestandteil des Energiemanagements |
Erläuterung
Die Analyse- und Optimierungsdokumentation basiert auf kontinuierlich erfassten Betriebsdaten der Eigenstromanlage. Ziel ist die Bewertung von Effizienz, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Die Auswertung erfolgt unter Berücksichtigung technischer Kennzahlen und Lastprofilanalysen. Auf Grundlage der Ergebnisse werden konkrete Optimierungsvorschläge entwickelt. Diese Dokumentation unterstützt ein nachhaltiges Energiemanagement und die langfristige Sicherstellung der Betriebssicherheit.
Datenpunkt- / Funktionsliste – Montageplanung (LPH 7+)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Datenpunkt-/Funktionsliste (Montageplanung) |
| Zweck & Anwendungsbereich | Definition aller elektrischen Funktionen und Schnittstellen |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Wesentliche Inhalte | • Ein-/Ausgänge |
| Verantwortlich | Errichter / Elektroinstallateur |
| Praxisrelevanz | Grundlage für GLT-Integration |
Erläuterung
Die Datenpunktliste definiert sämtliche digitalen und analogen Signale der Eigenstromanlage. Sie legt eindeutig fest, welche Ein- und Ausgänge sowie Steuer- und Meldesignale vorhanden sind. Grundlage bildet die DIN 18382 als technische Vertragsbedingung für Gebäudeautomation. Die Liste gewährleistet eine normkonforme Integration in die Gebäudeleittechnik. Für das Facility Management stellt sie eine wesentliche Grundlage für Fehlersuche und Systemanpassungen dar.
Datenpunkt- / Funktionsliste – Ausführung (LPH 8)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Revisions-Datenpunktliste |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation der tatsächlich umgesetzten Funktionen |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 |
| Wesentliche Inhalte | • Ist-Zustand |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Bestandteil der Revisionsunterlagen |
Erläuterung
Die Revisions-Datenpunktliste dokumentiert den tatsächlichen Ausführungszustand der Anlage. Abweichungen gegenüber der Planung sind eindeutig kenntlich zu machen. Sie enthält die endgültige Parametrierung sowie die Zuordnung aller Signale. Diese Dokumentation ist Bestandteil der vollständigen Revisionsunterlagen gemäß VOB/C. Für den Betreiber bildet sie die Grundlage für Wartung, Modernisierung und Störungsanalyse.
Wartungsdokumentation
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Wartungs- und Instandhaltungsunterlagen |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherstellung der dauerhaften Betriebssicherheit |
| Rechtsgrundlagen | DIN EN 13460 (28.2_1822) |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungspläne |
| Verantwortlich | Hersteller / Wartungsunternehmen / Betreiber |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Betreiberpflichten |
Erläuterung
Die Wartungsdokumentation gewährleistet die langfristige Funktionsfähigkeit der Eigenstromanlage. Grundlage bildet die DIN EN 13460 zur Strukturierung von Instandhaltungsunterlagen. Sie umfasst Wartungsintervalle, Prüfprotokolle und Nachweise wiederkehrender Prüfungen. Zusätzlich enthält sie Angaben zu Ersatz- und Verschleißteilen sowie Instandsetzungsmaßnahmen. Für den Betreiber stellt sie einen zentralen Bestandteil der rechtssicheren Wahrnehmung seiner Verkehrssicherungspflichten dar.
Dokumentation Dämm- und Brandschutzarbeiten (TGA)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Dokumentation Dämm- und Brandschutzarbeiten |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis normgerechter Ausführung von Isolations- und Brandschutzmaßnahmen |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18421 (VOB/C ATV) |
| Wesentliche Inhalte | • Materialnachweise |
| Verantwortlich | Ausführendes Unternehmen |
| Praxisrelevanz | Bestandteil der Revisionsunterlagen und Brandschutzakte |
Erläuterung
Die Dokumentation der Dämm- und Brandschutzarbeiten dient dem Nachweis, dass sämtliche Isolations- und Abschottungsmaßnahmen entsprechend den Vorgaben der DIN 18421 fachgerecht ausgeführt wurden. Sie ist insbesondere bei Eigenstromversorgungsanlagen relevant, da Leitungsdurchführungen, Abgasleitungen und technische Installationen brandschutztechnisch gesichert werden müssen. Die Unterlagen enthalten detaillierte Angaben zu verwendeten Materialien, deren Klassifizierung sowie zu Einbausituationen und Abschottungssystemen. Für den Betreiber bilden diese Dokumente die Grundlage für wiederkehrende Brandschutzprüfungen und behördliche Kontrollen. Im Facility Management sind sie dauerhaft in der Brandschutzakte aufzubewahren und bei baulichen Änderungen fortzuschreiben.
Baudokumentation / Bautagebuch – Technische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Baudokumentation / Bautagebuch |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachvollziehbarkeit des Bauablaufs |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (Leistungsphase 8 – Objektüberwachung) |
| Wesentliche Inhalte | • Baufortschritt |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Abrechnung, Gewährleistung und Nachträge |
Erläuterung
Das Bautagebuch dokumentiert im Rahmen der Objektüberwachung nach HOAI sämtliche wesentlichen Vorgänge während der Errichtung der technischen Anlagen. Es stellt sicher, dass Baufortschritt, besondere Vorkommnisse und Abweichungen vom Leistungsverzeichnis transparent nachvollzogen werden können. Bei Eigenstromanlagen sind insbesondere Montageabläufe, Koordination mit anderen Gewerken und Funktionsprüfungen zu erfassen. Die Dokumentation dient als Beweismittel bei Streitigkeiten sowie zur Durchsetzung von Mängelansprüchen. Für das Facility Management bildet sie eine wichtige Grundlage bei der späteren Bewertung technischer Risiken und Gewährleistungsfristen.
Vergabedokumentation – Technische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Dokumentation des Vergabeverfahrens |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis eines rechtskonformen Ausschreibungs- und Vergabeprozesses |
| Rechtsgrundlagen | VgV; UVgO; VOB/A 2019; HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Ausschreibungsunterlagen |
| Verantwortlich | Öffentlicher Auftraggeber / Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Prüfpflichtige Unterlage bei öffentlichen Auftraggebern |
Erläuterung
Die Vergabedokumentation stellt sicher, dass das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren transparent, diskriminierungsfrei und rechtskonform durchgeführt wurde. Sie umfasst sämtliche Unterlagen von der Bekanntmachung bis zur Zuschlagserteilung. Bei technisch anspruchsvollen Eigenstromversorgungsanlagen ist die nachvollziehbare Bewertung der Angebote von besonderer Bedeutung. Öffentliche Auftraggeber sind verpflichtet, einen detaillierten Vergabevermerk zu führen und revisionssicher aufzubewahren. Für das Facility Management ist diese Dokumentation relevant, um spätere vertragliche und technische Verpflichtungen eindeutig nachvollziehen zu können.
Eignungsnachweis – Bauleistungsanbieter
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Eignungsnachweis des Bieters |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis fachlicher, technischer und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit |
| Rechtsgrundlagen | VOB/A 2019 |
| Wesentliche Inhalte | • Referenzen |
| Verantwortlich | Bieter |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für Zuschlagserteilung |
Erläuterung
Der Eignungsnachweis dient der Sicherstellung, dass nur fachkundige und leistungsfähige Unternehmen mit der Errichtung sicherheitsrelevanter Anlagen beauftragt werden. Er umfasst Referenzen vergleichbarer Projekte sowie Qualifikations- und Zertifikatsnachweise. Bei Eigenstromanlagen sind spezielle elektrotechnische und maschinentechnische Kompetenzen erforderlich. Der öffentliche Auftraggeber prüft die Eignung vor Zuschlagserteilung anhand festgelegter Kriterien. Im Facility Management unterstützt diese Prüfung die langfristige Betriebssicherheit und Qualität der Anlage.
Einbauerklärung – Unvollständige Maschine
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Einbauerklärung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis für unvollständige Maschinen (z. B. Generatoraggregate) |
| Rechtsgrundlagen | Richtlinie 2006/42/EG |
| Wesentliche Inhalte | • Beschreibung der Baugruppe |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für CE-Gesamtkonformität |
Erläuterung
Die Einbauerklärung ist bei unvollständigen Maschinen erforderlich, die erst durch Integration in eine Gesamtanlage funktionsfähig werden. Generatoraggregate oder vormontierte Schaltanlagen gelten häufig als Teilmaschinen im Sinne der Richtlinie 2006/42/EG. Der Hersteller bestätigt mit der Einbauerklärung, dass die grundlegenden Sicherheitsanforderungen eingehalten wurden. Gleichzeitig sind Montage- und Einbauhinweise verbindlich zu beachten. Für den Betreiber ist die Einbauerklärung zwingende Voraussetzung zur Erstellung der CE-Gesamtkonformität der Anlage.
