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Selbst erzeugte Stromversorgungssysteme

Facility Management: Elektrotechnik » Betrieb » Dokumente » Selbst erzeugte Stromversorgungssysteme

Dokumentation zu selbst erzeugten Stromversorgungssystemen im elektrotechnischen Betrieb

Selbst erzeugte Stromversorgung

Eigenerzeugungsanlagen zur Stromversorgung von Gebäuden – insbesondere Netzersatzanlagen, Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher, Blockheizkraftwerke (BHKW), Hochspannungsanlagen sowie stationäre Batteriesysteme – sind sicherheitsrelevante technische Anlagen im Sinne des deutschen Bau-, Energie- und Arbeitsschutzrechts. Ihre Planung, Ausschreibung, Vergabe, Errichtung, Abnahme und ihr Betrieb unterliegen verbindlichen gesetzlichen und normativen Vorgaben, insbesondere der HOAI, der VOB/A 2019, der VgV, der DIN 18382 (VOB/C), den einschlägigen VDE-Regelwerken (u. a. VDE 0100, VDE 0105-100, VDE 0510-485-2) sowie den FM-Richtlinien DIN 32835-1, VDI-MT 3810-1 und VDI 6070-1. Betreiber tragen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht und Betreiberverantwortung die organisatorische und technische Gesamtverantwortung für den sicheren Betrieb dieser Anlagen. Daraus ergibt sich eine umfassende Dokumentationspflicht über den gesamten Lebenszyklus der Anlage – von der Planung bis zur Außerbetriebnahme. Eine strukturierte, vollständige und revisionssichere Dokumentation ist daher zwingende Voraussetzung für Rechtskonformität, Gewährleistungsdurchsetzung, Auditfähigkeit und Betriebssicherheit.

Dezentrale Energieerzeugung und Eigenverbrauch

Abnahmeprotokoll – Hochspannungsanlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Abnahme- und Prüfprotokoll Hochspannungsanlage

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis der vertragsgemäßen und technischen Abnahme

Rechtsgrundlagen

HOAI Leistungsphase 8; VDE 0105-100; DIN VDE 0413-100

Wesentliche Inhalte

Prüf- und Messergebnisse
Funktionsprüfung
Schutztechnikprüfung
Mängelliste
Abnahmeerklärung

Verantwortlich

Vertragsparteien (Planer, Errichter, Bauherr)

Praxisrelevanz

Voraussetzung für Inbetriebnahme und Gewährleistungsbeginn

Erläuterung

Die Abnahme von Hochspannungsanlagen erfolgt im Rahmen der Objektüberwachung gemäß HOAI Leistungsphase 8 und stellt einen rechtlich maßgeblichen Meilenstein dar. Im Zuge der Abnahme sind alle sicherheitsrelevanten Prüfungen nach den anerkannten Regeln der Technik, insbesondere gemäß VDE 0105-100 und DIN VDE 0413-100, durchzuführen und zu dokumentieren. Dazu gehören Isolationsmessungen, Erdungsmessungen, Schutzrelaisprüfungen sowie Funktionsprüfungen der Schalt- und Schutztechnik. Das Protokoll dokumentiert die vertragsgerechte Herstellung der Anlage und dient als formaler Nachweis gegenüber dem Bauherrn sowie gegebenenfalls gegenüber Aufsichtsbehörden oder Versicherern. Mit der Unterzeichnung beginnt regelmäßig die Gewährleistungsfrist nach VOB/B, weshalb das Dokument aus haftungsrechtlicher Sicht von zentraler Bedeutung ist.

Informationen zur Entsorgung und zum Recycling – Stationäre Batterien

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Entsorgungs- und Recyclinginformation

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherstellung fachgerechter Entsorgung

Rechtsgrundlagen

VDE 0510-485-2; Kreislaufwirtschaftsgesetz; Batteriegesetz

Wesentliche Inhalte

Batterieart
Gefahrenhinweise
Recyclingwege
Entsorgungskennzeichnung

Verantwortlich

Hersteller

Praxisrelevanz

Relevanz bei Austausch und Außerbetriebnahme

Erläuterung

Stationäre Batteriesysteme unterliegen besonderen Anforderungen hinsichtlich Umwelt-, Brand- und Arbeitsschutz. Die VDE 0510-485-2 definiert technische Anforderungen an Aufstellung, Betrieb und Außerbetriebnahme solcher Systeme. Ergänzend regeln das Kreislaufwirtschaftsgesetz und das Batteriegesetz die ordnungsgemäße Rücknahme und Verwertung. Die Entsorgungsdokumentation muss detaillierte Angaben zu chemischer Zusammensetzung, Gefährdungspotenzial und Transportbedingungen enthalten. Für das Facility Management ist diese Dokumentation insbesondere bei Modernisierungen, Austauschmaßnahmen oder im Schadensfall zwingend vorzuhalten.

Angebot – Bauleistungen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Angebots- und Vergabeunterlagen

Zweck & Anwendungsbereich

Wirtschaftliche und rechtskonforme Vergabe

Rechtsgrundlagen

VOB/A 2019; VgV

Wesentliche Inhalte

Leistungsbeschreibung
Preisstruktur
Eignungsnachweise
Referenzen

Verantwortlich

Bieter

Praxisrelevanz

Grundlage der Vertragsbildung

Erläuterung

Die Vergabe von Bauleistungen für Eigenerzeugungsanlagen hat unter Beachtung der vergaberechtlichen Grundsätze von Transparenz, Gleichbehandlung und Wettbewerb zu erfolgen. Die VOB/A 2019 sowie bei öffentlichen Auftraggebern die VgV definieren die formalen Anforderungen an Ausschreibung und Angebotswertung. Das Angebot bildet die Grundlage für die spätere Vertragsgestaltung und muss eindeutig auf die Leistungsbeschreibung Bezug nehmen. Technische Spezifikationen, Schutzkonzepte, Schnittstellen und Wartungsanforderungen sind vollständig zu berücksichtigen. Eine sorgfältige Angebotsprüfung ist aus FM-Sicht wesentlich, um spätere Nachträge und technische Risiken zu vermeiden.

Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Anlagenbeschreibung TGA

Zweck & Anwendungsbereich

Technische Gesamtdarstellung der Eigenerzeugungsanlage

Rechtsgrundlagen

HOAI Leistungsphasen 2–5

Wesentliche Inhalte

Systemaufbau
Leistungsklassen
Schutzkonzept
Netzanschlusskonzept

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Bestandteil der Planungs- und Revisionsunterlagen

Erläuterung

Die Anlagenbeschreibung dokumentiert das technische Gesamtkonzept der Eigenerzeugungsanlage in strukturierter Form. Sie entsteht im Rahmen der Planungsphasen nach HOAI und beschreibt Aufbau, Dimensionierung und Betriebsweise. Wesentliche Inhalte sind das Schutzkonzept, die Selektivitätsbetrachtung sowie das Netzanschluss- und Einspeisemanagement. Das Dokument dient als Grundlage für Genehmigungen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Versicherungsbewertungen. Für das Facility Management stellt es die technische Referenz für Betrieb, Wartung und spätere Erweiterungen dar.

Anlagenbuch

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Anlagenbuch

Zweck & Anwendungsbereich

Lebenszyklusdokumentation

Rechtsgrundlagen

DIN 32835-1; VDI-MT 3810-1; VDI 6070-1

Wesentliche Inhalte

Technische Daten
Wartungspläne
Prüfprotokolle
Änderungsverzeichnis

Verantwortlich

Betreiber

Praxisrelevanz

Zentrale FM-Dokumentation

Erläuterung

Das Anlagenbuch ist das zentrale Dokument der technischen Betreiberorganisation. Es enthält sämtliche Informationen zum Betrieb, zur Wartung, zur Inspektion sowie zu Änderungen und Instandsetzungen. Die DIN 32835-1 sowie VDI-MT 3810-1 definieren Anforderungen an Struktur und Inhalte. Das Dokument ist fortlaufend zu aktualisieren und revisionssicher zu führen. Es bildet die Grundlage für Haftungsnachweise, interne Audits und Zertifizierungsverfahren.

Übersichtsplan – Elektrische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Layout-/Übersichtsplan

Zweck & Anwendungsbereich

Darstellung der elektrischen Gesamtstruktur

Rechtsgrundlagen

DIN EN 61082; VDE 0100

Wesentliche Inhalte

Netzstruktur
Einspeisepunkte
Schutzgeräte
Kabelwege

Verantwortlich

Planer/Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage für Wartung und Störungsanalyse

Erläuterung

Der Übersichtsplan stellt die gesamte elektrische Infrastruktur grafisch dar. Er zeigt Einspeisepunkte, Verteiler, Schutzgeräte und wesentliche Leitungsführungen. Die Erstellung erfolgt gemäß den Dokumentationsanforderungen der DIN EN 61082. Für den Betreiber ermöglicht der Plan eine schnelle Orientierung bei Störungen oder Umbauten. Eine Aktualisierung im Revisionsstand ist zwingend erforderlich.

Anschlussliste – Montageplanung (LPH 7)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Anschlussliste / Klemmenplan (Montageplanung)

Zweck & Anwendungsbereich

Detailplanung elektrischer Anschlüsse

Rechtsgrundlagen

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Klemmenbezeichnung
Leiterquerschnitte
Anschlussnummern

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage der Installation

Erläuterung

Die Anschlussliste konkretisiert sämtliche elektrischen Verbindungen auf Bauteilebene. Sie wird im Rahmen der Ausführungsplanung erstellt und dient der eindeutigen Zuordnung aller Leiter. Grundlage ist die DIN 18382 für Niederspannungsanlagen. Die korrekte Dokumentation ist Voraussetzung für eine normkonforme Installation. Fehlerhafte oder unvollständige Anschlusslisten führen regelmäßig zu Inbetriebnahmeverzögerungen.

Anschlussliste – Revisionsstand (LPH 8)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Revisions-Anschlussplan

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation des tatsächlichen Ausführungsstandes

Rechtsgrundlagen

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Ist-Zustand
Änderungen
Abnahmevermerk

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Bestandteil der Revisionsunterlagen

Erläuterung

Der Revisions-Anschlussplan dokumentiert den tatsächlichen Zustand nach Fertigstellung der Anlage. Alle Abweichungen von der ursprünglichen Planung sind eindeutig kenntlich zu machen. Diese Dokumentation ist integraler Bestandteil der Revisionsunterlagen. Sie dient als Grundlage für Wartung, Umbauten und Erweiterungen. Aus haftungsrechtlicher Sicht ist der Revisionsstand von besonderer Bedeutung.

Anschlussübersicht

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Anschlussübersicht

Zweck & Anwendungsbereich

Übersicht aller elektrischen Verbindungen

Rechtsgrundlagen

DIN EN 61082; VDE 0100

Wesentliche Inhalte

Stromkreise
Schutzleiterführung
Absicherung

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Störungs- und Wartungsunterstützung

Erläuterung

Die Anschlussübersicht fasst alle elektrischen Verbindungen tabellarisch zusammen. Sie ergänzt die Detailpläne um eine strukturierte Gesamtübersicht. Stromkreise, Absicherungen und Schutzleiterführungen sind eindeutig zugeordnet. Diese Übersicht erleichtert Fehlersuche und Instandhaltungsmaßnahmen erheblich. Sie ist Bestandteil der vollständigen elektrotechnischen Dokumentation.

Antrag auf behördliche Genehmigung – Technische Ausrüstung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Genehmigungsantrag

Zweck & Anwendungsbereich

Bau- und anlagenrechtliche Genehmigung

Rechtsgrundlagen

HOAI Leistungsphase 4; Landesbauordnungen; ggf. BImSchG

Wesentliche Inhalte

Technische Beschreibung
Berechnungen
Sicherheitsnachweise

Verantwortlich

TGA-Planer / Bauherr

Praxisrelevanz

Voraussetzung für Errichtung

Erläuterung

Je nach Anlagentyp können bauordnungsrechtliche, immissionsschutzrechtliche oder energierechtliche Genehmigungen erforderlich sein. Der Genehmigungsantrag wird im Rahmen der HOAI Leistungsphase 4 erstellt. Er umfasst technische Beschreibungen, statische und elektrotechnische Berechnungen sowie Sicherheitsnachweise. Eine vollständige und prüffähige Einreichung ist Voraussetzung für die Erteilung der Genehmigung. Ohne rechtskräftige Genehmigung darf die Anlage nicht errichtet oder betrieben werden.

Installations-, Betriebs- und Wartungsanleitung – Stationäre Batterien und Batteriesysteme

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Installations-, Betriebs- und Wartungsanleitung

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherer Einbau, Betrieb und Instandhaltung stationärer Batteriesysteme

Rechtsgrundlagen

VDE 0510-485-2

Wesentliche Inhalte

Technische Kenndaten
Sicherheitsabstände
Lüftungsanforderungen
Lade- und Entladeparameter
Wartungsintervalle
Entsorgungshinweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisrelevanz

Grundlage für Gefährdungsbeurteilung und Wartungsplanung

Erläuterung

Die Installations-, Betriebs- und Wartungsanleitung ist gemäß VDE 0510-485-2 zwingend vom Hersteller bereitzustellen. Sie beschreibt die technischen Rahmenbedingungen für die sichere Aufstellung und Integration stationärer Batteriesysteme in elektrische Anlagen. Darüber hinaus enthält sie verbindliche Angaben zu Schutzmaßnahmen, Lüftungskonzepten und betrieblichen Grenzwerten. Für das Facility Management bildet dieses Dokument die Grundlage für die Gefährdungsbeurteilung sowie für die Erstellung von Wartungs- und Instandhaltungsplänen. Ohne diese Dokumentation ist ein normkonformer und haftungssicherer Betrieb nicht gewährleistet.

Arbeitsanweisung – Arbeiten unter Spannung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Arbeitsanweisung für Arbeiten unter Spannung

Zweck & Anwendungsbereich

Regelung sicherer Arbeitsverfahren

Rechtsgrundlagen

DGUV Regel 103-011

Wesentliche Inhalte

Gefährdungsbeurteilung
Qualifikation des Personals
Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
Arbeitsablaufbeschreibung
Freigabeverfahren

Verantwortlich

Arbeitgeber

Praxisrelevanz

Pflicht bei Wartungsarbeiten an unter Spannung stehenden Teilen

Erläuterung

Arbeiten unter Spannung sind nach DGUV Regel 103-011 nur unter streng geregelten Bedingungen zulässig. Die Arbeitsanweisung legt verbindlich fest, unter welchen technischen und organisatorischen Voraussetzungen solche Tätigkeiten durchgeführt werden dürfen. Sie definiert Qualifikationsanforderungen an das Personal sowie notwendige persönliche Schutzausrüstungen. Darüber hinaus regelt sie den konkreten Arbeitsablauf einschließlich Freigabe- und Kontrollverfahren. Im Rahmen des Facility Managements ist sie Bestandteil des Arbeitsschutzmanagementsystems und bei Prüfungen vorzulegen.

Montagezeichnung – Elektrische Systeme (LPH 7)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Montagezeichnung (Ausführungsplanung)

Zweck & Anwendungsbereich

Detaillierte Darstellung für Installation

Rechtsgrundlagen

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Leitungsführung
Schutzgeräte
Einbauorte
Anschlussdetails

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage für fachgerechte Montage

Erläuterung

Die Montagezeichnung konkretisiert die Ausführungsplanung gemäß DIN 18382. Sie stellt alle relevanten Leitungsführungen, Schutzorgane und Installationsorte detailliert dar. Dadurch wird sichergestellt, dass die Montage entsprechend den anerkannten Regeln der Technik erfolgt. Fehlerhafte oder unvollständige Ausführungsunterlagen können zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen. Im Facility Management dient die Montagezeichnung zudem als Referenzdokument für spätere Anpassungen.

Konstruktionszeichnung – Elektrische Systeme (LPH 8)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Revisionszeichnung

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation des tatsächlichen Ausführungsstandes

Rechtsgrundlagen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

Ist-Zustand
Änderungen gegenüber Planung
Abnahmevermerk

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Bestandteil der Revisionsunterlagen

Erläuterung

Die Revisionszeichnung dokumentiert den tatsächlich ausgeführten Zustand der elektrischen Anlage. Sie enthält sämtliche Abweichungen gegenüber der ursprünglichen Planung. Dieses Dokument ist Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Abnahme gemäß VOB/C. Für das Facility Management stellt es die zentrale Grundlage für Wartung, Störungsbeseitigung und Umbauten dar. Fehlende Revisionsunterlagen führen regelmäßig zu erhöhten Betriebsrisiken und Haftungsfragen.

Verzeichnis der Verjährungsfristen – Technische Ausrüstung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Übersicht Gewährleistungsfristen

Zweck & Anwendungsbereich

Steuerung von Mängelansprüchen

Rechtsgrundlagen

HOAI

Wesentliche Inhalte

Vertragsgrundlage
Fristbeginn
Fristdauer
Zuständige Firma

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Gewährleistungsmanagement

Erläuterung

Das Verzeichnis der Verjährungsfristen dient der systematischen Verwaltung von Gewährleistungsansprüchen. Es dokumentiert Fristbeginn, Fristdauer und vertragliche Grundlagen. Dadurch können Mängel rechtzeitig angezeigt und verfolgt werden. Die strukturierte Erfassung verhindert den Verlust berechtigter Ansprüche. Für Betreiber ist dieses Dokument wirtschaftlich von erheblicher Bedeutung.

Aufmaß / Mengenermittlung – Technische Ausrüstung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Aufmaß- und Mengenermittlungsdokument

Zweck & Anwendungsbereich

Grundlage für Abrechnung und Dokumentation

Rechtsgrundlagen

HOAI

Wesentliche Inhalte

Bauteillisten
Leitungslängen
Komponentenanzahl

Verantwortlich

TGA-Planer

Praxisrelevanz

Grundlage für Kostenkontrolle

Erläuterung

Das Aufmaß dokumentiert die tatsächlich ausgeführten Mengen und Leistungen. Es bildet die Grundlage für eine prüfbare Abrechnung gemäß Vertragsrecht. Gleichzeitig dient es der Kostenkontrolle und Budgetüberwachung. Für das Facility Management ermöglicht es eine transparente Nachverfolgung von Investitionskosten. Zudem ist es Grundlage für spätere Erweiterungs- oder Ersatzmaßnahmen.

Nachweis der Arbeitsvorbereitung – Komplexe Elektroarbeiten

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Dokumentierte Arbeitsvorbereitung

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherstellung sicherer Durchführung komplexer Arbeiten

Rechtsgrundlagen

VDE 0105-100

Wesentliche Inhalte

Arbeitsfreigabe
Sicherheitsmaßnahmen
Schaltanweisungen
Verantwortlichkeiten

Verantwortlich

Anlagen- und Arbeitsverantwortlicher

Praxisrelevanz

Voraussetzung für sichere Schalthandlungen

Erläuterung

Die dokumentierte Arbeitsvorbereitung ist nach VDE 0105-100 für komplexe Arbeiten erforderlich. Sie stellt sicher, dass alle sicherheitsrelevanten Maßnahmen vor Arbeitsbeginn festgelegt werden. Hierzu gehören Freischaltanweisungen und Verantwortlichkeitsregelungen. Durch die strukturierte Dokumentation werden Fehlhandlungen vermieden. Sie ist zentraler Bestandteil der Betreiberverantwortung.

Prüf- und Wartungsnachweise – Sicherheitseinrichtungen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Wartungs- und Funktionsprüfprotokoll

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis der Funktionsfähigkeit von Sicherheitseinrichtungen

Rechtsgrundlagen

Arbeitsstättenverordnung

Wesentliche Inhalte

Prüfumfang
Prüfergebnis
Maßnahmen

Verantwortlich

Arbeitgeber

Praxisrelevanz

Arbeitsschutzkontrolle

Erläuterung

Prüf- und Wartungsnachweise dokumentieren die ordnungsgemäße Funktion sicherheitsrelevanter Einrichtungen. Sie sind gemäß Arbeitsstättenverordnung regelmäßig zu führen. Die Protokolle enthalten Prüfumfang, Ergebnisse und festgelegte Maßnahmen. Dadurch wird die dauerhafte Betriebssicherheit gewährleistet. Bei behördlichen Kontrollen dienen sie als rechtlicher Nachweis.

Ausführungspläne (Anordnungspläne) – LPH 7

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Ausführungsplan Montage

Zweck & Anwendungsbereich

Koordination aller elektrischen Komponenten

Rechtsgrundlagen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

Geräteanordnung
Kabeltrassen
Schutzabstände

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Montagekoordination

Erläuterung

Ausführungspläne koordinieren die Anordnung sämtlicher elektrischer Komponenten. Sie gewährleisten die Einhaltung technischer und brandschutzrechtlicher Vorgaben. Zudem vermeiden sie Schnittstellenkonflikte zwischen Gewerken. Eine präzise Planung reduziert Installationsfehler erheblich. Für das Facility Management sind sie ein wichtiges Koordinationsinstrument.

Ausführungspläne (Anordnungspläne) – Revisionsstand (LPH 8)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Revisions-Anordnungsplan

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation des tatsächlichen Endzustandes

Rechtsgrundlagen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

Ist-Anordnung
Änderungen
Freigabevermerk

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage für Betrieb und Wartung

Erläuterung

Revisions-Anordnungspläne dokumentieren den finalen Ausführungsstand der Anlage. Sie bilden die Grundlage für Wartung, Instandsetzung und Erweiterungen. Alle Änderungen gegenüber der Planung werden nachvollziehbar dargestellt. Dadurch wird Transparenz im Anlagenbestand geschaffen. Sie sind dauerhaft aufzubewahren und Bestandteil der Betreiberpflichten.

Ausschreibungszeichnungen – Technische Ausrüstung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Ausschreibungszeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der technischen Lösung zur Angebotsabgabe

Rechtsgrundlage

HOAI

Wesentliche Inhalte

Lagepläne
Stromlaufpläne
Netzersatzkonzept
Einspeisepunkte
Brandschutzanforderungen

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisrelevanz

Grundlage für Vergabeentscheidung

Erläuterung

Ausschreibungszeichnungen dienen der eindeutigen und vollständigen Beschreibung der geplanten technischen Lösung gemäß HOAI-Leistungsphasen. Sie stellen sicher, dass alle Bieter eine identische Planungsgrundlage erhalten und vergleichbare Angebote erstellen können. Bei Eigenerzeugungsanlagen müssen insbesondere Netzersatzkonzepte, Einspeisepunkte und brandschutztechnische Anforderungen klar definiert werden. Für das Facility Management bilden diese Unterlagen die Grundlage zur späteren Nachvollziehbarkeit der technischen Systemarchitektur. Eine unvollständige oder unpräzise Ausschreibungsplanung führt regelmäßig zu Mehrkosten, Nachträgen und betrieblichen Risiken.

Ausführungs- und Konstruktionspläne – Technische Ausrüstung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Ausführungspläne

Zweck & Geltungsbereich

Detailplanung für Bauausführung

Rechtsgrundlage

HOAI

Wesentliche Inhalte

Kabeltrassenpläne
Schutzkonzepte
Erdungs- und Potentialausgleich
Schaltanlagenlayout

Verantwortlich

Zeichner / TGA-Fachplaner

Praxisrelevanz

Grundlage für Montage und Abnahme

Erläuterung

Die Ausführungsplanung konkretisiert sämtliche sicherheitsrelevanten Details der elektrischen Anlage. Sie enthält verbindliche Angaben zur Leitungsdimensionierung, Schutztechnik und Erdungsstruktur nach DIN VDE-Vorgaben. Für Eigenerzeugungsanlagen ist insbesondere die selektive Schutzkoordination von zentraler Bedeutung. Diese Pläne bilden die Grundlage für die fachgerechte Montage und die spätere Abnahmeprüfung. Ohne vollständige Ausführungsunterlagen kann weder eine normkonforme Errichtung noch eine rechtssichere Inbetriebnahme erfolgen.

Betriebs- und Nutzerhandbuch – Elektrische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Betriebs- und Nutzerhandbuch

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung des bestimmungsgemäßen Betriebs

Rechtsgrundlage

DIN 18382; VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Bedienungsanweisungen
Wartungsintervalle
Störfallmanagement
Sicherheitsvorgaben
Prüfprotokolle

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praxisrelevanz

Pflichtbestandteil der Anlagendokumentation

Erläuterung

VdS-Prüfbericht

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

VdS-Prüfbericht

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis versicherungstechnischer Sicherheit

Rechtsgrundlage

VdS-Richtlinien (z. B. VdS 2871)

Wesentliche Inhalte

Prüfumfang
Brandschutzbewertung
Mängelliste
Auflagen

Verantwortlich

VdS-anerkannter Sachverständiger

Praxisrelevanz

Voraussetzung für Versicherungsschutz

Erläuterung

Der VdS-Prüfbericht dokumentiert die Einhaltung versicherungstechnischer Anforderungen. Er bewertet insbesondere brandschutztechnische und elektrotechnische Sicherheitsaspekte der Anlage. Versicherer machen die Anerkennung des Versicherungsschutzes regelmäßig von dieser Prüfung abhängig. Für den Facility Manager ist der Bericht Teil des technischen Risikomanagements. Festgestellte Mängel müssen fristgerecht beseitigt und dokumentiert werden.

Bestellung einer verantwortlichen Elektrofachkraft (vEFK)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Schriftliche Bestellung vEFK

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung elektrotechnischer Verantwortung

Rechtsgrundlage

DIN VDE 1000-10

Wesentliche Inhalte

Aufgabenübertragung
Verantwortungsbereich
Qualifikationsnachweis

Verantwortlich

Arbeitgeber

Praxisrelevanz

Zentrale Betreiberpflicht

Erläuterung

Die Bestellung einer verantwortlichen Elektrofachkraft ist eine organisatorische Pflichtmaßnahme des Betreibers. Sie dient der rechtskonformen Delegation elektrotechnischer Verantwortung gemäß DIN VDE 1000-10. Die Bestellung muss schriftlich erfolgen und Aufgaben sowie Befugnisse klar definieren. Dadurch wird eine ordnungsgemäße Prüf- und Instandhaltungsorganisation sichergestellt. Im Facility Management stellt die vEFK eine zentrale Rolle zur Wahrnehmung der Betreiberverantwortung dar.

Benutzerinformation – Maschinen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Benutzerinformation Maschinenkomponenten

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Umgang mit Generatoren, Motoren etc.

Rechtsgrundlage

DIN EN ISO 12100

Wesentliche Inhalte

Gefahrenanalyse
Restrisiken
Wartungshinweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisrelevanz

Bestandteil CE-Dokumentation

Erläuterung

Eigenerzeugungsanlagen enthalten Maschinen im Sinne der europäischen Maschinenverordnung. Die Benutzerinformation ist integraler Bestandteil der CE-Dokumentation. Sie muss eine Risikobeurteilung sowie Hinweise zu Restrisiken enthalten. Zudem sind Wartungs- und Sicherheitshinweise verbindlich vorzugeben. Der Betreiber ist verpflichtet, diese Unterlagen dauerhaft aufzubewahren und zugänglich zu halten.

Berechnung und Auslegung – LPH 3 Entwurfsplanung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Technische Entwurfsberechnung

Rechtsgrundlage

HOAI

Wesentliche Inhalte

Leistungsbedarf
Netzersatzkonzept
Kurzschlussberechnung

Verantwortlich

TGA-Planer

Praxis

Entscheidungsgrundlage

Erläuterung

In der Entwurfsplanung werden die grundlegenden technischen Parameter der Eigenerzeugungsanlage definiert. Hierzu gehören die Ermittlung des Gesamtleistungsbedarfs und die Definition kritischer Verbraucher. Die Kurzschlussberechnung dient der Dimensionierung von Schutzorganen. Das Netzersatzkonzept legt die Betriebsstrategie fest. Diese Unterlagen bilden die Grundlage für Investitionsentscheidungen.

Berechnung und Auslegung – LPH 5 Ausführungsplanung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Detailberechnung

Rechtsgrundlage

HOAI

Wesentliche Inhalte

Selektivitätsnachweis
Schutzberechnung
Lastflussanalyse

Verantwortlich

TGA-Planer

Praxis

Voraussetzung für Errichtung

Erläuterung

In dieser Phase erfolgt die detaillierte elektrotechnische Berechnung. Der Selektivitätsnachweis stellt sicher, dass Schutzorgane abgestuft auslösen. Die Schutzberechnung dient dem Personen- und Anlagenschutz. Eine Lastflussanalyse überprüft das Verhalten im Netzparallelbetrieb. Diese Dokumentation ist zwingende Voraussetzung für eine normgerechte Errichtung.

Berechnung und Auslegung – LPH 7 Vergabeergebnis

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Vergabeprotokoll

Rechtsgrundlage

DIN 18379; HOAI

Wesentliche Inhalte

Angebotsauswertung
Wirtschaftlichkeitsprüfung

Verantwortlich

Planer / Bauherr

Praxis

Vertragsgrundlage

Erläuterung

Das Vergabeprotokoll dokumentiert die formale und technische Angebotsprüfung. Es stellt Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Vergabeprozesses sicher. Die Wirtschaftlichkeitsprüfung berücksichtigt sowohl Investitions- als auch Betriebskosten. Diese Dokumentation dient als Grundlage für die Vertragsgestaltung. Für das Facility Management ist sie bei späteren Gewährleistungsfragen relevant.

Lebenszykluskostenberechnung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

LCC-Berechnung

Zweck & Geltungsbereich

Wirtschaftlichkeitsbewertung

Rechtsgrundlage

HOAI

Wesentliche Inhalte

Investitionskosten
Wartungskosten
Energieerträge
Ersatzinvestitionen

Verantwortlich

TGA-Planer

Praxisrelevanz

Grundlage für strategisches FM

Erläuterung

Die Lebenszykluskostenberechnung bewertet die Wirtschaftlichkeit der Anlage über die gesamte Nutzungsdauer. Sie umfasst Investitions-, Betriebs- und Instandhaltungskosten. Auch Energieerträge und Ersatzinvestitionen werden berücksichtigt. Diese Betrachtung ermöglicht eine fundierte Budgetplanung. Für das strategische Facility Management ist sie ein wesentliches Steuerungsinstrument.

Berechtigungsausweis für Arbeiten unter Spannung (AuS) – elektrische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

AuS-Berechtigungsausweis

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis der Qualifikation für Arbeiten unter Spannung

Rechtsgrundlagen

DGUV-Regel 103-011

Wesentliche Inhalte

Nachweis spezieller AuS-Schulung
Geltungsbereich (Spannungsebene)
Befristung
Unterschrift Arbeitgeber

Verantwortlich

Arbeitgeber

Praxisrelevanz

Voraussetzung für rechtssichere Durchführung von AuS

Erläuterung

Arbeiten unter Spannung sind gemäß DGUV-Regel 103-011 nur zulässig, wenn sie aus technischen oder betrieblichen Gründen zwingend erforderlich sind. In Eigenerzeugungsanlagen treten solche Situationen beispielsweise bei Umschalteinrichtungen von Netzersatzanlagen, Generatoranschlüssen oder bei Wartungsarbeiten an unterbrechungsrelevanten Versorgungseinheiten auf.
Der AuS-Berechtigungsausweis ist personenbezogen und setzt eine erfolgreich absolvierte Spezialausbildung voraus. Die Berechtigung ist zeitlich befristet und regelmäßig zu erneuern. Ohne gültigen Nachweis dürfen entsprechende Arbeiten nicht durchgeführt werden. Für das Facility Management ist sicherzustellen, dass nur entsprechend qualifiziertes Personal eingesetzt wird und die Nachweise zentral dokumentiert sind.