Einsatz- und Betriebskonzept – Notstromanlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Einsatz- und Betriebskonzept |
| Zweck & Anwendungsbereich | Regelung des Betriebs im Not- oder Inselbetrieb |
| Rechtsgrundlagen | AMEV „Ersatzstrom 2024“ |
| Wesentliche Inhalte | • Priorisierung Verbraucher |
| Verantwortlich | Betreiber |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Betriebssicherheit |
Erläuterung
Das Einsatz- und Betriebskonzept beschreibt detailliert die organisatorischen und technischen Abläufe im Notstromfall. Es definiert, welche Verbraucher priorisiert versorgt werden und wie die Umschaltung zwischen Netz- und Inselbetrieb erfolgt. Darüber hinaus regelt es Mindestbevorratungszeiten für Brennstoffe sowie Wartungs- und Prüfintervalle. Die Empfehlungen des AMEV bieten hierfür praxisorientierte Leitlinien. Für das Facility Management ist dieses Konzept ein zentrales Instrument zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit.
Mengen- und Massenermittlung – Technische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Massenermittlung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Grundlage für Ausschreibung und Abrechnung |
| Rechtsgrundlagen | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Leistungspositionen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Vertrags- und Nachtragsgrundlage |
Erläuterung
Die Massenermittlung dient der exakten Quantifizierung aller für die Anlage erforderlichen Leistungen. Sie bildet die Grundlage für ein transparentes Leistungsverzeichnis. Fehlerhafte oder unvollständige Mengenansätze führen regelmäßig zu Nachträgen. Daher ist eine sorgfältige Ermittlung nach den Vorgaben der HOAI erforderlich. Für das Facility Management ist sie wesentlich für die langfristige Kostenkontrolle.
Installationsbestätigung – Elektrische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Installationsbestätigung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis fachgerechter Errichtung |
| Rechtsgrundlagen | DGUV Grundsatz 303-003; DGUV Vorschrift 3 |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfprotokolle |
| Verantwortlich | Installateur / Hersteller |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für Inbetriebnahme |
Erläuterung
Die Installationsbestätigung dokumentiert die ordnungsgemäße Errichtung der elektrischen Anlage. Sie umfasst die Erstprüfung gemäß DIN VDE 0100-600 einschließlich Messprotokollen. Der Nachweis der Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag und Kurzschluss ist zwingend erforderlich. Ohne diese Bestätigung darf keine Inbetriebnahme erfolgen. Für das Facility Management bildet sie die Grundlage für wiederkehrende Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3.
Errichtererklärung – Elektrische Systeme
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Errichtererklärung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Bestätigung normgerechter Ausführung |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Wesentliche Inhalte | • Anlagenbeschreibung |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Bestandteil der Abnahme |
Erläuterung
Mit der Errichtererklärung bestätigt das ausführende Unternehmen die normgerechte Ausführung der elektrischen Installation. Grundlage sind die anerkannten Regeln der Technik sowie die Anforderungen der DIN 18382. Die Erklärung ist Bestandteil der Abnahmeunterlagen. Sie dokumentiert die Verantwortung des Errichters für die fachgerechte Umsetzung. Im Facility Management dient sie als rechtliche Absicherung im Gewährleistungszeitraum.
Ersatzteilliste / Stückliste – Elektrische Systeme
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Ersatzteil- / Stückliste |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherstellung langfristiger Instandhaltung |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Wesentliche Inhalte | • Komponentenliste |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Wartung und Ersatzteilmanagement |
Erläuterung
Die Ersatzteil- und Stückliste enthält sämtliche verbauten Komponenten mit eindeutiger Identifikation. Sie ermöglicht eine schnelle Ersatzteilbeschaffung im Störungsfall. Besonders bei sicherheitsrelevanten Eigenstromanlagen ist eine hohe Verfügbarkeit sicherzustellen. Die Dokumentation unterstützt die präventive Instandhaltungsstrategie. Für das Facility Management ist sie ein zentrales Instrument des Lebenszyklusmanagements.
Ersatzteilliste – Nieder- und Mittelspannungsanlagen bis 36 kV
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Ersatzteil- / Stückliste |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherstellung der langfristigen Instandhaltung und Verfügbarkeit |
| Rechtsgrundlagen | Technische Regeln der Elektrotechnik für Anlagenbetrieb bis 36 kV |
| Wesentliche Inhalte | • Komponentenliste |
| Verantwortlich | Ausführendes Unternehmen |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Wartungs- und Ersatzteilmanagement |
Erläuterung
Die Ersatzteilliste ist Bestandteil der Revisionsdokumentation gemäß VOB/C und stellt die dauerhafte Instandhaltungsfähigkeit der Anlage sicher. Sie dient der Identifikation sicherheits- und betriebsrelevanter Komponenten innerhalb von Nieder- und Mittelspannungsanlagen bis 36 kV. Durch die eindeutige Zuordnung von Herstellerangaben, Typenbezeichnungen und Bestellnummern wird die Ersatzteilbeschaffung standardisiert und beschleunigt. Kritische Bauteile mit langen Lieferzeiten müssen gesondert gekennzeichnet werden, um Ausfallrisiken zu minimieren. Im Facility Management bildet dieses Dokument die Grundlage für strategische Lagerhaltung, Budgetplanung und Lebenszyklusmanagement.
Feuerstättenbescheid
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Feuerstättenbescheid |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis der ordnungsgemäßen Prüfung von Feuerstätten |
| Rechtsgrundlagen | SchfHwG |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfumfang |
| Verantwortlich | Bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger |
| Praxisrelevanz | Pflichtnachweis bei Feuerungsanlagen |
Funktions- und Strangschema – LPH 3 Entwurfsplanung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Funktions- und Strangschema (Entwurf) |
| Zweck & Anwendungsbereich | Darstellung des technischen Grundkonzepts |
| Rechtsgrundlagen | VDI 6026-1; HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Hauptstrompfade |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Genehmigung und Kostenplanung |
Erläuterung
Das Funktions- und Strangschema der Entwurfsplanung beschreibt das technische Grundkonzept der Eigenstromanlage. Es definiert die Hauptstrompfade sowie die logische Struktur der Energieverteilung. Zudem werden Schutz- und Umschaltkonzepte zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit festgelegt. Die Priorisierung kritischer Verbraucher wird bereits in dieser Phase berücksichtigt. Dieses Dokument bildet die Grundlage für Genehmigungen, Kostenberechnungen und die weitere Detailplanung.
Funktions- und Strangschema – LPH 5 Ausführungsplanung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Detailliertes Funktions- und Strangschema |
| Zweck & Anwendungsbereich | Technische Detailfestlegung für Montage |
| Rechtsgrundlagen | VDI 6026-1; HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Kabel- und Schutztechnik |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Ausführung und Revision |
Erläuterung
Das Funktions- und Strangschema der Leistungsphase 5 konkretisiert das in der Entwurfsplanung entwickelte Anlagenkonzept technisch vollständig. Es definiert sämtliche Schutzorgane, Schaltgeräte, Leitungsführungen sowie die Selektivität der Schutztechnik entsprechend den anerkannten Regeln der Technik. Darüber hinaus werden detaillierte Angaben zur Netzumschaltung, zur Parametrierung von Schutzrelais und zu Schnittstellen zur Gebäudeleittechnik festgelegt. Die Dokumentation dient als verbindliche Grundlage für die Montage, Installation und Inbetriebnahme der Anlage. Für das Facility Management bildet dieses Schema später die maßgebliche Referenz für Revision, Umbauten und Fehleranalysen.
Funktions- und Strangschema – LPH 7 Vergabeergebnis
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Funktionsschema nach Vergabe |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation der beauftragten technischen Lösung |
| Rechtsgrundlagen | HOAI; DIN 18379; DIN 18381 |
| Wesentliche Inhalte | • Herstellerkomponenten |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Vertrags- und Abnahmegrundlage |
Erläuterung
Nach Abschluss des Vergabeverfahrens ist das tatsächlich beauftragte System eindeutig im Funktionsschema abzubilden. Dabei sind alle herstellerbezogenen Komponenten, technische Alternativen sowie genehmigte Ausführungsvarianten transparent darzustellen. Abweichungen von der Entwurfs- oder Ausführungsplanung müssen nachvollziehbar dokumentiert werden. Dieses Dokument stellt die vertraglich geschuldete Leistung im Sinne der VOB/C dar. Für das Facility Management bildet es die Grundlage für Abnahme, Gewährleistungsverfolgung und spätere technische Bewertungen.
Funktionsbeschreibung – Elektrische Systeme (LPH 8 Ausführung)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Funktionsbeschreibung (Revisionsstand) |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation der tatsächlich umgesetzten Funktionen |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Wesentliche Inhalte | • Steuerungslogik |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Betrieb und Störungsanalyse |
Erläuterung
Die Funktionsbeschreibung im Revisionsstand dokumentiert den tatsächlichen Anlagenzustand nach Fertigstellung und Inbetriebnahme. Sie beschreibt detailliert die Steuerungslogik, Schaltfolgen, Schutzparameter sowie alle Betriebsarten einschließlich Netzparallel- und Inselbetrieb. Ebenfalls enthalten sind Grenzwerte, Alarmmeldungen und Wiederanlaufstrategien bei Netzausfall. Dieses Dokument ist gemäß DIN 18382 Bestandteil der geschuldeten Leistung des Errichters. Für den Betreiber stellt es die zentrale Grundlage für sicheren Betrieb, Instandhaltung und Störungsanalyse dar.
Prinzipschaltbild – LPH 2 Vorplanung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Prinzipschaltbild |
| Zweck & Anwendungsbereich | Darstellung des Systemprinzips |
| Rechtsgrundlagen | VDI 6026-1; HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Hauptkomponenten |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Variantenvergleich |
Erläuterung
Das Prinzipschaltbild wird in der Vorplanung erstellt und stellt die grundlegende Systemarchitektur dar. Es zeigt die wesentlichen Energieflüsse, Hauptkomponenten sowie das vorgesehene Redundanzkonzept. Dabei werden verschiedene technische Varianten gegenübergestellt und wirtschaftlich bewertet. Das Dokument dient als Entscheidungsgrundlage für Bauherrn, Investoren und Betreiber. Für das Facility Management bildet es die strategische Referenz für spätere Erweiterungen oder Modernisierungen.
Gebrauchsanleitung – Produkte
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Gebrauchsanleitung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherer und bestimmungsgemäßer Betrieb |
| Rechtsgrundlagen | ProdSG |
| Wesentliche Inhalte | • Sicherheits- und Warnhinweise |
| Verantwortlich | Hersteller / Inverkehrbringer |
| Praxisrelevanz | Pflichtbestandteil der Anlagenakte |
Erläuterung
Die Gebrauchsanleitung ist gemäß Produktsicherheitsgesetz zwingender Bestandteil jedes in Verkehr gebrachten technischen Produkts. Sie muss in deutscher Sprache vorliegen und alle sicherheitsrelevanten Hinweise enthalten. Darüber hinaus sind Installationsbedingungen, Betriebsgrenzen und Wartungsvorgaben eindeutig zu beschreiben. Fehlende oder unvollständige Anleitungen stellen ein haftungsrechtliches Risiko dar. Für das Facility Management ist die Gebrauchsanleitung integraler Bestandteil der Betreiber- und Sicherheitsdokumentation.
Gewerke-Beziehungsmatrix
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Gewerke- bzw. Schnittstellenmatrix |
| Zweck & Anwendungsbereich | Koordination der Gewerke und Schnittstellen |
| Rechtsgrundlagen | VDI 6039 |
| Wesentliche Inhalte | • Verantwortlichkeiten |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Minimierung von Schnittstellenrisiken |
Erläuterung
Die Gewerke-Beziehungsmatrix dient der systematischen Darstellung aller technischen und organisatorischen Schnittstellen. Sie definiert eindeutig Verantwortlichkeiten zwischen Elektrotechnik, MSR-Technik, Brandschutz, Baugewerken und Netzbetreiber. Grundlage hierfür ist das strukturierte Schnittstellenmanagement nach VDI 6039. Durch klare Zuordnung werden Ausführungsfehler, Terminverzögerungen und Haftungsunklarheiten vermieden. Im Facility Management unterstützt die Matrix die transparente Koordination bei Umbauten, Erweiterungen und Instandhaltungsmaßnahmen.
Wartungsbericht
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Wartungs- und Instandhaltungsbericht |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation durchgeführter Wartungsmaßnahmen |
| Rechtsgrundlagen | DIN EN 13306 |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungsumfang |
| Verantwortlich | Wartungsingenieur |
| Praxisrelevanz | Nachweis der Betreiberpflichten |
Erläuterung
Der Wartungsbericht dokumentiert sämtliche durchgeführten Instandhaltungsmaßnahmen gemäß den Begrifflichkeiten der DIN EN 13306. Er enthält Prüfergebnisse, Messwerte, festgestellte Abweichungen sowie den Einsatz von Ersatzteilen. Zudem werden Empfehlungen für weiterführende Maßnahmen oder Optimierungen ausgesprochen. Die lückenlose Dokumentation dient dem Nachweis der ordnungsgemäßen Betreiberpflichtenerfüllung. Im Rahmen von Audits, Versicherungsprüfungen oder behördlichen Kontrollen stellt der Wartungsbericht ein zentrales Nachweisdokument dar.
Instandhaltungsplan
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Instandhaltungsplan |
| Zweck & Anwendungsbereich | Systematische Planung aller Instandhaltungsmaßnahmen |
| Rechtsgrundlagen | DIN EN 13306; DIN EN 15331 |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungs- und Inspektionsintervalle |
| Verantwortlich | Instandhaltungsingenieur / Betreiber |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Betreiberpflichten und Budgetplanung |
Erläuterung
Der Instandhaltungsplan definiert die strategische und operative Organisation sämtlicher Instandhaltungsmaßnahmen gemäß DIN EN 13306. Er berücksichtigt sowohl präventive als auch korrektive Maßnahmen zur Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit. Die Inhalte orientieren sich an Herstellerangaben, gesetzlichen Prüfvorgaben und betrieblichen Anforderungen. Zusätzlich ermöglicht DIN EN 15331 die Bewertung der Instandhaltungsleistung anhand geeigneter Kennzahlen. Im Facility Management stellt der Instandhaltungsplan ein zentrales Steuerungsinstrument innerhalb des CAFM-Systems dar.
Instandhaltungsplan – Elektrische Systeme
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Instandhaltungsplan elektrische Systeme |
| Zweck & Anwendungsbereich | Spezifische Wartungsplanung für elektrische Komponenten |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Wesentliche Inhalte | • Prüffristen Schaltanlagen |
| Verantwortlich | Errichter / Elektrofachunternehmen |
| Praxisrelevanz | Grundlage für sichere Stromversorgung |
Erläuterung
Elektrische Systeme von Eigenstromanlagen unterliegen besonderen Sicherheitsanforderungen gemäß DIN 18382. Der spezifische Instandhaltungsplan definiert Prüfintervalle und Funktionskontrollen für sämtliche elektrischen Komponenten. Hierzu zählen Schaltanlagen, Schutzrelais, Umschalteinrichtungen sowie Speicher- und Batteriesysteme. Die regelmäßige Durchführung von Notstromtests gewährleistet die Funktionsfähigkeit im Ereignisfall. Die Dokumentation ist Bestandteil der Revisionsunterlagen und zwingend für die Betriebssicherheit.
Wartungsplan / Wartungskalender
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Wartungsplan |
| Zweck & Anwendungsbereich | Terminliche Organisation von Wartungsmaßnahmen |
| Rechtsgrundlagen | DIN EN 13306 |
| Wesentliche Inhalte | • Zeitplan |
| Verantwortlich | Instandhaltungsingenieur |
| Praxisrelevanz | Operatives Steuerungsinstrument |
Erläuterung
Der Wartungsplan konkretisiert die im Instandhaltungsplan definierten Maßnahmen in zeitlicher Hinsicht. Er dient der systematischen Terminüberwachung aller Wartungs- und Prüfpflichten. Verantwortlichkeiten werden eindeutig zugeordnet, um Betreiberpflichten eindeutig wahrzunehmen. Die Einhaltung gesetzlicher Prüffristen wird dadurch organisatorisch sichergestellt. Im operativen Facility Management bildet der Wartungskalender ein wesentliches Instrument zur Vermeidung von Störungen.
Anlageninventarliste
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Anlageninventar |
| Zweck & Anwendungsbereich | Vollständige Erfassung aller Komponenten |
| Rechtsgrundlagen | DIN EN 13306 |
| Wesentliche Inhalte | • Anlagenbezeichnung |
| Verantwortlich | Betreiber / Facility Manager |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Instandhaltungs- und Prüfmanagement |
Erläuterung
Die Anlageninventarliste dokumentiert sämtliche technischen Komponenten der Eigenstromversorgungsanlage vollständig und strukturiert. Sie stellt die Grundlage für eine rechtskonforme Betreiberorganisation dar. Ohne vollständiges Inventar können Wartungs- und Prüfpflichten nicht eindeutig zugeordnet werden. Zudem bildet sie die Basis für Ersatzteilmanagement und Wirtschaftlichkeitsanalysen. Im Rahmen von Audits dient das Inventar als zentraler Nachweis der technischen Anlagenstruktur.
Kehrbuch / Feuerstättenbuch
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Kehr- bzw. Feuerstättenbuch |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation von Kehr- und Überprüfungsarbeiten |
| Rechtsgrundlagen | SchfHwG |
| Wesentliche Inhalte | • Prüftermine |
| Verantwortlich | Bezirksschornsteinfeger |
| Praxisrelevanz | Pflichtnachweis bei Verbrennungsanlagen |
Erläuterung
Bei BHKW und anderen Verbrennungsanlagen ist das Kehrbuch gesetzlich vorgeschrieben. Es dokumentiert sämtliche Überprüfungen von Abgasanlagen und Feuerstätten. Der zuständige Bezirksschornsteinfeger führt die entsprechenden Eintragungen durch. Festgestellte Mängel oder Auflagen werden verbindlich dokumentiert. Das Kehrbuch ist Bestandteil der Brandschutzdokumentation und dient als behördlicher Nachweis.