Prüfbescheinigung der Abgasanlage – KÜO

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Bescheinigung über Prüf- und Messergebnisse

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis ordnungsgemäßer Abgasführung und Emission

Rechtsgrundlagen

Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO)

Wesentliche Inhalte

Messergebnisse
Abgasanlagenzustand
Mängelfeststellung
Fristen

Verantwortlich

Bezirksschornsteinfeger

Praxisrelevanz

Pflichtnachweis bei Feuerungsanlagen

Erläuterung

Bei BHKW, stationären Verbrennungsmotoren und brennstoffbetriebenen Anlagen sind wiederkehrende Überprüfungen der Abgasanlage vorgeschrieben. Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger führt Messungen und sicherheitstechnische Prüfungen durch.
Die ausgestellte Prüfbescheinigung dokumentiert Emissionswerte, den baulichen Zustand der Abgasanlage sowie etwaige Mängel. Festgestellte Abweichungen sind innerhalb der vorgegebenen Fristen zu beheben. Im Facility Management ist die Bescheinigung Bestandteil der technischen Betreiberakte und dient als Nachweis gegenüber Behörden und Versicherern.

Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Nachrechnung – Technische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Bestands- und Nachrechnungsunterlagen

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation der technischen Auslegung

Rechtsgrundlagen

HOAI

Wesentliche Inhalte

Leistungsdaten
Netzersatzkonzept
Stromlaufpläne
Berechnungsnachweise

Verantwortlich

TGA-Planer

Praxisrelevanz

Grundlage für Erweiterungen und Umbauten

Erläuterung

Gemäß HOAI sind in der Leistungsphase 9 (Objektbetreuung) vollständige Bestandsunterlagen zu übergeben. Diese umfassen Leistungsdaten der Anlage, elektrische Berechnungen (z. B. Kurzschlussstrom, Selektivität), hydraulische Nachweise sowie das Netzersatzkonzept.
Im laufenden Betrieb dienen diese Unterlagen als Grundlage für Umbauten, Erweiterungen oder Leistungsanpassungen. Für das Facility Management stellen sie ein zentrales Instrument zur Sicherstellung der technischen Nachvollziehbarkeit und Betriebssicherheit dar.

Bestandspläne – Elektrische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Revisions- und Bestandspläne

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation der elektrischen Installation

Rechtsgrundlagen

VDI 6026-1; DIN 18382 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Stromlaufpläne
Verteilerpläne
Schutzmaßnahmen
Schnittstellen

Verantwortlich

Fachunternehmer / Elektroinstallateur

Praxisrelevanz

Grundlage für Wartung und Störungsbehebung

Erläuterung

Revisionspläne bilden den tatsächlich ausgeführten Zustand der elektrischen Anlage ab. Sie sind Voraussetzung für eine fachgerechte Wartung, Fehlersuche und Erweiterung.
Gemäß VDI 6026-1 ist eine strukturierte, gewerkeübergreifende Dokumentation sicherzustellen. Abweichungen zwischen Planung und Ausführung sind nachvollziehbar darzustellen. Fehlende oder veraltete Bestandspläne stellen ein erhebliches Haftungs- und Sicherheitsrisiko dar.

Bestätigung der Registrierung einer EEG-Anlage im MaStRV

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Registrierungsbestätigung

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis energierechtlicher Registrierung

Rechtsgrundlagen

Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV)

Wesentliche Inhalte

Registrierungsnummer
Anlagentyp
Standort
Betreiber

Verantwortlich

Bundesnetzagentur

Praxisrelevanz

Voraussetzung für EEG-Vergütung

Erläuterung

Stromerzeugungsanlagen sind vor Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister zu registrieren. Die Bestätigung enthält eine eindeutige Registrierungsnummer, welche für energiewirtschaftliche Abrechnungsprozesse erforderlich ist.
Ohne fristgerechte Registrierung kann der Anspruch auf EEG-Vergütung oder KWK-Zuschläge entfallen. Das Facility Management hat sicherzustellen, dass Registrierungsdaten korrekt hinterlegt und Änderungen (z. B. Betreiberwechsel) unverzüglich gemeldet werden.

Betriebs- und Wartungsanleitung – Stromerzeugungseinheiten

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Betriebs- und Wartungsanleitung

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherer Betrieb von Generatoraggregaten

Rechtsgrundlagen

DIN EN ISO 8528-13

Wesentliche Inhalte

Betriebsgrenzen
Wartungsintervalle
Prüfanweisungen
Notfallverfahren

Verantwortlich

Hersteller

Praxisrelevanz

Grundlage für Instandhaltungsverträge

Erläuterung

Die Norm DIN EN ISO 8528-13 legt Anforderungen an die Dokumentation von Stromerzeugungsaggregaten fest. Die Betriebsanleitung muss klare Angaben zu Betriebsparametern, Wartungsintervallen, Schmierstoffanforderungen und Notabschaltungen enthalten.
Im Facility Management bildet sie die Grundlage für Wartungsverträge, Prüfpläne und Instandhaltungsstrategien. Abweichungen vom Herstellerkonzept können Gewährleistungs- und Haftungsfragen auslösen.

Betriebsanleitung – Maschinen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Maschinenbetriebsanleitung

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis bestimmungsgemäßer Verwendung

Rechtsgrundlagen

9. ProdSV; RL 2006/42/EG; VO (EU) 2023/1230; DIN EN ISO 12100; DIN EN 809; DIN EN 1012-1; DIN EN 12693; VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Gefährdungsanalyse
Restrisiken
CE-Kennzeichnung
Wartungsanweisungen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisrelevanz

Grundlage der Gefährdungsbeurteilung

Erläuterung

Maschinen im Sinne der 9. ProdSV müssen mit einer CE-Kennzeichnung und einer vollständigen Betriebsanleitung ausgeliefert werden. Diese enthält die Risikobeurteilung gemäß DIN EN ISO 12100, Hinweise zu Restrisiken sowie Vorgaben zur sicheren Verwendung. Für Betreiber ist die Betriebsanleitung Grundlage der Gefährdungsbeurteilung nach BetrSichV. Ohne diese Dokumente ist eine rechtssichere Inbetriebnahme nicht möglich.

Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen – Elektrische Betriebsmittel

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Elektrische Betriebsanleitung

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherer Betrieb elektrischer Komponenten

Rechtsgrundlagen

1. ProdSV; RL 2014/35/EU

Wesentliche Inhalte

CE-Kennzeichnung
Schutzklassen
Installationsvorgaben
Warnhinweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisrelevanz

Voraussetzung für Inbetriebnahme

Fachliche Erläuterung

Elektrische Betriebsmittel müssen den Anforderungen der Niederspannungsverordnung entsprechen. Die Betriebsanleitung enthält Angaben zu Schutzklassen, Isolationsanforderungen, Anschlussbedingungen und Sicherheitswarnungen. Das Facility Management hat sicherzustellen, dass Montage und Betrieb ausschließlich gemäß Herstellerangaben erfolgen, um Konformität und Haftungssicherheit zu gewährleisten.

Betriebstagebuch / Anlagenlogbuch

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Betriebstagebuch

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation von Betrieb, Störungen, Wartung

Rechtsgrundlagen

DIN EN ISO 8528-13; HOAI (Betriebsphase)

Wesentliche Inhalte

Laufzeiten
Wartungsmaßnahmen
Störmeldungen
Brennstoffverbrauch

Verantwortlich

Betreiber

Praxisrelevanz

Grundlage für Effizienz- und Störungsanalyse

Erläuterung

Das Betriebstagebuch dokumentiert alle relevanten Betriebszustände und Ereignisse. Es dient der Nachvollziehbarkeit von Wartungsmaßnahmen, der Analyse von Störungen und der Bewertung der Energieeffizienz.
In Audits oder Schadensfällen stellt es ein zentrales Nachweisdokument dar. Die Führung kann digital erfolgen, muss jedoch revisionssicher sein.

Sicherheitstechnische Bewertung – Überwachungsbedürftige Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Sicherheitstechnische Bewertung

Zweck & Anwendungsbereich

Prüfung der Betriebssicherheit

Rechtsgrundlagen

Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

Wesentliche Inhalte

Prüfumfang
Mängel
Auflagen

Verantwortlich

Zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS)

Praxisrelevanz

Voraussetzung für Weiterbetrieb

Erläuterung

Bestimmte Anlagenbestandteile können als überwachungsbedürftige Anlagen im Sinne der BetrSichV eingestuft werden. Hierzu zählen beispielsweise Druckanlagen oder explosionsgefährdete Bereiche.
Die sicherheitstechnische Bewertung durch eine zugelassene Überwachungsstelle ist Voraussetzung für den rechtskonformen Weiterbetrieb. Festgestellte Mängel sind fristgerecht zu beheben und zu dokumentieren.

Betriebsanleitung (interdisziplinär) – Technische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Interdisziplinäre Betriebsanleitung

Zweck & Anwendungsbereich

Ganzheitliche Beschreibung des Betriebs der Eigenstromanlage einschließlich Schnittstellen zu TGA und Brandschutz

Rechtsgrundlagen

HOAI (02.2_667)

Wesentliche Inhalte

Anlagenbeschreibung
Betriebsmodi (Insel-/Netzbetrieb)
Sicherheits- und Notfallhinweise
Schnittstellen (GLT, BMA)
Wartungsvorgaben

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Betreiber- und Bedienerschulung

Erläuterung

Die interdisziplinäre Betriebsanleitung beschreibt den sicheren und bestimmungsgemäßen Betrieb der Eigenstromanlage. Sie bündelt alle technischen, sicherheitsrelevanten und organisatorischen Informationen in einem strukturierten Dokument. Gemäß HOAI ist sie Bestandteil der Leistungsphasen 8 und 9 und dient als Übergabedokument an den Betreiber. Die Anleitung enthält klare Anweisungen für Normalbetrieb, Störungsbetrieb und Notfallsituationen. Sie bildet die Grundlage für Unterweisungen, Gefährdungsbeurteilungen und die rechtssichere Wahrnehmung der Betreiberpflichten.

Betriebstagebuch

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Betriebstagebuch

Zweck & Anwendungsbereich

Laufende Dokumentation von Betriebszuständen und Ereignissen

Rechtsgrundlagen

VDI-MT 3810-1 (32.1_6604)

Wesentliche Inhalte

Betriebsstunden
Störungen
Wartungsmaßnahmen
Brennstoffverbrauch

Verantwortlich

Betreiber / Facility Manager

Praxisrelevanz

Grundlage für Instandhaltungs- und Optimierungsstrategien

Erläuterung

Das Betriebstagebuch dokumentiert sämtliche Betriebszustände der Eigenstromanlage fortlaufend und nachvollziehbar. Es dient als Nachweis für ordnungsgemäßen Betrieb gegenüber Behörden, Sachverständigen und Versicherern. Alle Störungen, Eingriffe und Wartungsmaßnahmen werden chronologisch erfasst. Die Dokumentation ermöglicht eine Analyse von Ausfallursachen und Optimierungspotenzialen. Damit stellt das Betriebstagebuch ein zentrales Instrument des technischen Anlagenmanagements dar.

Betriebskostenberechnung – Technische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Betriebskostenberechnung

Zweck & Anwendungsbereich

Wirtschaftlichkeitsnachweis der Eigenstromanlage

Rechtsgrundlagen

HOAI (02.2_667)

Wesentliche Inhalte

Investitionskosten
Energiekosten
Wartungs- und Instandhaltungskosten
Amortisationsrechnung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Entscheidungsgrundlage für Betreiber

Erläuterung

Die Betriebskostenberechnung stellt eine systematische Lebenszyklusbetrachtung der Eigenstromanlage dar. Sie berücksichtigt Investitions-, Betriebs- und Instandhaltungskosten über den geplanten Nutzungszeitraum. Grundlage bilden die in der HOAI geforderten Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen technischer Anlagen. Zusätzlich werden Erlöse aus Einspeisung oder Eigenverbrauch bewertet. Die Berechnung dient als Entscheidungsgrundlage für Investitionen und Optimierungsmaßnahmen.

Brandschutzmatrix / Brandfallsteuerungsmatrix

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Brandschutz- bzw. Steuerungsmatrix

Zweck & Anwendungsbereich

Festlegung der Schalt- und Steuerfunktionen im Brandfall

Rechtsgrundlagen

HOAI (02.2_667); VDI 3819-3 (32.1_5798)

Wesentliche Inhalte

Schaltfolgen
Schnittstellen zu BMA
Abschalt- und Notstromlogik
Sicherheitsprioritäten

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Brandschutzplaner

Praxisrelevanz

Grundlage für Brandfallprüfung und Feuerwehrabstimmung

Erläuterung

Die Brandschutzmatrix definiert die technischen Reaktionen der Eigenstromanlage im Ereignisfall. Sie beschreibt eindeutig alle Schalt- und Steuerfolgen bei Brandmeldung. Grundlage bilden die brandschutztechnischen Anforderungen der Bauordnung und die Vorgaben der VDI 3819-3. Die Matrix stellt sicher, dass sicherheitsrelevante Verbraucher priorisiert versorgt werden. Sie dient als verbindliche Grundlage für Prüfungen und Abstimmungen mit der Feuerwehr.

Darstellungen der Lösung – LPH 5 Ausführungsplanung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Ausführungspläne

Zweck & Anwendungsbereich

Technische Detailplanung der Eigenstromversorgungsanlage

Rechtsgrundlagen

HOAI (02.2_667)

Wesentliche Inhalte

Stromlaufpläne
Netzersatzschaltung
Aufstellungspläne
Sicherheitsabstände

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Montage, Prüfung und Revision

Erläuterung

Die Ausführungsplanung konkretisiert die genehmigte Entwurfsplanung und bildet die Grundlage für die technische Umsetzung der Anlage. Sie enthält sämtliche erforderlichen Detailzeichnungen und technischen Spezifikationen zur normgerechten Installation. Gemäß HOAI ist sie Bestandteil der Leistungsphase 5 und dient der vollständigen Durcharbeitung aller technischen Anforderungen. Die Pläne müssen eindeutig, maßstäblich und gewerkeübergreifend abgestimmt sein. Für das Facility Management stellen sie die Grundlage für spätere Anpassungen, Erweiterungen und Revisionsunterlagen dar.

Lösungsbeschreibung – LPH 7 Vergabeergebnis

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Technische Lösungsbeschreibung nach Vergabe

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation der beauftragten technischen Lösung

Rechtsgrundlagen

DIN 18379; DIN 18381; HOAI

Wesentliche Inhalte

Leistungsumfang
Herstellerangaben
Systembeschreibung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Vertrags- und Abnahmegrundlage

Erläuterung

Nach Abschluss des Vergabeverfahrens ist die beauftragte technische Lösung eindeutig zu dokumentieren. Diese Beschreibung dient der transparenten Darstellung des vertraglich vereinbarten Leistungsumfangs. Grundlage bilden die technischen Vertragsbedingungen der VOB/C sowie die HOAI-Vorgaben. Sie umfasst Herstellerdaten, Systemkonfigurationen und wesentliche technische Kenndaten. Für den Betreiber bildet sie die Grundlage für Abnahme, Gewährleistungsverfolgung und spätere Systemanpassungen.