Aufgabenklärung – Technische Ausrüstung (Ergebnisse)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Dokumentation der Aufgabenklärung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Definition der Projektziele und technischen Anforderungen |
| Rechtsgrundlagen | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Leistungsumfang |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage der weiteren Planung |
Erläuterung
Die Aufgabenklärung gemäß HOAI bildet die Grundlage der gesamten technischen Planung. In dieser Phase werden die funktionalen und wirtschaftlichen Anforderungen definiert. Dazu gehören insbesondere Versorgungsziele und Redundanzanforderungen. Die Ergebnisse fließen verbindlich in die weitere Planung ein. Eine unzureichende Aufgabenklärung führt regelmäßig zu Betriebs- und Haftungsrisiken.
Erläuterung
Eigenstromversorgungsanlagen gelten in vielen Fällen als Maschinen im Sinne des EU-Rechts. Der Hersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen. Die Einhaltung harmonisierter Normen muss dokumentiert werden. Mit der CE-Kennzeichnung wird die Konformität rechtsverbindlich erklärt. Ohne gültige Konformitätserklärung ist eine Inbetriebnahme unzulässig.
EU-Konformitätserklärung / Leistungserklärung – Maschinen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | EU-Konformitätserklärung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis der Einhaltung europäischer Sicherheitsanforderungen |
| Rechtsgrundlagen | Verordnung (EU) 2023/1230; Richtlinie 2006/42/EG; 9. ProdSV |
| Wesentliche Inhalte | • CE-Kennzeichnung |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für Inbetriebnahme |
Kostenberechnung (Ergebnis)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Kostenberechnung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Ermittlung der Investitionskosten |
| Rechtsgrundlagen | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Kostengliederung |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Budgetfreigabe |
Erläuterung
Die Kostenberechnung erfolgt im Rahmen der Entwurfs- und Ausführungsplanung nach HOAI. Sie basiert auf detaillierten Mengen- und Leistungsansätzen. Ziel ist eine belastbare Investitionskostenermittlung. Sie dient der Budgetfreigabe durch den Auftraggeber. Zudem bildet sie die Grundlage für Wirtschaftlichkeitsanalysen.
Kostenfeststellung (Ergebnis)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Kostenfeststellung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Endgültige Kostenermittlung nach Ausführung |
| Rechtsgrundlagen | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Abrechnungssumme |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Projektabschluss |
Erläuterung
Die Kostenfeststellung dokumentiert die tatsächlich entstandenen Projektkosten. Sie erfolgt nach Abschluss der Bau- und Installationsleistungen. Abweichungen zur ursprünglichen Kostenberechnung werden analysiert. Nachträge werden transparent dargestellt. Die Kostenfeststellung ist Bestandteil der vollständigen Projektdokumentation.
Instandhaltungsbericht
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Wartungs- und Instandhaltungsbericht |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation durchgeführter Maßnahmen |
| Rechtsgrundlagen | DIN EN 13306 |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungsumfang |
| Verantwortlich | Instandhaltungsingenieur |
| Praxisrelevanz | Nachweis der Betreiberpflicht |
Kostenberechnung (Ergebnis) – Technische Ausrüstung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Kostenberechnung (Ergebnis Leistungsphase 3 – Entwurfsplanung) |
| Zweck & Anwendungsbereich | Ermittlung der voraussichtlichen Investitionskosten |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (Leistungsbild Technische Ausrüstung) |
| Wesentliche Inhalte | • Kostengliederung nach DIN 276 |
| Verantwortlich | Fachplaner Technische Gebäudeausrüstung (TGA) |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Budgetfreigabe und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung |
Erläuterung
Die Kostenberechnung ist gemäß HOAI Bestandteil der Entwurfsplanung und stellt eine verbindliche Kostenermittlung nach DIN 276 dar. Sie basiert auf einer durchgearbeiteten technischen Planung und berücksichtigt alle anlagenrelevanten Komponenten der Eigenstromversorgung. Für Eigenstromanlagen umfasst sie sowohl maschinentechnische als auch elektrotechnische und bauliche Leistungen. Sie dient dem Bauherrn als Entscheidungsgrundlage für Investitionen und Finanzierungsfreigaben. Im Facility Management bildet sie die Grundlage für Lebenszyklusbetrachtungen und strategische Instandhaltungsplanung.
Leistungs- und Funktionsprüfungen (Ergebnisse) – Technische Ausrüstung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Leistungs- und Funktionsprüfprotokoll |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis der ordnungsgemäßen Funktion und Leistungsfähigkeit |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (Leistungsphase 8 – Objektüberwachung) |
| Wesentliche Inhalte | • Lasttests |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA in Abstimmung mit Errichter |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für Abnahme und Inbetriebnahme |
Erläuterung
Die Leistungs- und Funktionsprüfungen sind integraler Bestandteil der Objektüberwachung gemäß HOAI. Sie dienen dem Nachweis, dass die Anlage den vertraglich vereinbarten Leistungsparametern entspricht. Dabei werden insbesondere Lastverhalten, Schutzfunktionen und Netzumschaltung geprüft. Die Ergebnisse sind vollständig zu dokumentieren und Bestandteil der Revisionsunterlagen. Ohne dokumentierte Funktionsprüfung ist eine ordnungsgemäße Abnahme nach VOB nicht möglich.
Messprotokoll – Elektrische Systeme
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Messprotokoll elektrische Anlagen |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis normgerechter Installation |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 (VOB/C), DIN VDE 0100, DIN VDE 0105-100 |
| Wesentliche Inhalte | • Isolationsmessung |
| Verantwortlich | Errichter / Elektrofachbetrieb |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für Abnahme und sichere Inbetriebnahme |
Erläuterung
Das Messprotokoll dokumentiert die normgerechte Errichtung elektrischer Anlagen gemäß DIN VDE 0100. Es ist vor der ersten Inbetriebnahme verpflichtend zu erstellen. Die Messungen dienen dem Schutz gegen elektrischen Schlag und der Sicherstellung der Abschaltbedingungen. Insbesondere bei Eigenstromanlagen ist die korrekte Netzsystemintegration sicherheitsrelevant. Die Dokumentation ist dauerhaft aufzubewahren und bei wiederkehrenden Prüfungen fortzuschreiben.
Montageanleitung – Unvollständige Maschine
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Montageanleitung für unvollständige Maschine |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherer Einbau von Baugruppen |
| Rechtsgrundlagen | Verordnung (EU) 2023/1230; Richtlinie 2006/42/EG; DIN EN 809 |
| Wesentliche Inhalte | • Einbauhinweise |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisrelevanz | Grundlage für CE-Gesamtkonformität |
Erläuterung
Unvollständige Maschinen dürfen nur mit Montageanleitung in Verkehr gebracht werden. Diese Anleitung beschreibt alle sicherheitsrelevanten Einbauanforderungen. Sie definiert Schnittstellen, bestimmungsgemäße Verwendung und Restrisiken. Der Anlagenintegrator ist verpflichtet, diese Angaben in die Gesamtanlage zu übernehmen. Die Dokumentation ist Bestandteil der CE-Konformitätsbewertung.
Nachweis der Kehrarbeiten – Feuerstätten
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Kehrnachweis / Formblatt |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation der Kehr- und Überprüfungsarbeiten |
| Rechtsgrundlagen | SchfHwG; KÜO |
| Wesentliche Inhalte | • Datum der Kehrung |
| Verantwortlich | Bezirksschornsteinfeger |
| Praxisrelevanz | Pflichtnachweis bei Verbrennungsanlagen |
Erläuterung
Bei Verbrennungsanlagen bestehen gesetzliche Kehr- und Überprüfungspflichten. Diese werden durch den zuständigen Bezirksschornsteinfeger durchgeführt. Der Nachweis dokumentiert ordnungsgemäße Durchführung und etwaige Mängel. Er ist Bestandteil der Betreiberpflichten und brandschutzrechtlich relevant. Die Unterlagen sind im Anlagen- und Brandschutzordner aufzubewahren.
Bauphysikalische und statische Nachweise – Dämm- und Brandschutzarbeiten
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Bauphysikalische und statische Nachweise |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis normgerechter Ausführung von Isolations- und Brandschutzmaßnahmen |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18421 (VOB/C ATV Dämm- und Brandschutzarbeiten) |
| Wesentliche Inhalte | • Materialnachweise |
| Verantwortlich | Ausführendes Unternehmen |
| Praxisrelevanz | Bestandteil der Revisions- und Brandschutzdokumentation |
Erläuterung
Eigenstromversorgungsanlagen erzeugen Wärme, mechanische Belastungen und im Störfall erhöhte Brandlasten, weshalb bauphysikalische und statische Nachweise zwingend erforderlich sind. Gemäß DIN 18421 sind Dämm- und Brandschutzarbeiten fachgerecht auszuführen und zu dokumentieren. Der Nachweis umfasst insbesondere die Einhaltung von Feuerwiderstandsklassen, die ordnungsgemäße Abschottung von Leitungsdurchführungen sowie die Tragfähigkeit von Fundamenten und Aufstellflächen. Zusätzlich sind Anforderungen an den Schall- und Wärmeschutz zu berücksichtigen, insbesondere bei sensiblen Nutzungen wie Krankenhäusern oder Rechenzentren. Die vollständige Dokumentation ist Bestandteil der Brandschutzakte und dient als Nachweis gegenüber Behörden, Prüfingenieuren und Versicherern.
Notfallplan – Elektrische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Notfall- und Sicherheitsplan |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherstellung des sicheren Betriebs bei Störungen |
| Rechtsgrundlagen | DIN VDE 0105-100 |
| Wesentliche Inhalte | • Abschaltverfahren |
| Verantwortlich | Betreiber |
| Praxisrelevanz | Bestandteil der Sicherheitsorganisation |
Erläuterung
Gemäß DIN VDE 0105-100 ist der Betreiber verpflichtet, eine sichere Organisation für den Betrieb elektrischer Anlagen sicherzustellen. Der Notfallplan definiert verbindliche Handlungsanweisungen bei Netzausfall, Anlagenstörungen oder Gefahrenlagen. Er regelt Zuständigkeiten, Meldeketten und technische Abschaltverfahren. Darüber hinaus beschreibt er die strukturierte Wiederinbetriebnahme unter Berücksichtigung sicherheitstechnischer Prüfungen. Im Facility Management ist der Notfallplan regelmäßig zu aktualisieren und in Schulungen zu vermitteln.
Objektbegehungsbericht – Technische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Objektbegehungsbericht |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation des Anlagenzustands |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (Objektüberwachung / Objektbetreuung) |
| Wesentliche Inhalte | • Festgestellte Mängel |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA oder FM-Verantwortlicher |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Gewährleistung und Optimierung |
Erläuterung
Regelmäßige Objektbegehungen dienen der Überwachung des ordnungsgemäßen Anlagenzustands und der frühzeitigen Mängelerkennung. Sie sind Bestandteil der Betreiberpflichten sowie der Objektbetreuung gemäß HOAI. Typische Prüfpunkte sind Undichtigkeiten, thermische Auffälligkeiten, Korrosionserscheinungen oder Abweichungen von Wartungsintervallen. Die Ergebnisse werden strukturiert dokumentiert und mit Handlungsempfehlungen versehen. Der Bericht dient als Nachweis ordnungsgemäßer Betreiberorganisation und unterstützt Gewährleistungsansprüche.
Anschlusspläne für gelieferte Maschinen und Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Anschluss- und Integrationspläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Darstellung der technischen Integration |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (Ausführungsplanung / Bestandsdokumentation) |
| Wesentliche Inhalte | • Netzanschlusspläne |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Betrieb, Erweiterung und Störanalyse |
Erläuterung
Anschluss- und Integrationspläne dokumentieren die technische Einbindung der Eigenstromanlage in das Gebäude- und Versorgungsnetz. Sie sind Bestandteil der Ausführungsplanung und müssen dem tatsächlichen Ausführungsstand entsprechen. Die Pläne umfassen Stromlauf-, Klemmen- und Übersichtspläne sowie Schnittstellendokumentationen. Sie sind unverzichtbar für Fehlersuche, Erweiterungen oder Anpassungen der Schutztechnik. Eine aktuelle Bestandsdokumentation ist für den sicheren Betrieb und die wiederkehrenden Prüfungen zwingend erforderlich.
Wartungsbericht
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Wartungs- und Instandhaltungsbericht |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation durchgeführter Wartungsarbeiten |
| Rechtsgrundlagen | DIN EN 13306 |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungsumfang |
| Verantwortlich | Wartungsingenieur / Fachfirma |
| Praxisrelevanz | Nachweis der ordnungsgemäßen Instandhaltung |
Erläuterung
Gemäß DIN EN 13306 umfasst die Instandhaltung Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung technischer Anlagen. Der Wartungsbericht dokumentiert alle durchgeführten Maßnahmen einschließlich Prüfwerten und Ersatzteileinsatz. Bei Eigenstromanlagen sind insbesondere Ölwechsel, Filterwechsel, Batterieprüfungen und Funktionsprüfungen der Netzumschaltung relevant. Die Dokumentation dient dem Nachweis der Erfüllung der Betreiberpflichten. Sie ist im Schadensfall gegenüber Behörden und Versicherern vorzulegen.
Raumbuch – Technischer Teil (LPH 2 Vorplanung)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Raumbuch – Technischer Teil (Vorplanung) |
| Zweck & Anwendungsbereich | Raumbezogene Erfassung technischer Anforderungen für Eigenstromanlagen |
| Rechtsgrundlagen | DIN 1988-200; HOAI (Leistungsphase 2) |
| Wesentliche Inhalte | • Raumbezeichnung und Nutzung |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Entwurfsplanung |
Erläuterung
Das Raumbuch in der Vorplanung dient der systematischen Erfassung aller technischen Anforderungen an die vorgesehenen Aufstellräume von Eigenstromanlagen. Es dokumentiert die grundlegenden Rahmenbedingungen, die für eine normgerechte Planung gemäß HOAI erforderlich sind. Insbesondere werden Flächenbedarfe, Zugänglichkeiten sowie brandschutztechnische Anforderungen frühzeitig definiert. Dies verhindert spätere Planungsänderungen mit erheblichen Mehrkosten. Für das Facility Management stellt dieses Dokument die Basis für eine wirtschaftliche und rechtssichere Anlagenintegration dar.
Raumbuch – Technischer Teil (LPH 3 Entwurfsplanung)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Raumbuch – Entwurfsplanung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Konkretisierung der technischen Anforderungen |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (Leistungsphase 3) |
| Wesentliche Inhalte | • Anlagenzuordnung je Raum |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Genehmigungsplanung |
Erläuterung
In der Entwurfsplanung werden die zuvor definierten Anforderungen weiter konkretisiert und mit den Fachdisziplinen abgestimmt. Wartungs- und Bedienflächen werden verbindlich festgelegt und mit den geltenden DIN- und VDE-Vorgaben abgeglichen. Zusätzlich werden Emissionen wie Wärme, Schall und Abgase bewertet. Die Raumzuordnungen erhalten in dieser Phase genehmigungsrechtliche Relevanz. Für das Facility Management bildet dieses Dokument die Grundlage für nachhaltige Betriebsfähigkeit.
Auditunterlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Auditdokumentation |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis normkonformer Planung und Ausführung |
| Rechtsgrundlagen | VDI 6026-1 |
| Wesentliche Inhalte | • Planungsprüfungen |
| Verantwortlich | Fachplaner / Auditor |
| Praxisrelevanz | Qualitätssicherung im Projektverlauf |
Erläuterung
Die Auditunterlagen dienen dem strukturierten Nachweis der normgerechten Planung und Ausführung technischer Anlagen. Grundlage hierfür ist die VDI 6026-1, welche systematische Prüfprozesse fordert. Sämtliche Planungsstände werden dokumentiert und qualitätsgesichert überprüft. Abweichungen werden schriftlich festgehalten und bewertet. Für das Facility Management sind diese Unterlagen ein wesentlicher Bestandteil der Betreiberhaftung und Projektnachvollziehbarkeit.
Emissionsberechnung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Schadstoff- / Emissionsberechnung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Bewertung von Emissionen (z. B. bei BHKW) |
| Rechtsgrundlagen | HOAI; immissionsschutzrechtliche Vorgaben |
| Wesentliche Inhalte | • Emissionswerte |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Genehmigungsrelevante Unterlage |
Erläuterung
Die Emissionsberechnung bewertet die umweltrelevanten Auswirkungen von Eigenstromanlagen. Insbesondere bei BHKW und Dieselaggregaten sind Schadstoffemissionen nachzuweisen. Die Berechnung erfolgt unter Berücksichtigung gesetzlicher Grenzwerte und technischer Richtlinien. Die Methodik muss transparent dokumentiert werden. Dieses Dokument ist regelmäßig Bestandteil immissionsschutzrechtlicher Genehmigungsverfahren.
Schlitz- und Durchbruchpläne – LPH 5 Ausführungsplanung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Schlitz- und Durchbruchpläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Koordination von Leitungsführungen |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (Leistungsphase 5) |
| Wesentliche Inhalte | • Leitungsquerschnitte |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Bauausführung |
Erläuterung
Diese Pläne koordinieren sämtliche Leitungsführungen innerhalb der Baukonstruktion. Sie stellen sicher, dass Wand- und Deckendurchführungen statisch und brandschutztechnisch zulässig sind. Kabeltrassen und Rohrleitungen werden kollisionsfrei geplant. Eine unzureichende Koordination führt zu Bauverzögerungen und Mehrkosten. Für das Facility Management sichern diese Pläne die spätere Wartungszugänglichkeit.