Datenerfassung, Analyse- und Optimierungsdokumentation

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Analyse- und Optimierungsberichte

Zweck & Anwendungsbereich

Bewertung von Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit

Rechtsgrundlagen

HOAI

Wesentliche Inhalte

Lastgänge
Energieerträge
Wirkungsgrade
Optimierungsvorschläge

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Bestandteil des Energiemanagements

Erläuterung

Die Analyse- und Optimierungsdokumentation basiert auf kontinuierlich erfassten Betriebsdaten der Eigenstromanlage. Ziel ist die Bewertung von Effizienz, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Die Auswertung erfolgt unter Berücksichtigung technischer Kennzahlen und Lastprofilanalysen. Auf Grundlage der Ergebnisse werden konkrete Optimierungsvorschläge entwickelt. Diese Dokumentation unterstützt ein nachhaltiges Energiemanagement und die langfristige Sicherstellung der Betriebssicherheit.

Datenpunkt- / Funktionsliste – Montageplanung (LPH 7+)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Datenpunkt-/Funktionsliste (Montageplanung)

Zweck & Anwendungsbereich

Definition aller elektrischen Funktionen und Schnittstellen

Rechtsgrundlagen

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Ein-/Ausgänge
Steuer- und Meldesignale
Prioritäten

Verantwortlich

Errichter / Elektroinstallateur

Praxisrelevanz

Grundlage für GLT-Integration

Erläuterung

Die Datenpunktliste definiert sämtliche digitalen und analogen Signale der Eigenstromanlage. Sie legt eindeutig fest, welche Ein- und Ausgänge sowie Steuer- und Meldesignale vorhanden sind. Grundlage bildet die DIN 18382 als technische Vertragsbedingung für Gebäudeautomation. Die Liste gewährleistet eine normkonforme Integration in die Gebäudeleittechnik. Für das Facility Management stellt sie eine wesentliche Grundlage für Fehlersuche und Systemanpassungen dar.

Datenpunkt- / Funktionsliste – Ausführung (LPH 8)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Revisions-Datenpunktliste

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation der tatsächlich umgesetzten Funktionen

Rechtsgrundlagen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

Ist-Zustand
Parametrierung
Signalzuordnung

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Bestandteil der Revisionsunterlagen

Erläuterung

Die Revisions-Datenpunktliste dokumentiert den tatsächlichen Ausführungszustand der Anlage. Abweichungen gegenüber der Planung sind eindeutig kenntlich zu machen. Sie enthält die endgültige Parametrierung sowie die Zuordnung aller Signale. Diese Dokumentation ist Bestandteil der vollständigen Revisionsunterlagen gemäß VOB/C. Für den Betreiber bildet sie die Grundlage für Wartung, Modernisierung und Störungsanalyse.

Wartungsdokumentation

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Wartungs- und Instandhaltungsunterlagen

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherstellung der dauerhaften Betriebssicherheit

Rechtsgrundlagen

DIN EN 13460 (28.2_1822)

Wesentliche Inhalte

Wartungspläne
Prüfnachweise
Ersatzteilkonzept

Verantwortlich

Hersteller / Wartungsunternehmen / Betreiber

Praxisrelevanz

Grundlage für Betreiberpflichten

Erläuterung

Die Wartungsdokumentation gewährleistet die langfristige Funktionsfähigkeit der Eigenstromanlage. Grundlage bildet die DIN EN 13460 zur Strukturierung von Instandhaltungsunterlagen. Sie umfasst Wartungsintervalle, Prüfprotokolle und Nachweise wiederkehrender Prüfungen. Zusätzlich enthält sie Angaben zu Ersatz- und Verschleißteilen sowie Instandsetzungsmaßnahmen. Für den Betreiber stellt sie einen zentralen Bestandteil der rechtssicheren Wahrnehmung seiner Verkehrssicherungspflichten dar.

Dokumentation Dämm- und Brandschutzarbeiten (TGA)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Dokumentation Dämm- und Brandschutzarbeiten

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis normgerechter Ausführung von Isolations- und Brandschutzmaßnahmen

Rechtsgrundlagen

DIN 18421 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Materialnachweise
Feuerwiderstandsklassen
Montageprotokolle
Übereinstimmungserklärungen

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praxisrelevanz

Bestandteil der Revisionsunterlagen und Brandschutzakte

Erläuterung

Die Dokumentation der Dämm- und Brandschutzarbeiten dient dem Nachweis, dass sämtliche Isolations- und Abschottungsmaßnahmen entsprechend den Vorgaben der DIN 18421 fachgerecht ausgeführt wurden. Sie ist insbesondere bei Eigenstromversorgungsanlagen relevant, da Leitungsdurchführungen, Abgasleitungen und technische Installationen brandschutztechnisch gesichert werden müssen. Die Unterlagen enthalten detaillierte Angaben zu verwendeten Materialien, deren Klassifizierung sowie zu Einbausituationen und Abschottungssystemen. Für den Betreiber bilden diese Dokumente die Grundlage für wiederkehrende Brandschutzprüfungen und behördliche Kontrollen. Im Facility Management sind sie dauerhaft in der Brandschutzakte aufzubewahren und bei baulichen Änderungen fortzuschreiben.

Baudokumentation / Bautagebuch – Technische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Baudokumentation / Bautagebuch

Zweck & Anwendungsbereich

Nachvollziehbarkeit des Bauablaufs

Rechtsgrundlagen

HOAI (Leistungsphase 8 – Objektüberwachung)

Wesentliche Inhalte

Baufortschritt
Mängel und Abweichungen
Witterungseinflüsse
Prüf- und Abnahmetermine

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Abrechnung, Gewährleistung und Nachträge

Erläuterung

Das Bautagebuch dokumentiert im Rahmen der Objektüberwachung nach HOAI sämtliche wesentlichen Vorgänge während der Errichtung der technischen Anlagen. Es stellt sicher, dass Baufortschritt, besondere Vorkommnisse und Abweichungen vom Leistungsverzeichnis transparent nachvollzogen werden können. Bei Eigenstromanlagen sind insbesondere Montageabläufe, Koordination mit anderen Gewerken und Funktionsprüfungen zu erfassen. Die Dokumentation dient als Beweismittel bei Streitigkeiten sowie zur Durchsetzung von Mängelansprüchen. Für das Facility Management bildet sie eine wichtige Grundlage bei der späteren Bewertung technischer Risiken und Gewährleistungsfristen.

Vergabedokumentation – Technische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Dokumentation des Vergabeverfahrens

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis eines rechtskonformen Ausschreibungs- und Vergabeprozesses

Rechtsgrundlagen

VgV; UVgO; VOB/A 2019; HOAI

Wesentliche Inhalte

Ausschreibungsunterlagen
Angebotswertung
Vergabeentscheidung
Dokumentationsvermerk

Verantwortlich

Öffentlicher Auftraggeber / Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Prüfpflichtige Unterlage bei öffentlichen Auftraggebern

Erläuterung

Die Vergabedokumentation stellt sicher, dass das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren transparent, diskriminierungsfrei und rechtskonform durchgeführt wurde. Sie umfasst sämtliche Unterlagen von der Bekanntmachung bis zur Zuschlagserteilung. Bei technisch anspruchsvollen Eigenstromversorgungsanlagen ist die nachvollziehbare Bewertung der Angebote von besonderer Bedeutung. Öffentliche Auftraggeber sind verpflichtet, einen detaillierten Vergabevermerk zu führen und revisionssicher aufzubewahren. Für das Facility Management ist diese Dokumentation relevant, um spätere vertragliche und technische Verpflichtungen eindeutig nachvollziehen zu können.

Eignungsnachweis – Bauleistungsanbieter

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Eignungsnachweis des Bieters

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis fachlicher, technischer und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit

Rechtsgrundlagen

VOB/A 2019

Wesentliche Inhalte

Referenzen
Qualifikationsnachweise
Zertifikate
Eigenerklärungen

Verantwortlich

Bieter

Praxisrelevanz

Voraussetzung für Zuschlagserteilung

Erläuterung

Der Eignungsnachweis dient der Sicherstellung, dass nur fachkundige und leistungsfähige Unternehmen mit der Errichtung sicherheitsrelevanter Anlagen beauftragt werden. Er umfasst Referenzen vergleichbarer Projekte sowie Qualifikations- und Zertifikatsnachweise. Bei Eigenstromanlagen sind spezielle elektrotechnische und maschinentechnische Kompetenzen erforderlich. Der öffentliche Auftraggeber prüft die Eignung vor Zuschlagserteilung anhand festgelegter Kriterien. Im Facility Management unterstützt diese Prüfung die langfristige Betriebssicherheit und Qualität der Anlage.

Einbauerklärung – Unvollständige Maschine

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Einbauerklärung

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis für unvollständige Maschinen (z. B. Generatoraggregate)

Rechtsgrundlagen

Richtlinie 2006/42/EG

Wesentliche Inhalte

Beschreibung der Baugruppe
Einbauvorgaben
Risikobeurteilung
Konformitätserklärung für Teilmaschine

Verantwortlich

Hersteller

Praxisrelevanz

Voraussetzung für CE-Gesamtkonformität

Erläuterung

Die Einbauerklärung ist bei unvollständigen Maschinen erforderlich, die erst durch Integration in eine Gesamtanlage funktionsfähig werden. Generatoraggregate oder vormontierte Schaltanlagen gelten häufig als Teilmaschinen im Sinne der Richtlinie 2006/42/EG. Der Hersteller bestätigt mit der Einbauerklärung, dass die grundlegenden Sicherheitsanforderungen eingehalten wurden. Gleichzeitig sind Montage- und Einbauhinweise verbindlich zu beachten. Für den Betreiber ist die Einbauerklärung zwingende Voraussetzung zur Erstellung der CE-Gesamtkonformität der Anlage.

Einsatz- und Betriebskonzept – Notstromanlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Einsatz- und Betriebskonzept

Zweck & Anwendungsbereich

Regelung des Betriebs im Not- oder Inselbetrieb

Rechtsgrundlagen

AMEV „Ersatzstrom 2024“

Wesentliche Inhalte

Priorisierung Verbraucher
Umschaltlogik
Brennstoffbevorratung
Wartungsstrategie

Verantwortlich

Betreiber

Praxisrelevanz

Grundlage für Betriebssicherheit

Erläuterung

Das Einsatz- und Betriebskonzept beschreibt detailliert die organisatorischen und technischen Abläufe im Notstromfall. Es definiert, welche Verbraucher priorisiert versorgt werden und wie die Umschaltung zwischen Netz- und Inselbetrieb erfolgt. Darüber hinaus regelt es Mindestbevorratungszeiten für Brennstoffe sowie Wartungs- und Prüfintervalle. Die Empfehlungen des AMEV bieten hierfür praxisorientierte Leitlinien. Für das Facility Management ist dieses Konzept ein zentrales Instrument zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit.

Mengen- und Massenermittlung – Technische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Massenermittlung

Zweck & Anwendungsbereich

Grundlage für Ausschreibung und Abrechnung

Rechtsgrundlagen

HOAI

Wesentliche Inhalte

Leistungspositionen
Mengenberechnung
Kostenzuordnung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Vertrags- und Nachtragsgrundlage

Erläuterung

Die Massenermittlung dient der exakten Quantifizierung aller für die Anlage erforderlichen Leistungen. Sie bildet die Grundlage für ein transparentes Leistungsverzeichnis. Fehlerhafte oder unvollständige Mengenansätze führen regelmäßig zu Nachträgen. Daher ist eine sorgfältige Ermittlung nach den Vorgaben der HOAI erforderlich. Für das Facility Management ist sie wesentlich für die langfristige Kostenkontrolle.

Installationsbestätigung – Elektrische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Installationsbestätigung

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis fachgerechter Errichtung

Rechtsgrundlagen

DGUV Grundsatz 303-003; DGUV Vorschrift 3

Wesentliche Inhalte

Prüfprotokolle
Messwerte
Schutzmaßnahmen

Verantwortlich

Installateur / Hersteller

Praxisrelevanz

Voraussetzung für Inbetriebnahme

Erläuterung

Die Installationsbestätigung dokumentiert die ordnungsgemäße Errichtung der elektrischen Anlage. Sie umfasst die Erstprüfung gemäß DIN VDE 0100-600 einschließlich Messprotokollen. Der Nachweis der Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag und Kurzschluss ist zwingend erforderlich. Ohne diese Bestätigung darf keine Inbetriebnahme erfolgen. Für das Facility Management bildet sie die Grundlage für wiederkehrende Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3.

Errichtererklärung – Elektrische Systeme

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Errichtererklärung

Zweck & Anwendungsbereich

Bestätigung normgerechter Ausführung

Rechtsgrundlagen

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Anlagenbeschreibung
Normenkonformität
Prüfnachweise

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Bestandteil der Abnahme

Erläuterung

Mit der Errichtererklärung bestätigt das ausführende Unternehmen die normgerechte Ausführung der elektrischen Installation. Grundlage sind die anerkannten Regeln der Technik sowie die Anforderungen der DIN 18382. Die Erklärung ist Bestandteil der Abnahmeunterlagen. Sie dokumentiert die Verantwortung des Errichters für die fachgerechte Umsetzung. Im Facility Management dient sie als rechtliche Absicherung im Gewährleistungszeitraum.

Ersatzteilliste / Stückliste – Elektrische Systeme

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Ersatzteil- / Stückliste

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherstellung langfristiger Instandhaltung

Rechtsgrundlagen

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Komponentenliste
Herstellerangaben
Bestellnummern

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage für Wartung und Ersatzteilmanagement

Erläuterung

Die Ersatzteil- und Stückliste enthält sämtliche verbauten Komponenten mit eindeutiger Identifikation. Sie ermöglicht eine schnelle Ersatzteilbeschaffung im Störungsfall. Besonders bei sicherheitsrelevanten Eigenstromanlagen ist eine hohe Verfügbarkeit sicherzustellen. Die Dokumentation unterstützt die präventive Instandhaltungsstrategie. Für das Facility Management ist sie ein zentrales Instrument des Lebenszyklusmanagements.

Ersatzteilliste – Nieder- und Mittelspannungsanlagen bis 36 kV

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Ersatzteil- / Stückliste

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherstellung der langfristigen Instandhaltung und Verfügbarkeit

Rechtsgrundlagen

Technische Regeln der Elektrotechnik für Anlagenbetrieb bis 36 kV

Wesentliche Inhalte

Komponentenliste
Hersteller- und Typenbezeichnung
Bestellnummern
Austauschintervalle

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praxisrelevanz

Grundlage für Wartungs- und Ersatzteilmanagement

Erläuterung

Die Ersatzteilliste ist Bestandteil der Revisionsdokumentation gemäß VOB/C und stellt die dauerhafte Instandhaltungsfähigkeit der Anlage sicher. Sie dient der Identifikation sicherheits- und betriebsrelevanter Komponenten innerhalb von Nieder- und Mittelspannungsanlagen bis 36 kV. Durch die eindeutige Zuordnung von Herstellerangaben, Typenbezeichnungen und Bestellnummern wird die Ersatzteilbeschaffung standardisiert und beschleunigt. Kritische Bauteile mit langen Lieferzeiten müssen gesondert gekennzeichnet werden, um Ausfallrisiken zu minimieren. Im Facility Management bildet dieses Dokument die Grundlage für strategische Lagerhaltung, Budgetplanung und Lebenszyklusmanagement.