Schlitz- und Durchbruchpläne – LPH 7 Vergabeergebnis
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Schlitz- und Durchbruchpläne (Vergabestand) |
| Zweck & Anwendungsbereich | Anpassung an beauftragte Ausführung |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18379; DIN 18381; HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Ausführungsanpassungen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Koordination Gewerke |
Erläuterung
Nach Vergabe werden die Planunterlagen an die tatsächlichen Ausführungsdetails angepasst. Herstellerangaben und gewählte Systeme fließen verbindlich ein. Die Koordination mit anderen Gewerken wird abschließend überprüft. Freigabevermerke dokumentieren den abgestimmten Stand. Dieses Dokument stellt die verbindliche Grundlage für die Bauausführung dar.
Schnittstellenkatalog
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Schnittstellenkatalog |
| Zweck & Anwendungsbereich | Definition aller gewerkeübergreifenden Schnittstellen |
| Rechtsgrundlagen | VDI 6039 |
| Wesentliche Inhalte | • Verantwortlichkeiten |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Minimierung von Koordinationsfehlern |
Erläuterung
Der Schnittstellenkatalog definiert sämtliche Übergabepunkte zwischen den beteiligten Gewerken. Er regelt Zuständigkeiten für Daten-, Energie- und Signalflüsse. Grundlage ist die VDI 6039 zur Schnittstellenkoordination. Unklare Schnittstellen sind eine der häufigsten Ursachen für technische Störungen. Für das Facility Management ist dieses Dokument essenziell zur Minimierung von Haftungsrisiken.
Softwaredokumentation – Elektrische Systeme
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Softwaredokumentation |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation von Steuerungs- und Automationssoftware |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 |
| Wesentliche Inhalte | • Programmstruktur |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Wartung und Updates |
Erläuterung
Die Softwaredokumentation beschreibt die vollständige Logik der Steuerungs- und Regelungsfunktionen. Sie beinhaltet die Programmstruktur sowie sämtliche Parameter. Versionsstände müssen revisionssicher dokumentiert sein. Änderungen sind nachvollziehbar zu kennzeichnen. Ohne vollständige Dokumentation ist ein normgerechter Betrieb nicht möglich.
Stromlaufpläne
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Stromlaufpläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Darstellung elektrischer Schaltungen |
| Rechtsgrundlagen | VDE 0040-1 |
| Wesentliche Inhalte | • Schutztechnik |
| Verantwortlich | Planer / Errichter |
| Praxisrelevanz | Bestandteil der Revisionsunterlagen |
Stromlaufpläne – Montageplanung (LPH 7+)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Stromlaufpläne (Montagestand) |
| Zweck & Anwendungsbereich | Umsetzung in der Montagephase |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 |
| Wesentliche Inhalte | • Detailverdrahtung |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Betrieb und Störungsanalyse |
Erläuterung
Der Montagestand bildet die tatsächlich realisierte Verdrahtung ab. Er berücksichtigt alle Änderungen während der Bauausführung. Klemmen- und Feldbezeichnungen werden final dokumentiert. Revisionsstände sind eindeutig zu kennzeichnen. Dieses Dokument ist maßgeblich für den späteren Anlagenbetrieb.
Stromlaufpläne – Elektrische Systeme (LPH 8 Ausführung)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Revisions-Stromlaufpläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation der tatsächlich ausgeführten elektrischen Anlage |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 (VOB/C ATV); DIN 18015-1 |
| Wesentliche Inhalte | • Detailverdrahtung |
| Verantwortlich | Errichter / Elektroinstallateur |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Betrieb, Wartung und Störungsanalyse |
Erläuterung
Revisions-Stromlaufpläne dokumentieren den tatsächlichen Ausführungszustand der elektrischen Anlage nach Abschluss der Bauarbeiten. Gemäß DIN 18382 ist der Auftragnehmer verpflichtet, vollständige und prüffähige Revisionsunterlagen zu übergeben. Diese Unterlagen müssen sämtliche während der Bauphase vorgenommenen Änderungen nachvollziehbar abbilden. Sie dienen als verbindliche technische Referenz für den Betreiber und das Facility Management. Ohne korrekte Revisionspläne ist eine sichere Instandhaltung sowie eine normgerechte Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 nicht möglich.
Stromlaufpläne – Technische Ausrüstung (LPH 5 Ausführungsplanung)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Ausführungs-Stromlaufpläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Detaillierte Planungsgrundlage für Montage |
| Rechtsgrundlagen | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Netzersatzschaltung |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Bauausführung |
Erläuterung
Die Ausführungs-Stromlaufpläne werden im Rahmen der Leistungsphase 5 gemäß HOAI erstellt. Sie enthalten sämtliche technischen Details, die für eine fachgerechte Montage erforderlich sind. Dazu gehören insbesondere Schutzkonzepte, Umschaltlogiken sowie Selektivitätsbetrachtungen. Die Planunterlagen bilden die Grundlage für Ausschreibung, Materialdisposition und Bauausführung. Fehler oder Unvollständigkeiten in dieser Phase führen regelmäßig zu Nachträgen und sicherheitsrelevanten Risiken.
Übersichtsschaltplan
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Übersichtsschaltplan |
| Zweck & Anwendungsbereich | Darstellung der Gesamtstruktur der Anlage |
| Rechtsgrundlagen | DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1) |
| Wesentliche Inhalte | • Hauptkomponenten |
| Verantwortlich | Planer / Errichter |
| Praxisrelevanz | Grundlage für technische Einweisung |
Erläuterung
Der Übersichtsschaltplan stellt die funktionale Gesamtstruktur der Eigenstromversorgungsanlage dar. Er zeigt die Energieflüsse zwischen Einspeisung, Erzeugern, Speichern und Verbrauchern. Die Darstellung erfolgt gemäß DIN EN 61082-1 unter Anwendung einheitlicher grafischer Symbole. Für das Facility Management ist dieser Plan wesentlich für Einweisungen und Notfallkonzepte. Er ermöglicht ein schnelles Systemverständnis auch bei Personalwechsel.
Übersichtsschaltplan – Montageplanung (LPH 7+)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Übersichtsschaltplan (Montagestand) |
| Zweck & Anwendungsbereich | Umsetzung in der Montagephase |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 |
| Wesentliche Inhalte | • Kabeltrassen |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Abstimmung mit anderen Gewerken |
Erläuterung
Während der Montagephase werden die Planungsunterlagen in die reale Installation überführt. Der Übersichtsschaltplan wird dabei fortgeschrieben und an bauliche Gegebenheiten angepasst. Änderungen sind transparent zu dokumentieren und freizugeben. Eine enge Koordination mit anderen Gewerken ist zwingend erforderlich. Der aktuelle Montagestand dient als Arbeitsgrundlage für Bauleitung und Fachbauüberwachung.
Übersichtsschaltplan – Revisionsstand (LPH 8)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Revisions-Übersichtsschaltplan |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation des Ist-Zustands |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 |
| Wesentliche Inhalte | • Aktualisierte Signalzuordnung |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Grundlage für langfristigen Betrieb |
Erläuterung
Der Revisions-Übersichtsschaltplan dokumentiert den finalen Anlagenzustand nach Inbetriebnahme. Er bildet die verbindliche Grundlage für zukünftige Erweiterungen oder Umbauten. Alle Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung sind eindeutig zu kennzeichnen. Der Plan ist Bestandteil der Schlussdokumentation gemäß VOB/C. Für das Facility Management stellt er die maßgebliche Referenz im Lebenszyklus dar.
Besondere technische Unterlagen – Unvollständige Maschine
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Technische Dokumentation unvollständiger Maschine |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis der Konformität einzelner Baugruppen |
| Rechtsgrundlagen | Maschinenrichtlinie 2006/42/EG |
| Wesentliche Inhalte | • Risikobeurteilung |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisrelevanz | Bestandteil der CE-Gesamtdokumentation |
Erläuterung
Einzelne Baugruppen wie Generatoren oder Batteriesysteme gelten häufig als unvollständige Maschinen im Sinne der Maschinenrichtlinie. Der Hersteller muss hierfür eine Einbauerklärung sowie technische Unterlagen bereitstellen. Die Risikobeurteilung dokumentiert identifizierte Gefährdungen und Schutzmaßnahmen. Die Gesamtanlage darf erst nach vollständiger Integration CE-konform in Betrieb genommen werden. Der Betreiber trägt die Verantwortung für die Gesamtkonformität.
Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Ausschreibungsunterlagen |
| Zweck & Anwendungsbereich | Rechtskonforme Vergabe von Bauleistungen |
| Rechtsgrundlagen | VOB/A 2019; HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Leistungsverzeichnis |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA / Auftraggeber |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Vertragsabschluss |
Erläuterung
Die Ausschreibungsunterlagen definieren Art und Umfang der zu erbringenden Leistungen. Sie müssen eindeutig, vollständig und technisch präzise formuliert sein. Grundlage ist die VOB/A in Verbindung mit der HOAI. Fehlerhafte Leistungsbeschreibungen führen zu Nachträgen und Kostenrisiken. Eine strukturierte Vergabe sichert Wirtschaftlichkeit und Rechtssicherheit.
Vergabevorschlag – Technische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Vergabevorschlag |
| Zweck & Anwendungsbereich | Bewertung und Empfehlung zur Zuschlagserteilung |
| Rechtsgrundlagen | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Angebotsvergleich |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Zuschlagsentscheidung |
Erläuterung
Die Ausschreibungsunterlagen definieren Art und Umfang der zu erbringenden Leistungen. Sie müssen eindeutig, vollständig und technisch präzise formuliert sein. Grundlage ist die VOB/A in Verbindung mit der HOAI. Fehlerhafte Leistungsbeschreibungen führen zu Nachträgen und Kostenrisiken. Eine strukturierte Vergabe sichert Wirtschaftlichkeit und Rechtssicherheit.
Wartungsanleitung – Elektrische Systeme
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Wartungsanleitung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherstellung des ordnungsgemäßen Betriebs |
| Rechtsgrundlagen | VDI 6026-1; DIN 18382 |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungsintervalle |
| Verantwortlich | Errichter / Hersteller |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Betreiberpflichten |
Fachliche Erläuterung
Die Wartungsanleitung beschreibt alle notwendigen Maßnahmen zur Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Betriebs. Sie definiert Inspektions- und Prüfintervalle sowie Funktionskontrollen. Grundlage ist die strukturierte Dokumentation nach VDI 6026-1. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist Bestandteil der Betreiberverantwortung. Eine lückenlose Umsetzung reduziert Ausfall- und Haftungsrisiken.
Wartungsdokumentation – VDMA 24186
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Wartungsdokumentation |
| Zweck & Anwendungsbereich | Strukturierte Instandhaltungsplanung |
| Rechtsgrundlagen | VDMA 24186-0 |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungspläne |
| Verantwortlich | Instandhaltungsingenieur |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Lebenszyklusmana |
Erläuterung
Die Wartungsdokumentation nach VDMA 24186 strukturiert die Instandhaltungsprozesse systematisch. Sie unterscheidet zwischen Inspektion, Wartung und Instandsetzung. Alle Maßnahmen sind nachvollziehbar zu protokollieren. Diese Dokumentation dient als Nachweis gegenüber Behörden und Versicherern. Sie unterstützt eine wirtschaftliche Lebenszyklusplanung.
Instandhaltungsplanung und -organisation – Technische Ausrüstung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Instandhaltungsplanung und Organisationskonzept |
| Zweck & Anwendungsbereich | Systematische Planung und Strukturierung aller Wartungs- und Instandhaltungsprozesse |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (LPH 8–9); DIN EN 13306; DIN EN 15331 |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungsstrategie (präventiv, zustandsorientiert, korrektiv) |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA (Planungsphase), Betreiber (Betriebsphase) |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Betriebssicherheit, Auditfähigkeit und Budgetplanung |
Erläuterung
Die Instandhaltungsplanung definiert die organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen für den sicheren Betrieb der Eigenstromanlage. Sie legt verbindlich fest, welche Wartungsstrategien angewendet werden und in welchen Intervallen Prüfungen durchzuführen sind. Dabei werden sowohl Herstellerangaben als auch normative Anforderungen berücksichtigt. Zudem regelt sie Verantwortlichkeiten zwischen Betreiber, Facility Management und externen Dienstleistern. Dieses Dokument bildet die zentrale Grundlage für die langfristige Sicherstellung von Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Rechtssicherheit.
Werk- und Prüfbescheinigungen – Elektrische Systeme
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Werk- und Prüfbescheinigungen |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis normgerechter Ausführung und Prüfung |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 (VOB/C ATV Elektroanlagen) |
| Wesentliche Inhalte | • Erstprüfprotokolle (Isolationsmessung, Schutzleiterprüfung, Schleifenimpedanz) |
| Verantwortlich | Errichter / Elektrofachunternehmen |
| Praxisrelevanz | Voraussetzung für Abnahme nach VOB und rechtssicheren Betrieb |
Erläuterung
Werk- und Prüfbescheinigungen dokumentieren die ordnungsgemäße Errichtung und Inbetriebnahme der elektrischen Anlage. Sie enthalten alle vorgeschriebenen Erst- und Funktionsprüfungen gemäß VOB/C und elektrotechnischem Regelwerk. Diese Nachweise sind zwingende Voraussetzung für die förmliche Abnahme durch den Auftraggeber. Darüber hinaus bilden sie die Grundlage für spätere wiederkehrende Prüfungen im Betrieb. Ohne vollständige Dokumentation ist eine rechtssichere Betreiberverantwortung nicht gewährleistet.
Wirtschaftlichkeitsnachweis – Technische Ausrüstung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Wirtschaftlichkeitsnachweis |
| Zweck & Anwendungsbereich | Bewertung von Investitions- und Lebenszykluskosten |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (LPH 2–3) |
| Wesentliche Inhalte | • Investitionskosten (CAPEX) |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Entscheidungsgrundlage für Betreiber und Investoren |
Erläuterung
Der Wirtschaftlichkeitsnachweis dient der Bewertung der technischen Variante unter finanziellen Gesichtspunkten. Er berücksichtigt sowohl Investitionskosten als auch laufende Betriebs- und Instandhaltungskosten über den Lebenszyklus. Grundlage sind Lastprofile, Energiepreise und technische Nutzungsdauern. Zusätzlich werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um Risiken bei Preisentwicklungen abzubilden. Das Dokument ermöglicht eine fundierte Investitionsentscheidung unter Berücksichtigung langfristiger Wirtschaftlichkeit.
Grafische Darstellung – Technische Ausrüstung (LPH 3 Entwurfsplanung)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Entwurfspläne und Schemazeichnungen |
| Zweck & Anwendungsbereich | Darstellung des technischen Gesamtkonzepts |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (LPH 3) |
| Wesentliche Inhalte | • Prinzipschaltbilder |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Genehmigung und Kostenberechnung |
Erläuterung
Die Entwurfsplanung konkretisiert das technische Gesamtkonzept der Eigenstromanlage. Sie stellt Energieflüsse, Redundanzkonzepte und Umschaltlogiken grafisch dar. Diese Pläne bilden die Grundlage für Abstimmungen mit Behörden und Netzbetreibern. Zudem dienen sie als Basis für die Kostenberechnung gemäß HOAI. Für das Facility Management sind sie wichtig, um die Systemarchitektur nachvollziehen zu können.
Grafische Darstellung – Technische Ausrüstung (LPH 5 Ausführungsplanung)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Ausführungspläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Detailplanung für Montage und Installation |
| Rechtsgrundlagen | HOAI (LPH 5) |
| Wesentliche Inhalte | • Kabel- und Leitungsführung |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Verbindliche Grundlage für Bauausführung |
Erläuterung
Die Ausführungsplanung enthält sämtliche technischen Details für die fachgerechte Installation. Sie definiert Leitungswege, Schutzmaßnahmen und bauliche Anforderungen. Diese Unterlagen sind verbindlich für ausführende Unternehmen. Sie dienen gleichzeitig als Grundlage für Qualitätskontrollen während der Bauphase. Im Betrieb stellen sie einen wichtigen Bestandteil der Revisionsdokumentation dar.
Grafische Darstellung – Technische Ausrüstung (LPH 7 Vergabeergebnis)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Planstand nach Vergabe |
| Zweck & Anwendungsbereich | Anpassung an beauftragte Fabrikate und Systeme |
| Rechtsgrundlagen | HOAI; DIN 18379; DIN 18381 |
| Wesentliche Inhalte | • Hersteller- und Typenanpassungen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Bauüberwachung und Gewährleistungsverfolgung |
Erläuterung
Der Planstand nach Vergabe berücksichtigt die tatsächlich beauftragten Fabrikate und Systeme. Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung werden nachvollziehbar dokumentiert. Dies ist gemäß VOB/C zwingend erforderlich. Der aktualisierte Plan bildet die Grundlage für die Bauüberwachung in LPH 8. Für das Facility Management ist er maßgeblich für Ersatzteilmanagement und Gewährleistungsverfolgung.
Stromlaufpläne – Elektrische Systeme (LPH 8 Ausführung)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Revisions-Stromlaufpläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation der tatsächlich ausgeführten elektrischen Anlage |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 (VOB/C ATV); DIN 18015-1 |
| Wesentliche Inhalte | • Detailverdrahtung |
| Verantwortlich | Errichter / Elektroinstallateur |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Betrieb, Wartung und Störungsanalyse |
Erläuterung
Revisions-Stromlaufpläne dokumentieren den tatsächlich ausgeführten Zustand der elektrischen Anlage nach Abschluss der Bauausführung gemäß DIN 18382. Sie enthalten sämtliche gegenüber der Ausführungsplanung vorgenommenen Änderungen und Ergänzungen. Die Pläne müssen eindeutig gekennzeichnet, datiert und mit einem nachvollziehbaren Revisionsstand versehen sein. Für den Betreiber stellen sie die zentrale technische Referenz im laufenden Betrieb dar. Ohne vollständige Revisionsunterlagen ist eine rechtssichere Wahrnehmung der Betreiberpflichten nicht möglich.
Stromlaufpläne – Technische Ausrüstung (LPH 5 Ausführungsplanung)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Ausführungs-Stromlaufpläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Detaillierte Planungsgrundlage für Montage |
| Rechtsgrundlagen | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Netzersatzschaltung |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Bauausführung |
Erläuterung
In Leistungsphase 5 nach HOAI erstellt der Fachplaner die ausführungsreifen Stromlaufpläne als verbindliche Montagegrundlage. Diese Pläne konkretisieren das technische Anlagenkonzept unter Berücksichtigung aller normativen Anforderungen. Insbesondere Schutzmaßnahmen nach DIN VDE 0100 sowie Erdungs- und Potentialausgleichskonzepte sind vollständig darzustellen. Die Dokumente müssen gewerkeübergreifend abgestimmt und widerspruchsfrei sein. Fehler in dieser Planungsphase führen regelmäßig zu erhöhten Kosten und Terminverzögerungen.
Übersichtsschaltplan
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Übersichtsschaltplan |
| Zweck & Anwendungsbereich | Darstellung der Gesamtstruktur der Anlage |
| Rechtsgrundlagen | DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1) |
| Wesentliche Inhalte | • Hauptkomponenten |
| Verantwortlich | Planer / Errichter |
| Praxisrelevanz | Grundlage für technische Einweisung |
Erläuterung
Der Übersichtsschaltplan stellt die funktionale Gesamtarchitektur der Eigenstromversorgungsanlage dar. Er visualisiert die Energieflüsse zwischen Einspeisung, Erzeugung, Speicherung und Verbrauch. Die Darstellung erfolgt normgerecht gemäß DIN EN 61082-1. Für die technische Einweisung des Betreibers ist dieser Plan von zentraler Bedeutung. Er ermöglicht ein schnelles Verständnis der Anlagenstruktur und der Redundanzkonzepte.
Übersichtsschaltplan – Montageplanung (LPH 7+)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Übersichtsschaltplan (Montagestand) |
| Zweck & Anwendungsbereich | Umsetzung in der Montagephase |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 |
| Wesentliche Inhalte | • Kabeltrassen |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Abstimmung mit anderen Gewerken |
Erläuterung
Während der Montagephase werden die Planungsschaltpläne fortgeschrieben und an reale Gegebenheiten angepasst. Änderungen in der Kabeltrassenführung oder bei Signalzuordnungen sind unmittelbar zu dokumentieren. Die Fortschreibung dient der Koordination mit anderen Gewerken gemäß VOB/C. Jede Änderung muss nachvollziehbar gekennzeichnet werden. Dies sichert Transparenz und verhindert spätere Haftungsrisiken.
Übersichtsschaltplan – Revisionsstand (LPH 8)
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Revisions-Übersichtsschaltplan |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation des Ist-Zustands |
| Rechtsgrundlagen | DIN 18382 |
| Wesentliche Inhalte | • Aktualisierte Signalzuordnung |
| Verantwortlich | Errichter |
| Praxisrelevanz | Grundlage für langfristigen Betrieb |
Erläuterung
Der Revisions-Übersichtsschaltplan bildet den finalen Anlagenzustand nach Abnahme ab. Alle während der Bauphase vorgenommenen Anpassungen sind integriert. Die Dokumentation muss eindeutig, datiert und unterschrieben sein. Für Betreiber bildet dieser Plan die Grundlage für Erweiterungen und Umbauten. Er ist Bestandteil der dauerhaft aufzubewahrenden Anlagendokumentation.
Besondere technische Unterlagen – Unvollständige Maschine
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Technische Dokumentation unvollständiger Maschine |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis der Konformität einzelner Baugruppen |
| Rechtsgrundlagen | Richtlinie 2006/42/EG |
| Wesentliche Inhalte | • Risikobeurteilung |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisrelevanz | Bestandteil der CE-Gesamtdokumentation |
Erläuterung
Aggregate wie Netzersatzdiesel oder BHKW gelten häufig als unvollständige Maschinen im Sinne der Maschinenrichtlinie. Der Hersteller ist verpflichtet, eine Einbauerklärung und technische Dokumentation bereitzustellen. Diese Unterlagen enthalten insbesondere eine Risikobeurteilung gemäß Anhang I der Richtlinie 2006/42/EG. Die Gesamtanlage darf erst nach vollständiger Konformitätsbewertung in Betrieb genommen werden. Der Betreiber trägt die Verantwortung für die CE-Gesamtkennzeichnung.
Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Ausschreibungsunterlagen |
| Zweck & Anwendungsbereich | Rechtskonforme Vergabe von Bauleistungen |
| Rechtsgrundlagen | VOB/A 2019; HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Leistungsverzeichnis |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA / Auftraggeber |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Vertragsabschluss |
Erläuterung
Die Ausschreibungsunterlagen bilden die rechtssichere Grundlage für die Vergabe von Bauleistungen gemäß VOB/A. Das Leistungsverzeichnis muss eindeutig, vollständig, produktneutral und technisch präzise formuliert sein, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Technische Spezifikationen sind unter Berücksichtigung geltender DIN-, VDE- und VDI-Normen zu definieren. Unklare oder unvollständige Leistungsbeschreibungen führen regelmäßig zu Nachträgen und vergaberechtlichen Risiken. Für das Facility Management ist eine präzise Ausschreibung entscheidend, da sie die Qualität und Wirtschaftlichkeit der späteren Anlage maßgeblich bestimmt.
Vergabevorschlag – Technische Anlagen
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Vergabevorschlag |
| Zweck & Anwendungsbereich | Bewertung und Empfehlung zur Zuschlagserteilung |
| Rechtsgrundlagen | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Angebotsvergleich |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Zuschlagsentscheidung |
Erläuterung
Der Vergabevorschlag ist Bestandteil der Grundleistungen in Leistungsphase 7 gemäß HOAI. Er beinhaltet eine strukturierte Prüfung und Wertung der eingegangenen Angebote nach technischen, wirtschaftlichen und qualitativen Kriterien. Neben dem reinen Preisvergleich sind auch Lebenszykluskosten, technische Gleichwertigkeit und Referenzen zu berücksichtigen. Die Bewertung muss transparent und nachvollziehbar dokumentiert werden, um vergaberechtlichen Anforderungen zu entsprechen. Für Betreiber schafft der Vergabevorschlag eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die Zuschlagserteilung.
Wartungsanleitung – Elektrische Systeme
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Wartungsanleitung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherstellung des ordnungsgemäßen Betriebs |
| Rechtsgrundlagen | VDI 6026-1; DIN 18382 |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungsintervalle |
| Verantwortlich | Errichter / Hersteller |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Betreiberpflichten |
Erläuterung
Die Wartungsanleitung beschreibt sämtliche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Betriebs- und Funktionssicherheit der elektrischen Anlage. Sie muss klare Intervalle, Prüfumfänge und Qualifikationsanforderungen für das Wartungspersonal definieren. Grundlage sind unter anderem die Anforderungen der BetrSichV sowie Prüfpflichten nach DGUV Vorschrift 3. Ersatzteilkonzepte und Herstellervorgaben sind vollständig zu dokumentieren. Für das Facility Management bildet die Wartungsanleitung die verbindliche Grundlage für die Organisation der Instandhaltung.
Wartungsdokumentation – VDMA 24186
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumententyp | Wartungsdokumentation |
| Zweck & Anwendungsbereich | Strukturierte Instandhaltungsplanung |
| Rechtsgrundlagen | VDMA 24186-0 |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungspläne |
| Verantwortlich | Instandhaltungsingenieur |
| Praxisrelevanz | Grundlage für Lebenszyklusmanagement |
Erläuterung
Die Wartungsdokumentation gemäß VDMA 24186 strukturiert Instandhaltungsprozesse systematisch nach Inspektion, Wartung, Instandsetzung und Verbesserung. Sie dient der langfristigen Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit und Betriebssicherheit. Alle durchgeführten Maßnahmen sind nachvollziehbar zu dokumentieren und aufzubewahren. Eine lückenlose Dokumentation reduziert Haftungsrisiken und erleichtert behördliche Prüfungen. Im Lebenszyklusmanagement stellt sie die Grundlage für Investitionsentscheidungen und Optimierungsmaßnahmen dar.