Feuerstättenbescheid

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Feuerstättenbescheid

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis der ordnungsgemäßen Prüfung von Feuerstätten

Rechtsgrundlagen

SchfHwG

Wesentliche Inhalte

Prüfumfang
Kehr- und Überprüfungsintervalle
Feststellungen und Auflagen

Verantwortlich

Bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger

Praxisrelevanz

Pflichtnachweis bei Feuerungsanlagen

Funktions- und Strangschema – LPH 3 Entwurfsplanung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Funktions- und Strangschema (Entwurf)

Zweck & Anwendungsbereich

Darstellung des technischen Grundkonzepts

Rechtsgrundlagen

VDI 6026-1; HOAI

Wesentliche Inhalte

Hauptstrompfade
Netzersatzlogik
Schalt- und Schutzkonzept
Verbraucherpriorisierung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Genehmigung und Kostenplanung

Erläuterung

Das Funktions- und Strangschema der Entwurfsplanung beschreibt das technische Grundkonzept der Eigenstromanlage. Es definiert die Hauptstrompfade sowie die logische Struktur der Energieverteilung. Zudem werden Schutz- und Umschaltkonzepte zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit festgelegt. Die Priorisierung kritischer Verbraucher wird bereits in dieser Phase berücksichtigt. Dieses Dokument bildet die Grundlage für Genehmigungen, Kostenberechnungen und die weitere Detailplanung.

Funktions- und Strangschema – LPH 5 Ausführungsplanung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Detailliertes Funktions- und Strangschema

Zweck & Anwendungsbereich

Technische Detailfestlegung für Montage

Rechtsgrundlagen

VDI 6026-1; HOAI

Wesentliche Inhalte

Kabel- und Schutztechnik
Netzumschaltung
Schutzrelais
Schnittstellen GLT

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Ausführung und Revision

Erläuterung

Das Funktions- und Strangschema der Leistungsphase 5 konkretisiert das in der Entwurfsplanung entwickelte Anlagenkonzept technisch vollständig. Es definiert sämtliche Schutzorgane, Schaltgeräte, Leitungsführungen sowie die Selektivität der Schutztechnik entsprechend den anerkannten Regeln der Technik. Darüber hinaus werden detaillierte Angaben zur Netzumschaltung, zur Parametrierung von Schutzrelais und zu Schnittstellen zur Gebäudeleittechnik festgelegt. Die Dokumentation dient als verbindliche Grundlage für die Montage, Installation und Inbetriebnahme der Anlage. Für das Facility Management bildet dieses Schema später die maßgebliche Referenz für Revision, Umbauten und Fehleranalysen.

Funktions- und Strangschema – LPH 7 Vergabeergebnis

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Funktionsschema nach Vergabe

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation der beauftragten technischen Lösung

Rechtsgrundlagen

HOAI; DIN 18379; DIN 18381

Wesentliche Inhalte

Herstellerkomponenten
Ausführungsvarianten
Systembeschreibung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Vertrags- und Abnahmegrundlage

Erläuterung

Nach Abschluss des Vergabeverfahrens ist das tatsächlich beauftragte System eindeutig im Funktionsschema abzubilden. Dabei sind alle herstellerbezogenen Komponenten, technische Alternativen sowie genehmigte Ausführungsvarianten transparent darzustellen. Abweichungen von der Entwurfs- oder Ausführungsplanung müssen nachvollziehbar dokumentiert werden. Dieses Dokument stellt die vertraglich geschuldete Leistung im Sinne der VOB/C dar. Für das Facility Management bildet es die Grundlage für Abnahme, Gewährleistungsverfolgung und spätere technische Bewertungen.

Funktionsbeschreibung – Elektrische Systeme (LPH 8 Ausführung)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Funktionsbeschreibung (Revisionsstand)

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation der tatsächlich umgesetzten Funktionen

Rechtsgrundlagen

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Steuerungslogik
Schutzkonzepte
Parametrierung
Betriebsmodi

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage für Betrieb und Störungsanalyse

Erläuterung

Die Funktionsbeschreibung im Revisionsstand dokumentiert den tatsächlichen Anlagenzustand nach Fertigstellung und Inbetriebnahme. Sie beschreibt detailliert die Steuerungslogik, Schaltfolgen, Schutzparameter sowie alle Betriebsarten einschließlich Netzparallel- und Inselbetrieb. Ebenfalls enthalten sind Grenzwerte, Alarmmeldungen und Wiederanlaufstrategien bei Netzausfall. Dieses Dokument ist gemäß DIN 18382 Bestandteil der geschuldeten Leistung des Errichters. Für den Betreiber stellt es die zentrale Grundlage für sicheren Betrieb, Instandhaltung und Störungsanalyse dar.

Prinzipschaltbild – LPH 2 Vorplanung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Prinzipschaltbild

Zweck & Anwendungsbereich

Darstellung des Systemprinzips

Rechtsgrundlagen

VDI 6026-1; HOAI

Wesentliche Inhalte

Hauptkomponenten
Energieflüsse
Redundanzkonzept

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Variantenvergleich

Erläuterung

Das Prinzipschaltbild wird in der Vorplanung erstellt und stellt die grundlegende Systemarchitektur dar. Es zeigt die wesentlichen Energieflüsse, Hauptkomponenten sowie das vorgesehene Redundanzkonzept. Dabei werden verschiedene technische Varianten gegenübergestellt und wirtschaftlich bewertet. Das Dokument dient als Entscheidungsgrundlage für Bauherrn, Investoren und Betreiber. Für das Facility Management bildet es die strategische Referenz für spätere Erweiterungen oder Modernisierungen.

Gebrauchsanleitung – Produkte

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Gebrauchsanleitung

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherer und bestimmungsgemäßer Betrieb

Rechtsgrundlagen

ProdSG

Wesentliche Inhalte

Sicherheits- und Warnhinweise
Installationshinweise
Wartungsvorgaben

Verantwortlich

Hersteller / Inverkehrbringer

Praxisrelevanz

Pflichtbestandteil der Anlagenakte

Erläuterung

Die Gebrauchsanleitung ist gemäß Produktsicherheitsgesetz zwingender Bestandteil jedes in Verkehr gebrachten technischen Produkts. Sie muss in deutscher Sprache vorliegen und alle sicherheitsrelevanten Hinweise enthalten. Darüber hinaus sind Installationsbedingungen, Betriebsgrenzen und Wartungsvorgaben eindeutig zu beschreiben. Fehlende oder unvollständige Anleitungen stellen ein haftungsrechtliches Risiko dar. Für das Facility Management ist die Gebrauchsanleitung integraler Bestandteil der Betreiber- und Sicherheitsdokumentation.

Gewerke-Beziehungsmatrix

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Gewerke- bzw. Schnittstellenmatrix

Zweck & Anwendungsbereich

Koordination der Gewerke und Schnittstellen

Rechtsgrundlagen

VDI 6039

Wesentliche Inhalte

Verantwortlichkeiten
Schnittstellenbeschreibung
Abstimmungsprotokolle

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Minimierung von Schnittstellenrisiken

Erläuterung

Die Gewerke-Beziehungsmatrix dient der systematischen Darstellung aller technischen und organisatorischen Schnittstellen. Sie definiert eindeutig Verantwortlichkeiten zwischen Elektrotechnik, MSR-Technik, Brandschutz, Baugewerken und Netzbetreiber. Grundlage hierfür ist das strukturierte Schnittstellenmanagement nach VDI 6039. Durch klare Zuordnung werden Ausführungsfehler, Terminverzögerungen und Haftungsunklarheiten vermieden. Im Facility Management unterstützt die Matrix die transparente Koordination bei Umbauten, Erweiterungen und Instandhaltungsmaßnahmen.

Wartungsbericht

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Wartungs- und Instandhaltungsbericht

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation durchgeführter Wartungsmaßnahmen

Rechtsgrundlagen

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Wartungsumfang
Prüfergebnisse
Ersatzteileinsatz
Handlungsempfehlungen

Verantwortlich

Wartungsingenieur

Praxisrelevanz

Nachweis der Betreiberpflichten

Erläuterung

Der Wartungsbericht dokumentiert sämtliche durchgeführten Instandhaltungsmaßnahmen gemäß den Begrifflichkeiten der DIN EN 13306. Er enthält Prüfergebnisse, Messwerte, festgestellte Abweichungen sowie den Einsatz von Ersatzteilen. Zudem werden Empfehlungen für weiterführende Maßnahmen oder Optimierungen ausgesprochen. Die lückenlose Dokumentation dient dem Nachweis der ordnungsgemäßen Betreiberpflichtenerfüllung. Im Rahmen von Audits, Versicherungsprüfungen oder behördlichen Kontrollen stellt der Wartungsbericht ein zentrales Nachweisdokument dar.

Instandhaltungsplan

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Instandhaltungsplan

Zweck & Anwendungsbereich

Systematische Planung aller Instandhaltungsmaßnahmen

Rechtsgrundlagen

DIN EN 13306; DIN EN 15331

Wesentliche Inhalte

Wartungs- und Inspektionsintervalle
Zustandsüberwachung
Austauschzyklen
Ressourcenplanung

Verantwortlich

Instandhaltungsingenieur / Betreiber

Praxisrelevanz

Grundlage für Betreiberpflichten und Budgetplanung

Erläuterung

Der Instandhaltungsplan definiert die strategische und operative Organisation sämtlicher Instandhaltungsmaßnahmen gemäß DIN EN 13306. Er berücksichtigt sowohl präventive als auch korrektive Maßnahmen zur Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit. Die Inhalte orientieren sich an Herstellerangaben, gesetzlichen Prüfvorgaben und betrieblichen Anforderungen. Zusätzlich ermöglicht DIN EN 15331 die Bewertung der Instandhaltungsleistung anhand geeigneter Kennzahlen. Im Facility Management stellt der Instandhaltungsplan ein zentrales Steuerungsinstrument innerhalb des CAFM-Systems dar.

Instandhaltungsplan – Elektrische Systeme

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Instandhaltungsplan elektrische Systeme

Zweck & Anwendungsbereich

Spezifische Wartungsplanung für elektrische Komponenten

Rechtsgrundlagen

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Prüffristen Schaltanlagen
Schutzrelaisprüfung
Notstromtests
Ersatzteilstrategie

Verantwortlich

Errichter / Elektrofachunternehmen

Praxisrelevanz

Grundlage für sichere Stromversorgung

Erläuterung

Elektrische Systeme von Eigenstromanlagen unterliegen besonderen Sicherheitsanforderungen gemäß DIN 18382. Der spezifische Instandhaltungsplan definiert Prüfintervalle und Funktionskontrollen für sämtliche elektrischen Komponenten. Hierzu zählen Schaltanlagen, Schutzrelais, Umschalteinrichtungen sowie Speicher- und Batteriesysteme. Die regelmäßige Durchführung von Notstromtests gewährleistet die Funktionsfähigkeit im Ereignisfall. Die Dokumentation ist Bestandteil der Revisionsunterlagen und zwingend für die Betriebssicherheit.

Wartungsplan / Wartungskalender

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Wartungsplan

Zweck & Anwendungsbereich

Terminliche Organisation von Wartungsmaßnahmen

Rechtsgrundlagen

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Zeitplan
Verantwortlichkeiten
Prüfzyklen

Verantwortlich

Instandhaltungsingenieur

Praxisrelevanz

Operatives Steuerungsinstrument

Erläuterung

Der Wartungsplan konkretisiert die im Instandhaltungsplan definierten Maßnahmen in zeitlicher Hinsicht. Er dient der systematischen Terminüberwachung aller Wartungs- und Prüfpflichten. Verantwortlichkeiten werden eindeutig zugeordnet, um Betreiberpflichten eindeutig wahrzunehmen. Die Einhaltung gesetzlicher Prüffristen wird dadurch organisatorisch sichergestellt. Im operativen Facility Management bildet der Wartungskalender ein wesentliches Instrument zur Vermeidung von Störungen.

Anlageninventarliste

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Anlageninventar

Zweck & Anwendungsbereich

Vollständige Erfassung aller Komponenten

Rechtsgrundlagen

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Anlagenbezeichnung
Standort
Seriennummer
Baujahr

Verantwortlich

Betreiber / Facility Manager

Praxisrelevanz

Grundlage für Instandhaltungs- und Prüfmanagement

Erläuterung

Die Anlageninventarliste dokumentiert sämtliche technischen Komponenten der Eigenstromversorgungsanlage vollständig und strukturiert. Sie stellt die Grundlage für eine rechtskonforme Betreiberorganisation dar. Ohne vollständiges Inventar können Wartungs- und Prüfpflichten nicht eindeutig zugeordnet werden. Zudem bildet sie die Basis für Ersatzteilmanagement und Wirtschaftlichkeitsanalysen. Im Rahmen von Audits dient das Inventar als zentraler Nachweis der technischen Anlagenstruktur.

Kehrbuch / Feuerstättenbuch

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Kehr- bzw. Feuerstättenbuch

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation von Kehr- und Überprüfungsarbeiten

Rechtsgrundlagen

SchfHwG

Wesentliche Inhalte

Prüftermine
Kehrintervalle
Mängel und Auflagen

Verantwortlich

Bezirksschornsteinfeger

Praxisrelevanz

Pflichtnachweis bei Verbrennungsanlagen

Erläuterung

Bei BHKW und anderen Verbrennungsanlagen ist das Kehrbuch gesetzlich vorgeschrieben. Es dokumentiert sämtliche Überprüfungen von Abgasanlagen und Feuerstätten. Der zuständige Bezirksschornsteinfeger führt die entsprechenden Eintragungen durch. Festgestellte Mängel oder Auflagen werden verbindlich dokumentiert. Das Kehrbuch ist Bestandteil der Brandschutzdokumentation und dient als behördlicher Nachweis.

Aufgabenklärung – Technische Ausrüstung (Ergebnisse)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Dokumentation der Aufgabenklärung

Zweck & Anwendungsbereich

Definition der Projektziele und technischen Anforderungen

Rechtsgrundlagen

HOAI

Wesentliche Inhalte

Leistungsumfang
Versorgungsziele
Redundanzanforderungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage der weiteren Planung

Erläuterung

Die Aufgabenklärung gemäß HOAI bildet die Grundlage der gesamten technischen Planung. In dieser Phase werden die funktionalen und wirtschaftlichen Anforderungen definiert. Dazu gehören insbesondere Versorgungsziele und Redundanzanforderungen. Die Ergebnisse fließen verbindlich in die weitere Planung ein. Eine unzureichende Aufgabenklärung führt regelmäßig zu Betriebs- und Haftungsrisiken.

Erläuterung

Eigenstromversorgungsanlagen gelten in vielen Fällen als Maschinen im Sinne des EU-Rechts. Der Hersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen. Die Einhaltung harmonisierter Normen muss dokumentiert werden. Mit der CE-Kennzeichnung wird die Konformität rechtsverbindlich erklärt. Ohne gültige Konformitätserklärung ist eine Inbetriebnahme unzulässig.

EU-Konformitätserklärung / Leistungserklärung – Maschinen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

EU-Konformitätserklärung

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis der Einhaltung europäischer Sicherheitsanforderungen

Rechtsgrundlagen

Verordnung (EU) 2023/1230; Richtlinie 2006/42/EG; 9. ProdSV

Wesentliche Inhalte

CE-Kennzeichnung
Risikobeurteilung
Normenverzeichnis
Herstellerangaben

Verantwortlich

Hersteller

Praxisrelevanz

Voraussetzung für Inbetriebnahme

Kostenberechnung (Ergebnis)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Kostenberechnung

Zweck & Anwendungsbereich

Ermittlung der Investitionskosten

Rechtsgrundlagen

HOAI

Wesentliche Inhalte

Kostengliederung
Mengenansätze
Investitionssumme

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Budgetfreigabe

Erläuterung

Die Kostenberechnung erfolgt im Rahmen der Entwurfs- und Ausführungsplanung nach HOAI. Sie basiert auf detaillierten Mengen- und Leistungsansätzen. Ziel ist eine belastbare Investitionskostenermittlung. Sie dient der Budgetfreigabe durch den Auftraggeber. Zudem bildet sie die Grundlage für Wirtschaftlichkeitsanalysen.

Kostenfeststellung (Ergebnis)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Kostenfeststellung

Zweck & Anwendungsbereich

Endgültige Kostenermittlung nach Ausführung

Rechtsgrundlagen

HOAI

Wesentliche Inhalte

Abrechnungssumme
Nachträge
Abweichungsanalyse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Projektabschluss

Erläuterung

Die Kostenfeststellung dokumentiert die tatsächlich entstandenen Projektkosten. Sie erfolgt nach Abschluss der Bau- und Installationsleistungen. Abweichungen zur ursprünglichen Kostenberechnung werden analysiert. Nachträge werden transparent dargestellt. Die Kostenfeststellung ist Bestandteil der vollständigen Projektdokumentation.

Instandhaltungsbericht

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Wartungs- und Instandhaltungsbericht

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation durchgeführter Maßnahmen

Rechtsgrundlagen

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Wartungsumfang
Befunde
Ersatzteileinsatz
Handlungsempfehlungen

Verantwortlich

Instandhaltungsingenieur

Praxisrelevanz

Nachweis der Betreiberpflicht

Kostenberechnung (Ergebnis) – Technische Ausrüstung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Kostenberechnung (Ergebnis Leistungsphase 3 – Entwurfsplanung)

Zweck & Anwendungsbereich

Ermittlung der voraussichtlichen Investitionskosten

Rechtsgrundlagen

HOAI (Leistungsbild Technische Ausrüstung)

Wesentliche Inhalte

Kostengliederung nach DIN 276
Mengenansätze
Einheitspreise
Gesamtinvestitionssumme

Verantwortlich

Fachplaner Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Praxisrelevanz

Grundlage für Budgetfreigabe und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Erläuterung

Die Kostenberechnung ist gemäß HOAI Bestandteil der Entwurfsplanung und stellt eine verbindliche Kostenermittlung nach DIN 276 dar. Sie basiert auf einer durchgearbeiteten technischen Planung und berücksichtigt alle anlagenrelevanten Komponenten der Eigenstromversorgung. Für Eigenstromanlagen umfasst sie sowohl maschinentechnische als auch elektrotechnische und bauliche Leistungen. Sie dient dem Bauherrn als Entscheidungsgrundlage für Investitionen und Finanzierungsfreigaben. Im Facility Management bildet sie die Grundlage für Lebenszyklusbetrachtungen und strategische Instandhaltungsplanung.

Leistungs- und Funktionsprüfungen (Ergebnisse) – Technische Ausrüstung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Leistungs- und Funktionsprüfprotokoll

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis der ordnungsgemäßen Funktion und Leistungsfähigkeit

Rechtsgrundlagen

HOAI (Leistungsphase 8 – Objektüberwachung)

Wesentliche Inhalte

Lasttests
Netzumschaltungstest
Schutzfunktionstest
Messergebnisse
Abnahmebestätigung

Verantwortlich

Fachplaner TGA in Abstimmung mit Errichter

Praxisrelevanz

Voraussetzung für Abnahme und Inbetriebnahme

Erläuterung

Die Leistungs- und Funktionsprüfungen sind integraler Bestandteil der Objektüberwachung gemäß HOAI. Sie dienen dem Nachweis, dass die Anlage den vertraglich vereinbarten Leistungsparametern entspricht. Dabei werden insbesondere Lastverhalten, Schutzfunktionen und Netzumschaltung geprüft. Die Ergebnisse sind vollständig zu dokumentieren und Bestandteil der Revisionsunterlagen. Ohne dokumentierte Funktionsprüfung ist eine ordnungsgemäße Abnahme nach VOB nicht möglich.

Messprotokoll – Elektrische Systeme

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Messprotokoll elektrische Anlagen

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis normgerechter Installation

Rechtsgrundlagen

DIN 18382 (VOB/C), DIN VDE 0100, DIN VDE 0105-100

Wesentliche Inhalte

Isolationsmessung
Schutzleiterprüfung
Schleifenimpedanz
Kurzschlussstromberechnung
Prüfdatum und Prüfer

Verantwortlich

Errichter / Elektrofachbetrieb

Praxisrelevanz

Voraussetzung für Abnahme und sichere Inbetriebnahme

Erläuterung

Das Messprotokoll dokumentiert die normgerechte Errichtung elektrischer Anlagen gemäß DIN VDE 0100. Es ist vor der ersten Inbetriebnahme verpflichtend zu erstellen. Die Messungen dienen dem Schutz gegen elektrischen Schlag und der Sicherstellung der Abschaltbedingungen. Insbesondere bei Eigenstromanlagen ist die korrekte Netzsystemintegration sicherheitsrelevant. Die Dokumentation ist dauerhaft aufzubewahren und bei wiederkehrenden Prüfungen fortzuschreiben.

Montageanleitung – Unvollständige Maschine

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Montageanleitung für unvollständige Maschine

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherer Einbau von Baugruppen

Rechtsgrundlagen

Verordnung (EU) 2023/1230; Richtlinie 2006/42/EG; DIN EN 809

Wesentliche Inhalte

Einbauhinweise
Schnittstellenbeschreibung
Sicherheitsanforderungen
Restrisiken

Verantwortlich

Hersteller

Praxisrelevanz

Grundlage für CE-Gesamtkonformität

Erläuterung

Unvollständige Maschinen dürfen nur mit Montageanleitung in Verkehr gebracht werden. Diese Anleitung beschreibt alle sicherheitsrelevanten Einbauanforderungen. Sie definiert Schnittstellen, bestimmungsgemäße Verwendung und Restrisiken. Der Anlagenintegrator ist verpflichtet, diese Angaben in die Gesamtanlage zu übernehmen. Die Dokumentation ist Bestandteil der CE-Konformitätsbewertung.

Nachweis der Kehrarbeiten – Feuerstätten

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Kehrnachweis / Formblatt

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation der Kehr- und Überprüfungsarbeiten

Rechtsgrundlagen

SchfHwG; KÜO

Wesentliche Inhalte

Datum der Kehrung
Umfang der Arbeiten
Mängelhinweise

Verantwortlich

Bezirksschornsteinfeger

Praxisrelevanz

Pflichtnachweis bei Verbrennungsanlagen

Erläuterung

Bei Verbrennungsanlagen bestehen gesetzliche Kehr- und Überprüfungspflichten. Diese werden durch den zuständigen Bezirksschornsteinfeger durchgeführt. Der Nachweis dokumentiert ordnungsgemäße Durchführung und etwaige Mängel. Er ist Bestandteil der Betreiberpflichten und brandschutzrechtlich relevant. Die Unterlagen sind im Anlagen- und Brandschutzordner aufzubewahren.

Bauphysikalische und statische Nachweise – Dämm- und Brandschutzarbeiten

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Bauphysikalische und statische Nachweise

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis normgerechter Ausführung von Isolations- und Brandschutzmaßnahmen

Rechtsgrundlagen

DIN 18421 (VOB/C ATV Dämm- und Brandschutzarbeiten)

Wesentliche Inhalte

Materialnachweise
Feuerwiderstandsnachweise
Tragfähigkeitsnachweise
Schallschutznachweise

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praxisrelevanz

Bestandteil der Revisions- und Brandschutzdokumentation

Erläuterung

Eigenstromversorgungsanlagen erzeugen Wärme, mechanische Belastungen und im Störfall erhöhte Brandlasten, weshalb bauphysikalische und statische Nachweise zwingend erforderlich sind. Gemäß DIN 18421 sind Dämm- und Brandschutzarbeiten fachgerecht auszuführen und zu dokumentieren. Der Nachweis umfasst insbesondere die Einhaltung von Feuerwiderstandsklassen, die ordnungsgemäße Abschottung von Leitungsdurchführungen sowie die Tragfähigkeit von Fundamenten und Aufstellflächen. Zusätzlich sind Anforderungen an den Schall- und Wärmeschutz zu berücksichtigen, insbesondere bei sensiblen Nutzungen wie Krankenhäusern oder Rechenzentren. Die vollständige Dokumentation ist Bestandteil der Brandschutzakte und dient als Nachweis gegenüber Behörden, Prüfingenieuren und Versicherern.

Notfallplan – Elektrische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Notfall- und Sicherheitsplan

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherstellung des sicheren Betriebs bei Störungen

Rechtsgrundlagen

DIN VDE 0105-100

Wesentliche Inhalte

Abschaltverfahren
Störfallmanagement
Ansprechpartner
Wiederinbetriebnahmeverfahren
Eskalationswege

Verantwortlich

Betreiber

Praxisrelevanz

Bestandteil der Sicherheitsorganisation

Erläuterung

Gemäß DIN VDE 0105-100 ist der Betreiber verpflichtet, eine sichere Organisation für den Betrieb elektrischer Anlagen sicherzustellen. Der Notfallplan definiert verbindliche Handlungsanweisungen bei Netzausfall, Anlagenstörungen oder Gefahrenlagen. Er regelt Zuständigkeiten, Meldeketten und technische Abschaltverfahren. Darüber hinaus beschreibt er die strukturierte Wiederinbetriebnahme unter Berücksichtigung sicherheitstechnischer Prüfungen. Im Facility Management ist der Notfallplan regelmäßig zu aktualisieren und in Schulungen zu vermitteln.

Objektbegehungsbericht – Technische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Objektbegehungsbericht

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation des Anlagenzustands

Rechtsgrundlagen

HOAI (Objektüberwachung / Objektbetreuung)

Wesentliche Inhalte

Festgestellte Mängel
Funktionsstatus
Handlungsempfehlungen
Fotodokumentation

Verantwortlich

Fachplaner TGA oder FM-Verantwortlicher

Praxisrelevanz

Grundlage für Gewährleistung und Optimierung

Erläuterung

Regelmäßige Objektbegehungen dienen der Überwachung des ordnungsgemäßen Anlagenzustands und der frühzeitigen Mängelerkennung. Sie sind Bestandteil der Betreiberpflichten sowie der Objektbetreuung gemäß HOAI. Typische Prüfpunkte sind Undichtigkeiten, thermische Auffälligkeiten, Korrosionserscheinungen oder Abweichungen von Wartungsintervallen. Die Ergebnisse werden strukturiert dokumentiert und mit Handlungsempfehlungen versehen. Der Bericht dient als Nachweis ordnungsgemäßer Betreiberorganisation und unterstützt Gewährleistungsansprüche.

Anschlusspläne für gelieferte Maschinen und Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Anschluss- und Integrationspläne

Zweck & Anwendungsbereich

Darstellung der technischen Integration

Rechtsgrundlagen

HOAI (Ausführungsplanung / Bestandsdokumentation)

Wesentliche Inhalte

Netzanschlusspläne
Schutztechnik
Steuerungsschnittstellen
Stromlaufpläne
Klemmenpläne

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Betrieb, Erweiterung und Störanalyse

Erläuterung

Anschluss- und Integrationspläne dokumentieren die technische Einbindung der Eigenstromanlage in das Gebäude- und Versorgungsnetz. Sie sind Bestandteil der Ausführungsplanung und müssen dem tatsächlichen Ausführungsstand entsprechen. Die Pläne umfassen Stromlauf-, Klemmen- und Übersichtspläne sowie Schnittstellendokumentationen. Sie sind unverzichtbar für Fehlersuche, Erweiterungen oder Anpassungen der Schutztechnik. Eine aktuelle Bestandsdokumentation ist für den sicheren Betrieb und die wiederkehrenden Prüfungen zwingend erforderlich.

Wartungsbericht

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Wartungs- und Instandhaltungsbericht

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation durchgeführter Wartungsarbeiten

Rechtsgrundlagen

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Wartungsumfang
Prüfergebnisse
Ersatzteileinsatz
Betriebsstunden
Empfehlungen

Verantwortlich

Wartungsingenieur / Fachfirma

Praxisrelevanz

Nachweis der ordnungsgemäßen Instandhaltung

Erläuterung

Gemäß DIN EN 13306 umfasst die Instandhaltung Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung technischer Anlagen. Der Wartungsbericht dokumentiert alle durchgeführten Maßnahmen einschließlich Prüfwerten und Ersatzteileinsatz. Bei Eigenstromanlagen sind insbesondere Ölwechsel, Filterwechsel, Batterieprüfungen und Funktionsprüfungen der Netzumschaltung relevant. Die Dokumentation dient dem Nachweis der Erfüllung der Betreiberpflichten. Sie ist im Schadensfall gegenüber Behörden und Versicherern vorzulegen.

Raumbuch – Technischer Teil (LPH 2 Vorplanung)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Raumbuch – Technischer Teil (Vorplanung)

Zweck & Anwendungsbereich

Raumbezogene Erfassung technischer Anforderungen für Eigenstromanlagen

Rechtsgrundlagen

DIN 1988-200; HOAI (Leistungsphase 2)

Wesentliche Inhalte

Raumbezeichnung und Nutzung
Aufstellflächen
Medienanschlüsse
Lüftungs- und Brandschutzanforderungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Entwurfsplanung

Erläuterung

Das Raumbuch in der Vorplanung dient der systematischen Erfassung aller technischen Anforderungen an die vorgesehenen Aufstellräume von Eigenstromanlagen. Es dokumentiert die grundlegenden Rahmenbedingungen, die für eine normgerechte Planung gemäß HOAI erforderlich sind. Insbesondere werden Flächenbedarfe, Zugänglichkeiten sowie brandschutztechnische Anforderungen frühzeitig definiert. Dies verhindert spätere Planungsänderungen mit erheblichen Mehrkosten. Für das Facility Management stellt dieses Dokument die Basis für eine wirtschaftliche und rechtssichere Anlagenintegration dar.

Raumbuch – Technischer Teil (LPH 3 Entwurfsplanung)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Raumbuch – Entwurfsplanung

Zweck & Anwendungsbereich

Konkretisierung der technischen Anforderungen

Rechtsgrundlagen

HOAI (Leistungsphase 3)

Wesentliche Inhalte

Anlagenzuordnung je Raum
Wartungsflächen
Emissionsbetrachtung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Genehmigungsplanung

Erläuterung

In der Entwurfsplanung werden die zuvor definierten Anforderungen weiter konkretisiert und mit den Fachdisziplinen abgestimmt. Wartungs- und Bedienflächen werden verbindlich festgelegt und mit den geltenden DIN- und VDE-Vorgaben abgeglichen. Zusätzlich werden Emissionen wie Wärme, Schall und Abgase bewertet. Die Raumzuordnungen erhalten in dieser Phase genehmigungsrechtliche Relevanz. Für das Facility Management bildet dieses Dokument die Grundlage für nachhaltige Betriebsfähigkeit.

Auditunterlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Auditdokumentation

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis normkonformer Planung und Ausführung

Rechtsgrundlagen

VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Planungsprüfungen
Qualitätskontrollen
Schnittstellenprüfungen

Verantwortlich

Fachplaner / Auditor

Praxisrelevanz

Qualitätssicherung im Projektverlauf

Erläuterung

Die Auditunterlagen dienen dem strukturierten Nachweis der normgerechten Planung und Ausführung technischer Anlagen. Grundlage hierfür ist die VDI 6026-1, welche systematische Prüfprozesse fordert. Sämtliche Planungsstände werden dokumentiert und qualitätsgesichert überprüft. Abweichungen werden schriftlich festgehalten und bewertet. Für das Facility Management sind diese Unterlagen ein wesentlicher Bestandteil der Betreiberhaftung und Projektnachvollziehbarkeit.

Emissionsberechnung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Schadstoff- / Emissionsberechnung

Zweck & Anwendungsbereich

Bewertung von Emissionen (z. B. bei BHKW)

Rechtsgrundlagen

HOAI; immissionsschutzrechtliche Vorgaben

Wesentliche Inhalte

Emissionswerte
Grenzwertvergleich
Berechnungsmethodik

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Genehmigungsrelevante Unterlage

Erläuterung

Die Emissionsberechnung bewertet die umweltrelevanten Auswirkungen von Eigenstromanlagen. Insbesondere bei BHKW und Dieselaggregaten sind Schadstoffemissionen nachzuweisen. Die Berechnung erfolgt unter Berücksichtigung gesetzlicher Grenzwerte und technischer Richtlinien. Die Methodik muss transparent dokumentiert werden. Dieses Dokument ist regelmäßig Bestandteil immissionsschutzrechtlicher Genehmigungsverfahren.

Schlitz- und Durchbruchpläne – LPH 5 Ausführungsplanung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Schlitz- und Durchbruchpläne

Zweck & Anwendungsbereich

Koordination von Leitungsführungen

Rechtsgrundlagen

HOAI (Leistungsphase 5)

Wesentliche Inhalte

Leitungsquerschnitte
Wand- und Deckendurchführungen
Brandschutzanforderungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Bauausführung

Erläuterung

Diese Pläne koordinieren sämtliche Leitungsführungen innerhalb der Baukonstruktion. Sie stellen sicher, dass Wand- und Deckendurchführungen statisch und brandschutztechnisch zulässig sind. Kabeltrassen und Rohrleitungen werden kollisionsfrei geplant. Eine unzureichende Koordination führt zu Bauverzögerungen und Mehrkosten. Für das Facility Management sichern diese Pläne die spätere Wartungszugänglichkeit.

Schlitz- und Durchbruchpläne – LPH 7 Vergabeergebnis

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Schlitz- und Durchbruchpläne (Vergabestand)

Zweck & Anwendungsbereich

Anpassung an beauftragte Ausführung

Rechtsgrundlagen

DIN 18379; DIN 18381; HOAI

Wesentliche Inhalte

Ausführungsanpassungen
Freigabevermerk

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Koordination Gewerke

Erläuterung

Nach Vergabe werden die Planunterlagen an die tatsächlichen Ausführungsdetails angepasst. Herstellerangaben und gewählte Systeme fließen verbindlich ein. Die Koordination mit anderen Gewerken wird abschließend überprüft. Freigabevermerke dokumentieren den abgestimmten Stand. Dieses Dokument stellt die verbindliche Grundlage für die Bauausführung dar.

Schnittstellenkatalog

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Schnittstellenkatalog

Zweck & Anwendungsbereich

Definition aller gewerkeübergreifenden Schnittstellen

Rechtsgrundlagen

VDI 6039

Wesentliche Inhalte

Verantwortlichkeiten
Daten- und Signalflüsse
Abgrenzung Gewerke

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Minimierung von Koordinationsfehlern

Erläuterung

Der Schnittstellenkatalog definiert sämtliche Übergabepunkte zwischen den beteiligten Gewerken. Er regelt Zuständigkeiten für Daten-, Energie- und Signalflüsse. Grundlage ist die VDI 6039 zur Schnittstellenkoordination. Unklare Schnittstellen sind eine der häufigsten Ursachen für technische Störungen. Für das Facility Management ist dieses Dokument essenziell zur Minimierung von Haftungsrisiken.

Softwaredokumentation – Elektrische Systeme

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Softwaredokumentation

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation von Steuerungs- und Automationssoftware

Rechtsgrundlagen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

Programmstruktur
Parametrierung
Versionsstand

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage für Wartung und Updates

Erläuterung

Die Softwaredokumentation beschreibt die vollständige Logik der Steuerungs- und Regelungsfunktionen. Sie beinhaltet die Programmstruktur sowie sämtliche Parameter. Versionsstände müssen revisionssicher dokumentiert sein. Änderungen sind nachvollziehbar zu kennzeichnen. Ohne vollständige Dokumentation ist ein normgerechter Betrieb nicht möglich.

Stromlaufpläne

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Stromlaufpläne

Zweck & Anwendungsbereich

Darstellung elektrischer Schaltungen

Rechtsgrundlagen

VDE 0040-1

Wesentliche Inhalte

Schutztechnik
Netzersatzschaltung
Kabelkennzeichnung

Verantwortlich

Planer / Errichter

Praxisrelevanz

Bestandteil der Revisionsunterlagen

Erläuterung

Stromlaufpläne stellen die elektrische Funktion der Anlage vollständig dar. Sie enthalten Schutzorgane und Umschaltkonzepte. Die Kennzeichnung erfolgt gemäß VDE-Vorgaben. Sie dienen der Wartung und Fehleranalyse. Für Betreiber sind sie unverzichtbare Revisionsunterlagen.

Stromlaufpläne – Montageplanung (LPH 7+)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Stromlaufpläne (Montagestand)

Zweck & Anwendungsbereich

Umsetzung in der Montagephase

Rechtsgrundlagen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

Detailverdrahtung
Signalzuordnung
Revisionskennzeichnung

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage für Betrieb und Störungsanalyse

Erläuterung

Der Montagestand bildet die tatsächlich realisierte Verdrahtung ab. Er berücksichtigt alle Änderungen während der Bauausführung. Klemmen- und Feldbezeichnungen werden final dokumentiert. Revisionsstände sind eindeutig zu kennzeichnen. Dieses Dokument ist maßgeblich für den späteren Anlagenbetrieb.

Stromlaufpläne – Elektrische Systeme (LPH 8 Ausführung)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Revisions-Stromlaufpläne

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation der tatsächlich ausgeführten elektrischen Anlage

Rechtsgrundlagen

DIN 18382 (VOB/C ATV); DIN 18015-1

Wesentliche Inhalte

Detailverdrahtung
Schutz- und Abschaltlogik
Kabelkennzeichnung
Revisionsstand

Verantwortlich

Errichter / Elektroinstallateur

Praxisrelevanz

Grundlage für Betrieb, Wartung und Störungsanalyse

Erläuterung

Revisions-Stromlaufpläne dokumentieren den tatsächlichen Ausführungszustand der elektrischen Anlage nach Abschluss der Bauarbeiten. Gemäß DIN 18382 ist der Auftragnehmer verpflichtet, vollständige und prüffähige Revisionsunterlagen zu übergeben. Diese Unterlagen müssen sämtliche während der Bauphase vorgenommenen Änderungen nachvollziehbar abbilden. Sie dienen als verbindliche technische Referenz für den Betreiber und das Facility Management. Ohne korrekte Revisionspläne ist eine sichere Instandhaltung sowie eine normgerechte Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 nicht möglich.

Stromlaufpläne – Technische Ausrüstung (LPH 5 Ausführungsplanung)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Ausführungs-Stromlaufpläne

Zweck & Anwendungsbereich

Detaillierte Planungsgrundlage für Montage

Rechtsgrundlagen

HOAI

Wesentliche Inhalte

Netzersatzschaltung
Schutzeinrichtungen
Lastumschaltung
Erdungs- und Potentialausgleichskonzept

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Bauausführung

Erläuterung

Die Ausführungs-Stromlaufpläne werden im Rahmen der Leistungsphase 5 gemäß HOAI erstellt. Sie enthalten sämtliche technischen Details, die für eine fachgerechte Montage erforderlich sind. Dazu gehören insbesondere Schutzkonzepte, Umschaltlogiken sowie Selektivitätsbetrachtungen. Die Planunterlagen bilden die Grundlage für Ausschreibung, Materialdisposition und Bauausführung. Fehler oder Unvollständigkeiten in dieser Phase führen regelmäßig zu Nachträgen und sicherheitsrelevanten Risiken.

Übersichtsschaltplan

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Übersichtsschaltplan

Zweck & Anwendungsbereich

Darstellung der Gesamtstruktur der Anlage

Rechtsgrundlagen

DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1)

Wesentliche Inhalte

Hauptkomponenten
Energiefluss
Redundanzstruktur

Verantwortlich

Planer / Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage für technische Einweisung

Erläuterung

Der Übersichtsschaltplan stellt die funktionale Gesamtstruktur der Eigenstromversorgungsanlage dar. Er zeigt die Energieflüsse zwischen Einspeisung, Erzeugern, Speichern und Verbrauchern. Die Darstellung erfolgt gemäß DIN EN 61082-1 unter Anwendung einheitlicher grafischer Symbole. Für das Facility Management ist dieser Plan wesentlich für Einweisungen und Notfallkonzepte. Er ermöglicht ein schnelles Systemverständnis auch bei Personalwechsel.

Übersichtsschaltplan – Montageplanung (LPH 7+)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Übersichtsschaltplan (Montagestand)

Zweck & Anwendungsbereich

Umsetzung in der Montagephase

Rechtsgrundlagen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

Kabeltrassen
Signalzuordnung
Anpassungen

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Abstimmung mit anderen Gewerken

Erläuterung

Während der Montagephase werden die Planungsunterlagen in die reale Installation überführt. Der Übersichtsschaltplan wird dabei fortgeschrieben und an bauliche Gegebenheiten angepasst. Änderungen sind transparent zu dokumentieren und freizugeben. Eine enge Koordination mit anderen Gewerken ist zwingend erforderlich. Der aktuelle Montagestand dient als Arbeitsgrundlage für Bauleitung und Fachbauüberwachung.

Übersichtsschaltplan – Revisionsstand (LPH 8)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Revisions-Übersichtsschaltplan

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation des Ist-Zustands

Rechtsgrundlagen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

Aktualisierte Signalzuordnung
Dokumentierte Änderungen

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage für langfristigen Betrieb

Erläuterung

Der Revisions-Übersichtsschaltplan dokumentiert den finalen Anlagenzustand nach Inbetriebnahme. Er bildet die verbindliche Grundlage für zukünftige Erweiterungen oder Umbauten. Alle Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung sind eindeutig zu kennzeichnen. Der Plan ist Bestandteil der Schlussdokumentation gemäß VOB/C. Für das Facility Management stellt er die maßgebliche Referenz im Lebenszyklus dar.

Besondere technische Unterlagen – Unvollständige Maschine

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Technische Dokumentation unvollständiger Maschine

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis der Konformität einzelner Baugruppen

Rechtsgrundlagen

Maschinenrichtlinie 2006/42/EG

Wesentliche Inhalte

Risikobeurteilung
Einbauerklärung
Sicherheitsanforderungen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisrelevanz

Bestandteil der CE-Gesamtdokumentation

Erläuterung

Einzelne Baugruppen wie Generatoren oder Batteriesysteme gelten häufig als unvollständige Maschinen im Sinne der Maschinenrichtlinie. Der Hersteller muss hierfür eine Einbauerklärung sowie technische Unterlagen bereitstellen. Die Risikobeurteilung dokumentiert identifizierte Gefährdungen und Schutzmaßnahmen. Die Gesamtanlage darf erst nach vollständiger Integration CE-konform in Betrieb genommen werden. Der Betreiber trägt die Verantwortung für die Gesamtkonformität.

Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Ausschreibungsunterlagen

Zweck & Anwendungsbereich

Rechtskonforme Vergabe von Bauleistungen

Rechtsgrundlagen

VOB/A 2019; HOAI

Wesentliche Inhalte

Leistungsverzeichnis
Technische Spezifikationen
Vergabebedingungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Auftraggeber

Praxisrelevanz

Grundlage für Vertragsabschluss

Erläuterung

Die Ausschreibungsunterlagen definieren Art und Umfang der zu erbringenden Leistungen. Sie müssen eindeutig, vollständig und technisch präzise formuliert sein. Grundlage ist die VOB/A in Verbindung mit der HOAI. Fehlerhafte Leistungsbeschreibungen führen zu Nachträgen und Kostenrisiken. Eine strukturierte Vergabe sichert Wirtschaftlichkeit und Rechtssicherheit.

Vergabevorschlag – Technische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Vergabevorschlag

Zweck & Anwendungsbereich

Bewertung und Empfehlung zur Zuschlagserteilung

Rechtsgrundlagen

HOAI

Wesentliche Inhalte

Angebotsvergleich
Wirtschaftlichkeitsbewertung
Vergabeempfehlung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Zuschlagsentscheidung

Erläuterung

Die Ausschreibungsunterlagen definieren Art und Umfang der zu erbringenden Leistungen. Sie müssen eindeutig, vollständig und technisch präzise formuliert sein. Grundlage ist die VOB/A in Verbindung mit der HOAI. Fehlerhafte Leistungsbeschreibungen führen zu Nachträgen und Kostenrisiken. Eine strukturierte Vergabe sichert Wirtschaftlichkeit und Rechtssicherheit.

Wartungsanleitung – Elektrische Systeme

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Wartungsanleitung

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherstellung des ordnungsgemäßen Betriebs

Rechtsgrundlagen

VDI 6026-1; DIN 18382

Wesentliche Inhalte

Wartungsintervalle
Prüfanforderungen
Ersatzteilhinweise

Verantwortlich

Errichter / Hersteller

Praxisrelevanz

Grundlage für Betreiberpflichten

Fachliche Erläuterung

Die Wartungsanleitung beschreibt alle notwendigen Maßnahmen zur Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Betriebs. Sie definiert Inspektions- und Prüfintervalle sowie Funktionskontrollen. Grundlage ist die strukturierte Dokumentation nach VDI 6026-1. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist Bestandteil der Betreiberverantwortung. Eine lückenlose Umsetzung reduziert Ausfall- und Haftungsrisiken.

Wartungsdokumentation – VDMA 24186

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Wartungsdokumentation

Zweck & Anwendungsbereich

Strukturierte Instandhaltungsplanung

Rechtsgrundlagen

VDMA 24186-0

Wesentliche Inhalte

Wartungspläne
Inspektionsberichte
Instandsetzungsnachweise

Verantwortlich

Instandhaltungsingenieur

Praxisrelevanz

Grundlage für Lebenszyklusmana

Erläuterung

Die Wartungsdokumentation nach VDMA 24186 strukturiert die Instandhaltungsprozesse systematisch. Sie unterscheidet zwischen Inspektion, Wartung und Instandsetzung. Alle Maßnahmen sind nachvollziehbar zu protokollieren. Diese Dokumentation dient als Nachweis gegenüber Behörden und Versicherern. Sie unterstützt eine wirtschaftliche Lebenszyklusplanung.

Instandhaltungsplanung und -organisation – Technische Ausrüstung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Instandhaltungsplanung und Organisationskonzept

Zweck & Anwendungsbereich

Systematische Planung und Strukturierung aller Wartungs- und Instandhaltungsprozesse

Rechtsgrundlagen

HOAI (LPH 8–9); DIN EN 13306; DIN EN 15331

Wesentliche Inhalte

Wartungsstrategie (präventiv, zustandsorientiert, korrektiv)
Verantwortlichkeiten und Betreiberpflichten
Ressourcen- und Budgetplanung
Ersatzteil- und Bevorratungskonzept
Kennzahlen (MTBF, MTTR, Verfügbarkeit)
Prüf- und Wartungsintervalle, korrektiv)

Verantwortlich

Fachplaner TGA (Planungsphase), Betreiber (Betriebsphase)

Praxisrelevanz

Grundlage für Betriebssicherheit, Auditfähigkeit und Budgetplanung

Erläuterung

Die Instandhaltungsplanung definiert die organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen für den sicheren Betrieb der Eigenstromanlage. Sie legt verbindlich fest, welche Wartungsstrategien angewendet werden und in welchen Intervallen Prüfungen durchzuführen sind. Dabei werden sowohl Herstellerangaben als auch normative Anforderungen berücksichtigt. Zudem regelt sie Verantwortlichkeiten zwischen Betreiber, Facility Management und externen Dienstleistern. Dieses Dokument bildet die zentrale Grundlage für die langfristige Sicherstellung von Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Rechtssicherheit.

Werk- und Prüfbescheinigungen – Elektrische Systeme

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Werk- und Prüfbescheinigungen

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis normgerechter Ausführung und Prüfung

Rechtsgrundlagen

DIN 18382 (VOB/C ATV Elektroanlagen)

Wesentliche Inhalte

Erstprüfprotokolle (Isolationsmessung, Schutzleiterprüfung, Schleifenimpedanz)
Funktionsprüfungen (Netzumschaltung, Schutztechnik)
Materialnachweise und Konformitätserklärungen
Abnahmeprotokolle und Mängellisten

Verantwortlich

Errichter / Elektrofachunternehmen

Praxisrelevanz

Voraussetzung für Abnahme nach VOB und rechtssicheren Betrieb

Erläuterung

Werk- und Prüfbescheinigungen dokumentieren die ordnungsgemäße Errichtung und Inbetriebnahme der elektrischen Anlage. Sie enthalten alle vorgeschriebenen Erst- und Funktionsprüfungen gemäß VOB/C und elektrotechnischem Regelwerk. Diese Nachweise sind zwingende Voraussetzung für die förmliche Abnahme durch den Auftraggeber. Darüber hinaus bilden sie die Grundlage für spätere wiederkehrende Prüfungen im Betrieb. Ohne vollständige Dokumentation ist eine rechtssichere Betreiberverantwortung nicht gewährleistet.

Wirtschaftlichkeitsnachweis – Technische Ausrüstung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Wirtschaftlichkeitsnachweis

Zweck & Anwendungsbereich

Bewertung von Investitions- und Lebenszykluskosten

Rechtsgrundlagen

HOAI (LPH 2–3)

Wesentliche Inhalte

Investitionskosten (CAPEX)
Betriebskosten (OPEX)
Wartungs- und Instandhaltungskosten
Amortisationsrechnung
Sensitivitätsanalyse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Entscheidungsgrundlage für Betreiber und Investoren

Erläuterung

Der Wirtschaftlichkeitsnachweis dient der Bewertung der technischen Variante unter finanziellen Gesichtspunkten. Er berücksichtigt sowohl Investitionskosten als auch laufende Betriebs- und Instandhaltungskosten über den Lebenszyklus. Grundlage sind Lastprofile, Energiepreise und technische Nutzungsdauern. Zusätzlich werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um Risiken bei Preisentwicklungen abzubilden. Das Dokument ermöglicht eine fundierte Investitionsentscheidung unter Berücksichtigung langfristiger Wirtschaftlichkeit.

Grafische Darstellung – Technische Ausrüstung (LPH 3 Entwurfsplanung)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Entwurfspläne und Schemazeichnungen

Zweck & Anwendungsbereich

Darstellung des technischen Gesamtkonzepts

Rechtsgrundlagen

HOAI (LPH 3)

Wesentliche Inhalte

Prinzipschaltbilder
Energieflussdiagramme
Redundanzkonzept
Netzumschaltlogik
Integration in das Bestandsnetz

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Genehmigung und Kostenberechnung

Erläuterung

Die Entwurfsplanung konkretisiert das technische Gesamtkonzept der Eigenstromanlage. Sie stellt Energieflüsse, Redundanzkonzepte und Umschaltlogiken grafisch dar. Diese Pläne bilden die Grundlage für Abstimmungen mit Behörden und Netzbetreibern. Zudem dienen sie als Basis für die Kostenberechnung gemäß HOAI. Für das Facility Management sind sie wichtig, um die Systemarchitektur nachvollziehen zu können.

Grafische Darstellung – Technische Ausrüstung (LPH 5 Ausführungsplanung)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Ausführungspläne

Zweck & Anwendungsbereich

Detailplanung für Montage und Installation

Rechtsgrundlagen

HOAI (LPH 5)

Wesentliche Inhalte

Kabel- und Leitungsführung
Aufstellungs- und Fundamentpläne
Schutz- und Erdungskonzept
Anschluss- und Klemmenpläne

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Verbindliche Grundlage für Bauausführung

Erläuterung

Die Ausführungsplanung enthält sämtliche technischen Details für die fachgerechte Installation. Sie definiert Leitungswege, Schutzmaßnahmen und bauliche Anforderungen. Diese Unterlagen sind verbindlich für ausführende Unternehmen. Sie dienen gleichzeitig als Grundlage für Qualitätskontrollen während der Bauphase. Im Betrieb stellen sie einen wichtigen Bestandteil der Revisionsdokumentation dar.

Grafische Darstellung – Technische Ausrüstung (LPH 7 Vergabeergebnis)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Planstand nach Vergabe

Zweck & Anwendungsbereich

Anpassung an beauftragte Fabrikate und Systeme

Rechtsgrundlagen

HOAI; DIN 18379; DIN 18381

Wesentliche Inhalte

Hersteller- und Typenanpassungen
Systemänderungen
Freigabevermerke
Dokumentierte Abweichungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Bauüberwachung und Gewährleistungsverfolgung

Erläuterung

Der Planstand nach Vergabe berücksichtigt die tatsächlich beauftragten Fabrikate und Systeme. Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung werden nachvollziehbar dokumentiert. Dies ist gemäß VOB/C zwingend erforderlich. Der aktualisierte Plan bildet die Grundlage für die Bauüberwachung in LPH 8. Für das Facility Management ist er maßgeblich für Ersatzteilmanagement und Gewährleistungsverfolgung.

Stromlaufpläne – Elektrische Systeme (LPH 8 Ausführung)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Revisions-Stromlaufpläne

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation der tatsächlich ausgeführten elektrischen Anlage

Rechtsgrundlagen

DIN 18382 (VOB/C ATV); DIN 18015-1

Wesentliche Inhalte

Detailverdrahtung
Schutz- und Abschaltlogik
Kabelkennzeichnung
Revisionsstand

Verantwortlich

Errichter / Elektroinstallateur

Praxisrelevanz

Grundlage für Betrieb, Wartung und Störungsanalyse

Erläuterung

Revisions-Stromlaufpläne dokumentieren den tatsächlich ausgeführten Zustand der elektrischen Anlage nach Abschluss der Bauausführung gemäß DIN 18382. Sie enthalten sämtliche gegenüber der Ausführungsplanung vorgenommenen Änderungen und Ergänzungen. Die Pläne müssen eindeutig gekennzeichnet, datiert und mit einem nachvollziehbaren Revisionsstand versehen sein. Für den Betreiber stellen sie die zentrale technische Referenz im laufenden Betrieb dar. Ohne vollständige Revisionsunterlagen ist eine rechtssichere Wahrnehmung der Betreiberpflichten nicht möglich.

Stromlaufpläne – Technische Ausrüstung (LPH 5 Ausführungsplanung)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Ausführungs-Stromlaufpläne

Zweck & Anwendungsbereich

Detaillierte Planungsgrundlage für Montage

Rechtsgrundlagen

HOAI

Wesentliche Inhalte

Netzersatzschaltung
Schutzeinrichtungen
Lastumschaltung
Erdungs- und Potentialausgleichskonzept

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Bauausführung

Erläuterung

In Leistungsphase 5 nach HOAI erstellt der Fachplaner die ausführungsreifen Stromlaufpläne als verbindliche Montagegrundlage. Diese Pläne konkretisieren das technische Anlagenkonzept unter Berücksichtigung aller normativen Anforderungen. Insbesondere Schutzmaßnahmen nach DIN VDE 0100 sowie Erdungs- und Potentialausgleichskonzepte sind vollständig darzustellen. Die Dokumente müssen gewerkeübergreifend abgestimmt und widerspruchsfrei sein. Fehler in dieser Planungsphase führen regelmäßig zu erhöhten Kosten und Terminverzögerungen.

Übersichtsschaltplan

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Übersichtsschaltplan

Zweck & Anwendungsbereich

Darstellung der Gesamtstruktur der Anlage

Rechtsgrundlagen

DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1)

Wesentliche Inhalte

Hauptkomponenten
Energiefluss
Redundanzstruktur

Verantwortlich

Planer / Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage für technische Einweisung

Erläuterung

Der Übersichtsschaltplan stellt die funktionale Gesamtarchitektur der Eigenstromversorgungsanlage dar. Er visualisiert die Energieflüsse zwischen Einspeisung, Erzeugung, Speicherung und Verbrauch. Die Darstellung erfolgt normgerecht gemäß DIN EN 61082-1. Für die technische Einweisung des Betreibers ist dieser Plan von zentraler Bedeutung. Er ermöglicht ein schnelles Verständnis der Anlagenstruktur und der Redundanzkonzepte.

Übersichtsschaltplan – Montageplanung (LPH 7+)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Übersichtsschaltplan (Montagestand)

Zweck & Anwendungsbereich

Umsetzung in der Montagephase

Rechtsgrundlagen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

Kabeltrassen
Signalzuordnung
Anpassungen

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Abstimmung mit anderen Gewerken

Erläuterung

Während der Montagephase werden die Planungsschaltpläne fortgeschrieben und an reale Gegebenheiten angepasst. Änderungen in der Kabeltrassenführung oder bei Signalzuordnungen sind unmittelbar zu dokumentieren. Die Fortschreibung dient der Koordination mit anderen Gewerken gemäß VOB/C. Jede Änderung muss nachvollziehbar gekennzeichnet werden. Dies sichert Transparenz und verhindert spätere Haftungsrisiken.

Übersichtsschaltplan – Revisionsstand (LPH 8)

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Revisions-Übersichtsschaltplan

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation des Ist-Zustands

Rechtsgrundlagen

DIN 18382

Wesentliche Inhalte

Aktualisierte Signalzuordnung
Dokumentierte Änderungen

Verantwortlich

Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage für langfristigen Betrieb

Erläuterung

Der Revisions-Übersichtsschaltplan bildet den finalen Anlagenzustand nach Abnahme ab. Alle während der Bauphase vorgenommenen Anpassungen sind integriert. Die Dokumentation muss eindeutig, datiert und unterschrieben sein. Für Betreiber bildet dieser Plan die Grundlage für Erweiterungen und Umbauten. Er ist Bestandteil der dauerhaft aufzubewahrenden Anlagendokumentation.

Besondere technische Unterlagen – Unvollständige Maschine

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Technische Dokumentation unvollständiger Maschine

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis der Konformität einzelner Baugruppen

Rechtsgrundlagen

Richtlinie 2006/42/EG

Wesentliche Inhalte

Risikobeurteilung
Einbauerklärung
Sicherheitsanforderungen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisrelevanz

Bestandteil der CE-Gesamtdokumentation

Erläuterung

Aggregate wie Netzersatzdiesel oder BHKW gelten häufig als unvollständige Maschinen im Sinne der Maschinenrichtlinie. Der Hersteller ist verpflichtet, eine Einbauerklärung und technische Dokumentation bereitzustellen. Diese Unterlagen enthalten insbesondere eine Risikobeurteilung gemäß Anhang I der Richtlinie 2006/42/EG. Die Gesamtanlage darf erst nach vollständiger Konformitätsbewertung in Betrieb genommen werden. Der Betreiber trägt die Verantwortung für die CE-Gesamtkennzeichnung.

Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Ausschreibungsunterlagen

Zweck & Anwendungsbereich

Rechtskonforme Vergabe von Bauleistungen

Rechtsgrundlagen

VOB/A 2019; HOAI

Wesentliche Inhalte

Leistungsverzeichnis
Technische Spezifikationen
Vergabebedingungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Auftraggeber

Praxisrelevanz

Grundlage für Vertragsabschluss

Erläuterung

Die Ausschreibungsunterlagen bilden die rechtssichere Grundlage für die Vergabe von Bauleistungen gemäß VOB/A. Das Leistungsverzeichnis muss eindeutig, vollständig, produktneutral und technisch präzise formuliert sein, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Technische Spezifikationen sind unter Berücksichtigung geltender DIN-, VDE- und VDI-Normen zu definieren. Unklare oder unvollständige Leistungsbeschreibungen führen regelmäßig zu Nachträgen und vergaberechtlichen Risiken. Für das Facility Management ist eine präzise Ausschreibung entscheidend, da sie die Qualität und Wirtschaftlichkeit der späteren Anlage maßgeblich bestimmt.

Vergabevorschlag – Technische Anlagen

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Vergabevorschlag

Zweck & Anwendungsbereich

Bewertung und Empfehlung zur Zuschlagserteilung

Rechtsgrundlagen

HOAI

Wesentliche Inhalte

Angebotsvergleich
Wirtschaftlichkeitsbewertung
Vergabeempfehlung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisrelevanz

Grundlage für Zuschlagsentscheidung

Erläuterung

Der Vergabevorschlag ist Bestandteil der Grundleistungen in Leistungsphase 7 gemäß HOAI. Er beinhaltet eine strukturierte Prüfung und Wertung der eingegangenen Angebote nach technischen, wirtschaftlichen und qualitativen Kriterien. Neben dem reinen Preisvergleich sind auch Lebenszykluskosten, technische Gleichwertigkeit und Referenzen zu berücksichtigen. Die Bewertung muss transparent und nachvollziehbar dokumentiert werden, um vergaberechtlichen Anforderungen zu entsprechen. Für Betreiber schafft der Vergabevorschlag eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die Zuschlagserteilung.

Wartungsanleitung – Elektrische Systeme

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Wartungsanleitung

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherstellung des ordnungsgemäßen Betriebs

Rechtsgrundlagen

VDI 6026-1; DIN 18382

Wesentliche Inhalte

Wartungsintervalle
Prüfanforderungen
Ersatzteilhinweise

Verantwortlich

Errichter / Hersteller

Praxisrelevanz

Grundlage für Betreiberpflichten

Erläuterung

Die Wartungsanleitung beschreibt sämtliche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Betriebs- und Funktionssicherheit der elektrischen Anlage. Sie muss klare Intervalle, Prüfumfänge und Qualifikationsanforderungen für das Wartungspersonal definieren. Grundlage sind unter anderem die Anforderungen der BetrSichV sowie Prüfpflichten nach DGUV Vorschrift 3. Ersatzteilkonzepte und Herstellervorgaben sind vollständig zu dokumentieren. Für das Facility Management bildet die Wartungsanleitung die verbindliche Grundlage für die Organisation der Instandhaltung.

Wartungsdokumentation – VDMA 24186

Feld

Beschreibung

Dokumententyp

Wartungsdokumentation

Zweck & Anwendungsbereich

Strukturierte Instandhaltungsplanung

Rechtsgrundlagen

VDMA 24186-0

Wesentliche Inhalte

Wartungspläne
Inspektionsberichte
Instandsetzungsnachweise

Verantwortlich

Instandhaltungsingenieur

Praxisrelevanz

Grundlage für Lebenszyklusmanagement

Erläuterung

Die Wartungsdokumentation gemäß VDMA 24186 strukturiert Instandhaltungsprozesse systematisch nach Inspektion, Wartung, Instandsetzung und Verbesserung. Sie dient der langfristigen Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit und Betriebssicherheit. Alle durchgeführten Maßnahmen sind nachvollziehbar zu dokumentieren und aufzubewahren. Eine lückenlose Dokumentation reduziert Haftungsrisiken und erleichtert behördliche Prüfungen. Im Lebenszyklusmanagement stellt sie die Grundlage für Investitionsentscheidungen und Optimierungsmaßnahmen dar.